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Muss man sich eigentlich für seine psychischen Probleme schämen?

Topic Status: beantwortet

 » Psychische Erkrankungen & Therapien
Gelöschter Benutzer
Ich frage deshalb, weil sich sehr oft darüber lustig gemacht wird und sowas nicht ernst genommen wird.

Ich z.B. weiß, dass ich solche Probleme habe und bekomme immer zu hören, dass man sich auch viel einbilden könnte.
Verfasst am: 12. 10. 11 [16:02]
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Gelöschter Benutzer
Hallo,

warum soltest du dich dafür schämen. Hat nicht jeder Mensch einen oder mehrere Fehler.

Leute die sagen sie seien Perfekt, haben oft die meisten Probleme.



Durch einen Umfall habe ich meinen Geruchsinn verloren, nur noch Gestank nehme ich war.
Für mich gibt es nur eine Stinkende oder eine Geruchsneutrale Welt. icon_eek.gif

Auch ich gehe zum Psychologen, egal was andere Denken.

Gruß

Gastone icon_biggrin.gif

R.I.P. Papa
Verfasst am: 12. 10. 11 [16:17]
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KatrinHH
Beiträge: 1043
Hallo Bärentatze!

Ein klares NEIN!
Man muß sich seiner wie auch immer gearteten Probleme nicht schämen. Jeder hat Probleme, wer sie sich eingesteht, damit offen umgeht, sich Hilfe holt, ist gedanklich weiter als mancher, der Probleme hat, sie sich aber nicht eingesteht oder wie schon geschrieben wurde, meint, er habe keine und sitzt in Wahrheit auf einem großen Berg von Problemen, hat Angst, sich selbst zu begegnen.

Ich kenne beide Seiten. Seit Trennung und Scheidung bin ich beim Psychologen, das weiß auch jeder. Genauso offen und ehrlich gehe ich mit meinem 8wöchigen stationären Aufenthalt in der Psychosomatik um.
Die andere Seite ist mein Ex-Mann...

Mir gefällt die ehrliche Seite besser und man kommt damit auch weiter im leben als wenn man sich versteckt.

Gruß, Katrin

Bin Handicap-Mutter (leichte Tetraspastik ohne Hilfsmittel und eine gut eingestellte Epilepsie) eines Handicap-Kindes (fortschreitende seltene Erbkrankheit väterlicherseits (HSP=Hereditäre spastische Spinalparalyse=Vererbte spastische Nervenlähmung(im Spinalkanal))). Wer Fragen hat, immer her damit ;-) www.gehn-mit-hsp.de (ist auch im Profil verankert unter "www") Näheres siehe im Profil.
Verfasst am: 12. 10. 11 [16:31]
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Xandria73
Beiträge: 282
Hallo Bärentatze,

ich denke für psychische Probleme muss man sich genauso viel schämen, wie für eine Behinderung. Nämlich gar nicht. Schließlich kann man bei beiden selten selbst etwas dafür, dass man sie hat.

Die krux mit den psychischen Problemen ist, dass man sieh weder sehen noch so einfach nachweisen kann. Anders bei körperlichen Behinderungen, die fallen meistens auf. Deswegen werden psychische Störungen meistens vom Umfeld in Frage gestellt.

Was natürlich in unserer Gesellschaft gegeben ist, ist dass man sowohl mit körperlichen, geistigen, und psychischen Behinderungen und auch psychischen Störungen aneckt und schnell mal ausgegrenzt wird. (Aber mal ehrlich, die Gesellschaft nimmt ja nun alles erdenkliche zum Anlass um Menschen auszusieben).

Dafür muss jeder Betroffene für sich einen Umgang mit finden.

LG Xandria

In Trauer um Guido. Wir werden dich nie vergessen.
Verfasst am: 12. 10. 11 [16:41]
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Favorite
Beiträge: 9
Ich weiss nicht was du für eine psychische Krankheit hast, aber das was mich persöhnlich am meisten immer hindert mich frei zu geben, ist meine Scham. Scham gehört zu jedem Menschen und es ist auch wichtig das du diese hast.
Aber in einigen Punkten sollte man diese nicht haben, wie zB. beim reden über deine Probleme seien diese noch so Peinlich.
auch ich muss immer wieder eine Hürde überspringen wenn ich über sehr intime Dinge mit meinem Psychiater Rede, oder selbst jetzt beim schreiben. Womöglich hast du schon eine <schamgrenze übersprungen in dem du hier eine Frage im Forum stellst.
Wahrscheinlich hat jeder einen Punkt über den er sich schämt, aber für seine Psychische Behinderung muss du dich nicht schämen.
Nach meiner Meinung nach ist das auch kein lernen, sondern sich mit einer inneren Stimme sagen, oder auch schreiben, das dass nur dir selbst schadet. Schäme dich im Alltag für ganz einfache Dinge aber nicht für deine Krankheit, weil dafür kannst du nichts.
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Liebe grüsse

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Verfasst am: 12. 10. 11 [18:53]
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Gelöschter Benutzer
Nein, mann muss sich dafür nicht schämen !
Jeder Mensch geht es mal nicht gut und hat mal Probleme und einige schaffen es halt nicht alleine die Probleme zu lösen !
Aber wenn Du dir darüber Gedanken machst und was ändern willst, dann zeigt es schon "Stärke" !
Verfasst am: 13. 10. 11 [12:50]
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Gelöschter Benutzer
Das komische ist, wenn selbst seine eigene Mutter meint, das ich mir das mit den psychischen Problemen einreden würde. Es geht ja zum Beispiel auch darum, das ich eine Kontaktarmut habe, sprich schon im Kindesalter nicht in der Lage war, Kontakt zu gleichaltriegen zu knüpfen, um mir so ein Freundeskreis auf zu bauen.

Selbst das wurde einfach ignoriert. Leider muss ich feststellen, das man dies selbst mit therapeutischer Hilfe wohl nicht mehr ändern kann.
Verfasst am: 15. 10. 11 [13:45]
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Gelöschter Benutzer
Hallo,

das sehe ich nicht so.

War in der Reha nach meinem Hüft-Tap mit damals 43 Jahren die hätten alle meine Eltern, Tanten oder Onkel sein können die dort auch eine Reha hatten. Ab mitte 50 - 90 Jahre waren die anderen Rehateilnehmer. Die waren alle Lieb zu mir, einige hätten mich sogar gerne als Tochter gehabt. Es war eine sehr schöne Reha-

Ich war nun mal die Jüngste Hüfte dort. Wollte aber keine Reha wo zu viele glückliche Supermuttis rumlaufen, das hätte mir wehgetan wegen meiner Unfruchtbarkeit. Hatte ja 6 Monate zuvor eine Total OP (Gebährmutterenfernung) mit Bauchschnitt diese mußte ich ja auch noch verarbeiten.

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Sollte mich jemand zu einen Kindergeburtstag einladen , würde ich nicht hingehen.

Es kann sein das du mit ältern Menschen besser zu recht kommst. Wichtig ist das du unter Menschen gehst das Alter ist egal wenn du dich wohlfühlst.

Jeder Mensch hat das recht da hinzugehen wo er sich wohlfühlt.



icon_biggrin.gif

Gruß

Gastone icon_biggrin.gif

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 15.10.2011 um 15:26.]

R.I.P. Papa
Verfasst am: 15. 10. 11 [15:25]
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wessi
Beiträge: 363
Hallo Bärentatze,

auch ich muß sagen, ein klares nein!.

Warum auch, es sei den die Leute verstehen es nicht.

Oder können auch nicht mit umgehen!!.

Und das ist auch die häufigste Ursache, ( mit umgehen zu können!! )

Das ist meine persönliche Meinung dazu, gelle.

MLG wessi



Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen. ( Gerechtigkeit ) ;)
Ganz Wichtig für Euch Alle: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
Ausnahmen bestätigen die Regeln.
Leben und Leben Lassen.
Verfasst am: 15. 10. 11 [16:16]
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wessi
Beiträge: 363
Hallo Bärentatze,

Bärentatze hat geschrieben:
Es geht ja zum Beispiel auch darum, das ich eine Kontaktarmut habe, sprich schon im Kindesalter nicht in der Lage war, Kontakt zu gleichaltriegen zu knüpfen, um mir so ein Freundeskreis auf zu bauen.


Wie ist es Heute???.


Bärentatze hat geschrieben:
Selbst das wurde einfach ignoriert.


Was wurde ignoriert???, ich verstehe es nicht.


Bärentatze hat geschrieben:
Leider muss ich feststellen, das man dies selbst mit therapeutischer Hilfe wohl nicht mehr ändern kann.


Doch das kann man sogar, und spielt auch keine Rolle wie alt man ist, gegen steuern und keine angst zu haben, gelle.

Schau mal hier http://www.dbl-ev.de

Ich vermute das du das auch hast!!.

jeden kann es treffen.

http://www.mutismus.de/

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst/#/beitrag/video/1356678/Mutismus---wenn-Kinder-schweigen

MLG wessi




Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen. ( Gerechtigkeit ) ;)
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Verfasst am: 15. 10. 11 [16:56]
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