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Mehrfach chronisch erkrankt, aber gut genesen, angefangene Ausbildung, BAföG, keine Aufstockung,

Topic Status: beantwortet

 » Recht & Soziales
Gelöschter Benutzer
Schönen guten Tag.
IIch heiße Mike, bin 36 Jahre alt und seit 2012 Erwerbsunfähig geschrieben worden, zu diesem Zeitpunkt gab es eine einzige gesichtete Begutachtung durch einen Arzt und vor 3 Jahren durch eine Reha, gegen letzteres wollte ich vorgehen, was aber scheiterte.
Seit dem 2.9.19 habe ich eine Ausbildung zum Ergotherapeuten begonnen, in Niedersachsen, wo das Schulgeld für diesen Bereich seit August diesen Jahren enfallen ist. Diesen Beruf wollte ich immer schon machen. Ich war in den letzten 8 Jahren unzählige male in Kliniken, wegen chronischen Depressionen und einer komplexen PTBS und einer Dissoziative Konversationsstörung. Ich habe lange an mir gearbeitet, stellen weise aufgegeben und nicht mehr gekonnt, aber immer wieder hoch gekämpft. Die Ausbildung wurde auch durch meine Fachärztin beführwortet und durch meine Therapeutin genau so. BAföG Antrag wurde statt gegeben, die Aufstockung sollte aber nicht gezahlt werden, vom Sozialamt oder vom Jobcenter. Darauf hin bin ich zum Anwalt, dann ging dieses miteinemal doch. Nur bevor die erste Zahlung kam, kam schon ein Gutachten der Rentenversicherung, dass das Sozialamt in Auftrag gab. Ich gelte somit immer noch als Erwerbsunfähig, obwohl meine Ärztin vorher Stellung dazu nahm und ich BAföG bekomme und in einer Ausbildung bin. Nun bin ich sehr verzweifelt, die Ausblidung macht mir sehr viel Spaß und empfinde ich auch nicht als zu stressig oder unmachbar. Aber so bin ich in einer starkten Fianaziellen Notlage. Die Krankenkasse konnte ich diesen Monat nicht bezahlen und die Miete nur mit einem Zuschuss meiner Verwandschaft. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll, diese Ausbildung ist meine letzte Möglichkeit aus dem Sog hinaus zu kommen, richtig Gesund zu werden und wieder ein normales Leben zuführen. Aufgeben käme für mich nicht in Frage, aber einen 450 € Job dazu zu nehmen, davon halten meine Ärztin und Therapeutin nichts, da die Belastung zu groß wäre. Die Ausbildung ist schon etwas das von 0 auf 100 los geht. 38 Stunden die Woche, lernen müsste ich auch noch. Diese Lage gerade, mit dem Gutachten und der fehlenden Aufstockung, setzen mir so zu, das ich eher Angst habe krank zu werden, weil mir gerade alles so schwer gemacht wir. Nicht wegen dem Leistungsanspruch der Ausbildung. Ich weiß einfach nicht mehr wie ich mich ohne Aufstockung fianzieren soll, 3 Jahre lang oder zumindest bis zur Klage, die mein Anwalt und ich bei dem Sozialgericht einreichen werden.
Diese Ausbildung war mein oder ist mein größter Traum, mein Weg zur Hoffnung und in ein normales Leben, fernab von Klinik und Krankheit, Zukunft für Familie usw. Ich will nicht abbrechen müssen und dann mit 36 Jahren bis zum Ende meiens Lebens mit Sozialhilfe leben, die dann ja ohne weiteres voll gezahlt werden würde. Das wäre etwas, das würde ich nicht mehr mitmachen und ich bezweifek, das wenn diese Ausbildung wegfallen würde, das mich jemal irgendwer unterstützen würde, später. Die Gutachten würden einfavh immer so weiterlaufen, wie die letzten Jahre auch, unabhängig vom Wunsch des Menschen selbst. Ich weiß nicht an wenn oder woran ich mich noch wenden könnte. Ich habe das Gefühl man arbeitet eher gegen mich als für mich, das sieht aber auch meine Therapeutin, Ärztin und der Sozialpsychatrische Dienst nicht anders.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 11.09.2019 um 20:24.]
Verfasst am: 11. 09. 19 [20:23]
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idur65
Beiträge: 1442
Hallo Mike,
hast du den Widerspruch gegen die Ablehnung der Aufstockung eingelegt.
Ansonsten wüßte ich nicht wie dir geholfen werden kann.
Es besteht aber doch ein Widerspruch, BAFÖG bekommst du obwohl du angeblich arbeitsunfähig bist die Aufstockung aber nicht. Da spinnen doch die Ämter mal wieder. Die Stellungnahme deiner Fachärztin reicht in der Regel nicht aus um die Erwerbsfähigkeit zu belegen, dazu muß ein Gutachten angefertigt werden.
Bekommst du den aktuellen BAFÖGsatz von 861,-€?
Daß dir nach 8 Tagen der Ausbildung diese Spaß macht glaube ich dir gerne, die Einführungsphase ist immer erst einmal recht locker, die wichtige Arbeit kommt aber noch.

Gruß idur

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Verfasst am: 12. 09. 19 [00:19]
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Gelöschter Benutzer
Hallo idur65.
Ich selber habe keinen Widerspruch eingelegt, habe am 24.9 einen Termin beim Anwalt, wobei ich schon am überlegen bin, den Widerspruch erstmal selber einzulegen, damit ich am besten schon an diesem Tag, den Widerspruch für den Widerspruch in den Händen halte. Da ja erst dann geklagt werden könnte. Und bis zum 24.9 ist es leider noch länger hin.
Ja der Widerspruch mit BAföG, denen das Gutachten meiner Ärztin gereicht hatte und dem Ablehnungsbescheid für die Aufstockung widerspricht sich in jedem Fall. Das Sozialamt hätte jetzt aber auch nur in Vorleistung bezahlt, bis ich durch einen positive Begutachtung zum Job Center gewechselt wäre. Dort habe ich seperat aber auch gleich einen Antrag gestellt, das dauert nun aber schon fast 5 Wochen, habe auch schon angerufen, bis zu 6 Wochen soll das wohl dauern. Beim Sozialamt sagte man mir aber, dass das JobCenter auch an dieses Gutachten gebunden wäre und somit auch eine Ablehnung eingehen sollte.
Und ja, den aktuellen BAföG Satz bekomme ich, auch weiterhin, die interessiert das Gutachten nämlich, interessanter weise, nicht, obwohl die auch zum Landkreis gehören.
Das die Schulischeausbildung am Anfang etwas leichter ist, steht natürlich außer Frage, wobei es so schon von Anfang an stark los geht, also Schonfristen gibt es bei uns an der Blindow Schule nicht icon_wink.gif das es natürlich noch schwerer werden wird, ist mir vollends bewusst. Gerade daher wäre ich auf die Aufstockung angewiesen, weil noch auf 450 € Basis, was kleineres findet ich hier leider nicht, zu arbeiten, das wäre einfach zu viel. Ich glaube auch irgendwan jedem nicht Kranken. Und ich finde 38 Std. die Woche schon sehr viel, wenn man seit 2012 raus war, aus jeglicher Arbeit. Aber der Beruf Ergotherapeut ist halt mein Traumberuf und das spornt an, wenn ich nicht gerade nach Hause kommen würde und mir dann einen Kopf um das finanzielle machen müsste. Die Mieten bei uns sind leider recht hoch und der Satz vom BAföG, bezüglich Kranken und Pflegekasse, deutlich unter dem was ich zu zahlen habe.
Verfasst am: 12. 09. 19 [07:16]
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eva2019
Beiträge: 315
Mike83, du sprichst über die Meinungen der Ärzte, Therapeutin, Sozialpsychatrische Dienst, Pflegekasse …. Da stellt sich bei mir die Frage, ob du noch in Behandlung bist und ob du noch welche Medikamente einnimmst. Wenn du antwortest, dann antworte ich dir auch icon_smile.gif
lg
Verfasst am: 13. 09. 19 [14:45]
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idur65
Beiträge: 1442
Hallo Mike,
danke für die Rückmeldung. Du weißt das du eine Frist für den Widerspruch hast? Steht im Bescheid.
Wo von hast du denn gelebt als du krank geschrieben wurdest, da mußtest du doch sicher auch Miete zahlen?
Überhöhte Mieten übernehme die Sozialbehörden in der Regel nicht.
So gesehen dürfte der Betrag gering sein der bei einer Aufstockung in Frage kommt.
Als Basis gilt der Hartz IV Satz von 424,-€ plus Miete.
Ich kenne den aktuellen Mietspiegel deines Ortes nicht und denke aber daß eine 1,5 Zi. Whg nicht mehr als 430,-€ kosten darf.
So gesehen reicht das BAFÖG.

Gruß idur

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Verfasst am: 13. 09. 19 [15:58]
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Gelöschter Benutzer
eva2019 ja ich bin noch in ambulanter Behandlung und nehme noch Medikamente, weiß zwar gerade nicht was die Frage mit meiner Frage zu tun hat, aber gut icon_wink.gif
Zudem habe ich ja geschrieben gehabt, das meine Fachärztin und Therapeutin mich für Erwerbs und Ausbildungsfähig halten, wenn ich mich nicht irre ?
Verfasst am: 13. 09. 19 [17:32]
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Gelöschter Benutzer
idur65, ja steht drin, einen Monat, das schreiben liegt nun bei meinem Anwalt, der aber erst am 24.9 wieder da ist. Ich habe vorher Sozialhilfe bekommen. Das heißt 424 € zum leben. Davon gingen 30 für Strom ab, also 396 € blieben übrig.

Jetzt habe ich mit abzug der Miete und Strom und der Krankenkasse, noch 245 € zum leben, wovon natürlich auch noch 30€ für das Internet weggehen und 10 € für die Handyprepaidkarte und 6,95 für die Haftpflichtversicherung.
Vorher hatte ich also wenn man mal nur Miete und Strom nimmt, 396 € zum leben.
Jetzt nur noch 245 €.
Und nein, meine Wohnung ist mit 39 m2 für 305 € warm völlig im Spiegel drin, günstiger bekommt man hier bei uns keine Wohnung, selbst die kleineren sind teurer und wäre diese Wohnung zu teuer gewesen, dann hätte ich nicht die ganze Miete bezahlt bekommen.

Der Grund war auch kein zu hoher Mietpreis oder ähnliches, ich wäre so aufgestockt worden, das ich genau so viel wie vorher gehabt hätte, also 396 € abzüglich Strom und nich 245 € abzüglich Strom.
Iich hätte eine Aufstockung von etwa 151 € bekommen, das wäre auch der Anspruch den ich hätte, auch laut Anwalt, wenn die Rentenversicherung nicht wärend der Ausbildung meinte, das die das mal eben so anders sehen, sie haben sich auf das letzte Gutachten, von vor 4 Jahren gestützt. Ich wurde weder persönlich gesichtet noch wurde meine Fachärztin zur Stellungsnahme angeschrieben oder meine Therapeutin. Beide, die ich schon länger habe, widersprechen dem Gutachten der Rentenversicherung wehement und schütteln nur noch mit dem Kopf.

Ich würde den Widerspruch nur lieber den Anwalt machen lassen, weil, vielleicht ist das Schreiben von denen ja nicht ganz Rechtskonform.

[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 13.09.2019 um 17:49.]
Verfasst am: 13. 09. 19 [17:38]
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Gelöschter Benutzer
Meine Idee wäre nun folgende, meine Ärztin schreibt einen langen und ausführlichen Bericht dazu und das gleiche meine Therapeutin, ich gehe nicht davon aus, das die das nicht tun werden, den die stehen soweit beide hinter mir, zudem sehe ich mich auch nicht als Erwerbsunfähigen an oder fühle mich so. Den Widerspruch würde ich dann mit der Begründung des Gutachtens stellen und um eine zweite Meinung bitten, das soll laut der Rentenversicherung, bei der ich angefrufen hatte und das sagte mir auch die Krankenkasse, gehen. Nur dann haben die in der Rentenversicherung was aktuellles und vorallem ausführliches. Wenn das alles nichts bringt, dann muss ich halt klagen, was wohl lange dauern wird. Als gesundheitlich nicht förderlich, sieht meine Fachärztin und meine Therapeutin das Gutachten der Rentenversicherung an. Denn den Stress den ich dadurch gerade habe, also ich denke das würde jedem anderen in der Situation ähnlich gehen, der ist es, der auf Dauer nicht gut sein wird. Mit der 38 Stunden Woche habe ich keine Probleme, aber jetzt noch 15 Studnen irgendwo zu arbeiten, also das ist dann doch zu viel des guten, ich starte ja so schon von 0 auf 100.
Und abbrechen kommt für mich nicht in frage, zum einen ist das ein schon lang da gewesener Traum, also eine Ausbildung zum Ergotherapeuten und zum anderen wenn ich jetzt aufgebe, dann schreibt mich die Rentenvericherung bis zum Ende meiner Tage immer wieder krank und keinen interessiert das. Ich würde dann wieder die gleichen Leistungen wie vorher bekommen. Hätte also 396 € zum Lebene, Miete und Strom sind dann schon bezahlt und auch die Kranken und Pflegeversicherung. Ich meine, das würden die ohne weiteres machen, mit den vollen Satz fürs nichts tun zahlen, egal ob ich nun arbeiten kann oder nicht. Das ist ein so unsinniges System, wenn Menschen über einen entscheiden dürfen, die einen nicht mal selber gesehen haben und sich dann auf alte Fakten stürzen und das noch zählt und nicht der aktuelle Ist Zustand und die Lage in der man ist, sprich man ist direkt in einer Ausbildung. Und kein Arzt den man schon Jahre lang kennt, darf da dann wirklich mit entscheiden, der einen aber immerhin alle 4 Wochen sieht. Und selbst in meinem damaligen, letzten Krankenhausbericht stand drin, das nur eine Ausbildung, ob jetzt so oder durch ein BFW Gesundheitsfördernd wäre.
Also selbst das letzte Krankenhaus, ist ja schon etwas länger her, hatte dieses befürwortet.
Verfasst am: 13. 09. 19 [18:05]
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Gelöschter Benutzer
Ich will einfach nur diese Ausbildung machen, raus aus diesen Sozialgeldkreis und mal leben und mich von Gutachtern oder ähnlichem entfernen.
Zu Hause rum zu ömmeln und nichts zu tun, Sozialhilfe zu bekommen, aber keine weitere Unterstützung wie beim JobCenter, das macht jeden irgendwann nur noch krank, egal ob er es schon war oder nicht.
Und genau das würde mich in ein richtiges Loch reißen, das wäre für mich Gesundheitsgefährdend.
Verfasst am: 13. 09. 19 [18:09]
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Gelöschter Benutzer
idur65 hat geschrieben:

Hallo Mike,
danke für die Rückmeldung. Du weißt das du eine Frist für den Widerspruch hast? Steht im Bescheid.
Wo von hast du denn gelebt als du krank geschrieben wurdest, da mußtest du doch sicher auch Miete zahlen?
Überhöhte Mieten übernehme die Sozialbehörden in der Regel nicht.
So gesehen dürfte der Betrag gering sein der bei einer Aufstockung in Frage kommt.
Als Basis gilt der Hartz IV Satz von 424,-€ plus Miete.
Ich kenne den aktuellen Mietspiegel deines Ortes nicht und denke aber daß eine 1,5 Zi. Whg nicht mehr als 430,-€ kosten darf.
So gesehen reicht das BAFÖG.



Du vergisst dabei aber, daß ich die Krankenkasse davon auch selber bezahlen muss. Da reicht dann gar nichts.
Und der Zuschuss im Bafög für die kranken und Pflege Kasse ist nicht die volle Summe. Laut Bafög wären das 64 für die kk und 15 für die pflk.
Ich bezahle aber im Studenten / Schülertarif 82 € kk und 24 plgk. Das hat das Amt vorher auch bezahlt und im Satz für Miete sind beim Bafög nur 50 € drinn. Also fehlen mir 151 zum leben. Jeder alg 2 Bezieher oder Sozialamt Bezieher hat somit mehr Geld in der Tasche als man mit Bafög alleine hat.
Mit allen festen Abzügen, bleiben mir noch 198 € für essen, trinken, klamotten Waschmitteln Busfahrten kosten für zb die Tinzenpatrone des druckers, wir arbeiten hier seit September 2019 ausdrücklich über ein Diplomaportal. Also ohne Bücher. Ziehe ich also ne Patrone in schwarz noch ab, alle vier Wochen inklusive einer neuen Mappe und block. Tja. Dann kann ich betteln gehen.
Verfasst am: 13. 09. 19 [18:39]
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