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Mehrfachschwerstbehindertes Pflegekind Jobcenter verweigert den Umzug in neue Wohnung

Topic Status: beantwortet

 » Bauen & Wohnen
Landesflagge: DE
Luzi
Themenersteller
Beiträge: 6
Ich bin alleinerziehend, habe noch 2 Kinder zu Hause. Meine leibliche Tochter fast 18 und mein Pflegekind ist 3 Jahre alt. Wir haben eine Wohnung ca 83 Quadratmeter. In unserer Wohnung ist weder das Bad noch die Küche behindertengerecht. Nun gibt es ja leider in der Großstadt wenig behindertengerechten Wohnraum. Nach langem Suchen haben wir ein Haus gefunden. 110 Quadratmeter. Warmmiete 1250,00 Euro. Als ich das Jobcenter dieses Angebot unterbreitet habe, haben wir eine Ablehnung bekommen und wir sollten doch in unserer Wohnung bleiben. Da leider vor 1 Jahr meine Anwältin die ich einschalten mußte da wir aus unserer Wohnung sollten weil sie für uns zu gross ist angeblich, in einem Schreiben zum Jobcenter geschrieben hat das die Wohnung behindertengerecht ist werden sie keinen Umzug erlauben. Ausserdem wäre es viel zu teuer und zu gross. Bei Pflegegrad 5 stehen uns ja nun auch noch 15 Quadratmeter mehr zu. Ich wollte erfragen welche Möglichkeiten es gibt. Behindertengerechte Wohnungen sind nun mal teurer. Ich wollte erfragen wieviel Geld kann das Jobcenter zahlen den Rest, sollte es nicht zuviel sein zahle ich vom Pflegegeld dazu. Aber es war kein klärendes Gespräch machbar. Wer kann mir helfen? Was kann man in Anspruch nehmen damit man behindertengerecht wohnen kann? Unser kleiner Schatz wird ja auch älter. Wir haben statt Dusche eine Badewanne. Schlechter Umbau möglich bei uns im Bad. Der kleine Schatz hat viele Hilfsmittel. Rehastuhl, Kinderwagen, Badeliege, Stehständer usw.
Verfasst am: 06. 04. 18 [14:55]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Landesflagge: DE
wessi
Beiträge: 348
Hallo Luzi,

ich bin kein Fachmann, hoffe du bekommst noch Antworten.
Dein Fall hört sich etwas vielschichtig an.
Ihr hättet mal raus sollen aus der aktuellen Wohnung, und habt dann bleiben dürfen weil eine Anwältin mitgeteilt hat das diese
behindertengerecht ist, und jetzt brauchst du Argumente warum du einen größeren Wohnraum brauchst.

Die Dinge liegen eigentlich schon auf der Hand, kein behindertengerechtes Bad, Küche.
Das mit dem " mehr Platz " brauchen für die ganze Hilfsmittel muss auch gewürdigt werden.
Jetzt kommt es auf das Jobcenter an.
Das ist in deren Ermessen ob es genehmigt wird, ob es notwendig ist.
Mit denen selber verhandeln wie du vor hattest ist immer etwas schwierig.
Besser ist zu einer Sozialberatung, oder Rechtsberatung gehen in informieren.
Würde ich an deiner Stelle tun.
Bei uns im Ort gibt es für solche Belange Beratungseinrichtungen rundum die Schwerbehinderung mit Fragen zum Umbau, Wohnen etc,. Gibt es aber nicht überall. Auch die Caritas hilft bei uns Menschen wie dir und deinen Kindern.
Wir groß darf laut Jobcenter denn eine Wohnung für euch sein?

gruß wessi

Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen. ( Gerechtigkeit ) ;)
Verfasst am: 06. 04. 18 [19:37]
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Gelöschter Benutzer
Da sind leider zu wenige Angaben zu den Behinderungen, ja, sogar Widersprüche. So wie ich das verstanden habe, ist nur die 3jährige Pflegetochter behindert (?) Und die 18-jährige geht eh´ bald ihre eigenen Wege…
Wenn das so ist, dann brauchst du für die 3-jährige Pflegetochter keine behindertengerechte Küche und Bad. Und auch keine 80m2 große Wohnung. Ich verstehe auch nicht, warum schreibst du, dass ihr statt Dusche eine Badewanne habt. Es gibt’s verschiedene Sitzmöglichkeiten für die Badewanne, sogar einen Badewannenlift, wenn sein muss und an jeden Wasserhahn kannst du auch einen Brauseschlauch mit Duschkopf anschrauben. Was und warum sollte da umgebaut werden? Später bei der Platzanforderungen erwähnst du aber die Badeliege. Also doch. Und diese gehört wohl in die Badewanne, dafür bedarf wirklich keinen cm mehr Raum.
Wenn du auch behindert bist und in der Wohnung einen Rollstuhl brauchst, dann solltest du das angeben. Wenn der Leser das nicht weiß, kann sich sonst was zusammenreimen, warum du ein behindertes Kleinkind in Pflege genommen hast…
Sorry, aber bei 80m2 Wohnung fehlt mir auch das Verständnis für deine Situation. lg
Verfasst am: 06. 04. 18 [21:08]
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Luzi
Themenersteller
Beiträge: 6
@yvonne2

Ich habe diesen Text geschrieben , um gute Ratschläge zu bekommen und nicht um gesagt zu bekommen , dass mehr Wohnraum unnötig ist. Ich bemerke jeden Tag , dass die Wohnung zu klein ist. Da liegt es in meinem Ermessen, ob ich umziehen muss oder nicht.

Es wäre außerdem vorteilhaft, wenn man richtig liest bevor man irgendwelche Aussagen trifft.
Und da meine 18 jährige Tochter demnächst studieren wird, wird sie nicht in nächster Zeit ausziehen.
Mein drei jähriger Pflegesohn sollte die Möglichkeit haben in die Küche zu kommen , und nicht in einer Wohnung leben in der er nur in einem Raum sein kann. Dazu kommt dass er unter ständiger Beaufsichtigung sein muss und es nicht schön für ihn ist , wenn ich koche und er aus dem Flur zugucken muss, weil er nicht in die Küche passt.

Und ich weiss auch nicht wie Sie darauf kommen , dass ich im Rollstuhl sitze.
Und Ihrer Formulierung nach ist es unvorstellbar ein behindertes Pflegekind aufnehmen zu wollen. Habe ich das richtig verstanden?

Möglicherweise fehlt Ihnen das Verständnis für meine Situation, da Ihnen allgemein Wissen zu diesem Thema fehlt. Denn zB die Badeliege kann unter einer Dusche besser genutzt werden. Und da fehlt mir dann das Verständnis dafür, dass sich so jemand Zeit nimmt eine Antwort zu verfassen.
Ich habe eigentlich nützliche Tipps erwartet und keine abwertende Kritik.
Verfasst am: 07. 04. 18 [00:28]
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Luzi
Themenersteller
Beiträge: 6
@wessi

Danke für die Tipps. Ich werde mal recherchierten , ob bei uns Hilfe von fer Caritas möglich ist.

Uns steht eine Wohnung mit 77 qm zu + 15qm Behindertenmehrbedarf.
LG Luzi
Verfasst am: 07. 04. 18 [00:33]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Gelöschter Benutzer
Ja, dort wo der Klartext fehlt, kann auch kein Verständnis entwickelt werden. Ich musste annehmen, dass Sie das Kind nicht heben können um in die Badewanne zu geben, wenn eine Badewanne für Sie ein Hindernis bedeutet. Sie machen sich leicht; dann fragt man sich schon, was da nicht stimmt, wenn ein gesunder Mensch an die Gesellschaft solcher Forderungen stellt und bei genügend vorhandener Wohnungsgröße noch mehr Wohnflächenbedarf verlangt. Natürlich liegt es vollkommen in Ihrem Ermessen, wenn Sie umziehen wollen oder nicht, wenn Sie sich die Miete selbst finanziell leisten können. Wenn dem nicht so sei, und Sie mit Ihren Angaben immer wieder „gegen die Wand laufen“, dann wenden Sie sich doch an das Jugendamt. Das Jugendamt wird sich vor Ort ein Bild über die Zumutbarkeit machen.
Angriff ist die beste Verteidigung, was. Hier handelt sich aber um ihr Problem und nicht um mich. Ich helfe Ihnen nur, Ihr wahres Problem zu erkennen.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit einem oder anderen nützlichen Tipp helfen konnte icon_smile.gif Wenn doch nicht, dann sollten Sie mir die Massen der Küchentüre angeben und ich finde Ihnen dazu passendes Gefrei ab 15 euro im ebay, damit Sie von Ihrem Pflegekind beaufsichtigt werden können.
Alles Gute!
Verfasst am: 07. 04. 18 [08:22]
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Gelöschter Benutzer
Hallo Luzi,

erstmal meine Hochachtung dafür das du ein schwerstbehindertes Kind pflegst! Finde aber du tust yvonne2 unrecht wenn du so antwortest, denn ich habe dir auch nicht geschrieben, weil ich aus deinem ersten Post nicht schlau geworden bin. Er mag für dich verständlich sein, da es dein Anliegen ist und du in der Sache drin bist, aber du möchtest ja das dir Leute Antworten, die weder deine Situation noch die ganzen Umstände kennen.
Vielleicht gehst du die Sache ja auch von der falschen Seite an! Du pochst auf die 77 qm + 15 qm, das steht ja auch so im Gesetz, aber leider werden Wohnungen nicht auf 92 qm Norm gebaut und Behinderten gerechte Wohnungen erst recht nicht.
Vielleicht solltest du einmal einen Pflegedienst kommen lassen, der soll deine Wohnung dann begutachten und/oder dir sagen ob es so geht wie jetzt, vielleicht mit Hilfsmitteln/Alternativen die du noch gar nicht kennst oder dir sagen ob du wirklich anderen Wohnraum brauchst!
Sollte es darauf hinaus laufen das du anderen Wohnraum brauchst, muß der noch nichtmal größer, sondern nur besser aufgeteilt sein und dabei kann wirklich das Jugendamt helfen. Es ist ja auch in deren Interesse das, das Kind in guter Obhut und Pflege ist!
Auf jeden Fall würde ich mir aber einen neuen Anwalt suchen - sein Argument ist immerhin über ein Jahr alt - man könnte z.B. anführen das dein Kind jetzt älter ist und die Ansprüche/Anforderungen gewachsen sind. Und jetzt kommt wieder der Pflegedienst und Jugendamt ins Spiel, die können das dann bestätigen und deine Ansprüche nach anderem Wohnraum gegebenfalls untermauern!
Es gibt bestimmt Möglichkeiten für Dich (Euch), aber das ganze nur an Quadratmetern festzumachen oder damit zu argumentieren halte ich für falsch!

Alles Gute Leser


meistens gibt es doch einen Weg .............
Verfasst am: 07. 04. 18 [10:46]
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Helmut60
Beiträge: 340
Hallo Luzi,

wie ist das eigentlich mit dem Pflegekind ? Was sagt denn das Jugendamt..bzw.der Pflegekinder / Elterndienst zu der Wohnsituation ? In Sachen behindertemngrerchtes Bad. Unser Bad, in einer 64 qm Wohnung ist von sich aus in keiner weise Behindertengerecht. Daher wurde, als wir es brauchten, ein passender Lifter eingebaut, und schwups..... ist es so wie wir es brauchen. Ich weis auch nicht so recht, warum eine Küche für ein schwerbehindertes 3 J.altes Kind behindertengerecht sein muß. Für alles was sein Kind in der Küche tun kann, bzw. man mit ihm tun muß, gibt es Hilfsmittel von der Krankenkasse.

Ich würde in so einer Situation nur umziehen wenn sicher gestellt ist, das ich den Teil der Miete,den das Amt nicht übernimmt, vom Jugendamt/ Pflegekinderdienst bekomme. Wenn ihr nachweislich aus der Wohnung raus müßt solltest ihr sowieso den Pflegekinderdiensst und das Ordnungsamt in die Wohnungssuche einbeziehen, bzw. nachweislich über eure Situation informieren. Die helfen euch sicher weiter.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 33 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau. Sie hat eine schw. Psychose.
Verfasst am: 07. 04. 18 [20:05]
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wessi
Beiträge: 348
Hallo,

ich denke schon auch wie Luzi das die Anforderungen wenn das Pflegekind größer wird, es hergeben das ein größerer Wohnraum angemessen ist. Wenn das Kind nicht in die Küche kommt, nur im Flur ist oder sich nur in einem Zimmer aufhalten kann ist es kritisch und hat nichts mit einer Teilhabe am Leben, Familienleben zu tun. Deswegen ist die Küche schon wichtig.
Beim Bad kann ich es nicht so einschätzen, vielleicht ist Wanne gar nicht so gut, eine behindertengerechte Dusche wäre evtl. besser. Manchmal kann ein Umbau auch über öffentliche Gelder finanziert werden. Und auch über Spenden.
Aber diese Wohnung umbauen, anders gestalten ist zwecklos. Die Aufteilung ist anscheinend ungünstig.
Deshalb willst du vermutlich umziehen. Und der Mehrbedarf, verstehe ich schon. Wegen den ganzen Hilfsmitteln, die müssen irgendwo gelagert werden, können ja nicht nur im Weg rum stehen......

Viel Glück in jedem Fall,
das du Hilfe kriegen kannst.

gruß wessi

Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen. ( Gerechtigkeit ) ;)
Verfasst am: 08. 04. 18 [14:08]
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Helmut60
Beiträge: 340
Stimmt, die Hilfsmittel müssen irgendwo gelagert werden. Das hat nur überhaupt nix mit behindertemgerechten Bad oder Küche zu tun. Dann begründet man den Bedarf einer anderen Wohnung mit dem allegmeinen größe, der Größe und der Anzahl der benötigten Hilfsmittel, und kann Problemlos eine Bestätigung des Problems durch einen Pflegedienst, bzw.eine Pflegefachkraft ( die die im Auftrag der Pflegevers. sowieso kommt. ) vorlegen. Dann ist das Jobcenter sicher cooperastiver als wenn man für ein 3 Jahre altes KInd eine behindertengerechte Küche braucht.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 33 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau. Sie hat eine schw. Psychose.
Verfasst am: 08. 04. 18 [21:00]
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