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Mein Sohn möchte auch mal mit dem Fahrrad zur Werkstatt fahren u. dann die Fahrdienste nicht nutzen.

Topic Status: offen

 » Reisen & Mobilität
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Lavinia22
Themenersteller
Beiträge: 2
Mein Sohn (Trisomie 21) geht seit letztem Jahr in die Behindertenwerkstatt und wurde bisher mit den Fahrdiensten transportiert. Da die Werkstatt jetzt umgezogen ist ( dichter an unseren Wohnort), möchte er gerne ab und an (dann wenn ich Zeit habe ihn zu begleiten) mit dem Fahrrad fahren. Jetzt will der Fahrdienst uns vorschreiben, dass er entweder nur mit dem Fahrdienst fährt oder nur mit dem Fahrrad.
Wir möchten die Selbstständigkeit unseres Sohnes fördern, damit er vielleicht irgendwann allein zur Arbeit (9,6 km) fahren kann und jetzt will der Fahrdienst uns vorschreiben was wir zu tun haben . Dürfen sie das ? Gibt es evtl. auch andere Möglichkeiten zur Lösung des Problems. z. B. wir zahlen die Fahrten die er nicht wahr nimmt ?
Verfasst am: 07. 07. 20 [22:44]
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Tonki
Beiträge: 16
Hallo Lavinia22,

grundsätzlich sind Deinem Sohn soweit als möglich Selbstbestimmungsrechte einzuräumen (UN-BRK). Dass Euch der Fahrdienst den Transport nur ermöglichen will, wenn er permanent genutzt wird, verstößt klar klar gegen diesen Grundsatz!

Aus der Ferne ist schwer zu beurteilen, wie im Einzelfall vorzugehen ist. In der Nähe zu Eurem Wohnort / zur WfbM gibt es aber eine Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB), die sich mit den örtlichen Gegebenheiten (Landesgesetze etc. auskennt (www.teilhabeberatung.de). Die werden Dir detailiert weiterhelfen können.

VG Tonki



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.2020 um 08:33.]
Verfasst am: 08. 07. 20 [08:32]
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Helmut60
Beiträge: 650
Hallo Lavinia22,

sowas kann man fürs erste einfacher regeln. Ich hatte mit meiner Tochter das Problem, das sie morgens mitunter nur schwer wach zu bekommen war, sie deswegen zum Abholzeitpunkt nicht fertig war.... oder Arzttermine hatte nach denen ich sie mit dem Rad zur Werkstatt gebracht habe. Wenn morgens absehbar war, das wir nicht pünktlich fertig werden, hab ich den Fahrer angerufen, bescheid gesagt, das sie heute morgen nicht mitfährt...ich sie später hinbringe... oder das wir zuerst zum Arzt, und dann zur Werkstatt fahren. Das hat Problemlos funktioniert. So solltet ihr das auch machen, solange er nur sporadisch mit dem Fahrrad fährt. Das "alleine Fahren" solltet ihr mit der Werkstatt... insbesondere dem Sozialdienst besprechen. Gegen zwischendurch mal... wenns mit dem Fahrdienst nicht paßt, in Begleitung mit dem Fahrrad kommen... dagegen kann weder der Fahrdienst noch die Werkstatt was haben.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 08. 07. 20 [16:00]
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