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Leistungsdruck auf Schwerbehinderte Mitarbeiter durch den Arbeitgeber auf dem 1 Arbeitsmarkt

Topic Status: beantwortet

 » Ausbildung & Beruf
Landesflagge: DE
Mcd69
Themenersteller
Beiträge: 8
Solange kein Umdenken/ Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft, bei Arbeitgebern, in der Politik erfolgt und wir eine Leistungsgesellschaft sind und weiterhin sein wollen wo nur der Schnellere und der Bessere zählt wird die Inklusion von Schwerbehinderten auf dem 1 Arbeitsmarkt scheitern.



Mit Leistungsdruck erreicht man nichts man verunsichert den Schwerbehinderten und Überfordert ihn, was dazu führt das er oft Krankgeschrieben ist, weil er vom Arbeitgeber Arbeitsaufgaben zugeteilt bekommt die er nicht leisten kann, weil diese nicht auf seine Eigenschaften sowie die Art der Behinderung angepasst wurden.


Es kommt dann noch mit hinzu das Betriebsräte/Schwerbeschädigtenbeauftragte in einigen Fällen auf der Seite des Arbeitgebers sind, den Schwerbehinderten in Kritischen Situationen nicht helfen, was dazu führen kann das der Schwerbehinderte durchdreht.


Wenn dann das Integrationsamt nicht regelmäßige Kontrollbesuche in den Betrieben durchführt um zu sehen unter welchen Arbeitsbedingungen der Schwerbehinderte eingesetzt wird und nicht rechtzeitig Deeskalierend auf dem Arbeitgeber einwirkt, wenn der Schwerbehinderte dem Integrationsamt mitteilt das er vom Arbeitgeber ungerecht Behandelt wird und dann nicht die Notwendigen Maßnahmen Einleitet um dem Schwerbehinderten zu Helfen ist es nicht verwunderlich wenn dann was Schiefgeht.



Wenn ein Schwerbehinderter auf dem 1 Arbeitsmarkt tätig ist oder er Eingestellt wird hat der Arbeitgeber ihn so zu nehmen wie er in seinen Persönlichen Eigenschaften ist mit allen seinen Stärken und Schwächen, die Arbeitsaufgaben an seine Eigenschaften anzupassen das er weder über noch unterfordert wird und der Arbeitgeber mit dem Integrationsamt Kooperativ zusammenarbeitet.



Manche Arbeitgeber akzeptieren nicht wenn der Schwerbehinderte auf Antrag von Mehrarbeit teilweise oder ganz Freigestellt werden möchte und gegenüber dem Schwerbehinderten es Taktlos ist ihn nicht über dieses zustehende Recht zu Informieren sei es vom Arbeitgeber als auch vom Integrationsamt.


Ein Schwerbehinderter hat auf dem 1 Arbeitsmarkt Pflichten und Rechte seine Arbeitsaufgaben im Schwerbehindert gerecht Angepassten Arbeitsplatz zu erfüllen und das Recht vom Arbeitgeber fair Behandelt zu werden.



Wenn Arbeitgeber die Soziale Inklusion auf der Wikipedia Seite verinnerlichen würden im Umgang mit ihren Mitarbeitern jeden mit Respekt zu begegnen würde unserer Gesellschaft guttun.



Verfasst am: 25. 08. 19 [13:14]
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idur65
Beiträge: 1751
@Mcd69,
was möchtest du uns neues sagen?
Der Leistungsdruck und andere Defizite bestehen auch bei nicht behinderten Arbeitnehmern!
Der 1. Arbeitsmarkt ist Leistungsintensiv, für alle Arbeitnehmerschichten.

Zitat
Wenn Arbeitgeber die Soziale Inklusion auf der Wikipedia Seite verinnerlichen würden im Umgang mit ihren Mitarbeitern jeden mit Respekt zu begegnen würde unserer Gesellschaft guttun.
Zitat ende

Das sollte für alle Arbeitnehmer gelten!

Gruß idur

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück!
Verfasst am: 25. 08. 19 [15:03]
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Mcd69
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Beiträge: 8
Für keinen ist Leistungsdruck gut weder für nicht Behinderte als auch für Schwerbehinderte gleichberechtigt.
Wenn Schwerbehinderte den Leistungsdruck auf dem 1 Arbeitsmarkt nicht mehr aushalten können, keine Hilfe und Unterstützung bekommen dann als letzten Ausweg nur noch der Weg bleibt den Aufhebungsvertrag zu Unterschreiben und die Abfindung zu nehmen und in manchen Fällen nicht einmal das.

Schwerbehinderte sind nicht erst seit heute da sondern gab es immer und sollte das einen nicht Behinderten der sich mal die Mühe macht ein Bisschen genauer Hinzuschauen an Orten von Behinderten Werkstätten es ihn nicht zu denken gibt das dort die Mehrzahl der Schwerbehinderten dort tätig ist und nicht auf dem 1 Arbeitsmarkt unter Behinderten Gerechten Bedingungen Arbeitet.

Sicherlich muss es Behinderten Werkstätten immer geben und es wäre Fatal diese ganz Abschaffen zu wollen, weil es bestimmte Behinderte gibt die Aufgrund ihres hohen Behinderungsgrades nicht geeignet sind für den 1 Arbeitsmarkt.
Diese hohe Anzahl von Schwerbehinderten in Behinderten Werkstätten muss doch nachdenklich stimmen das hier etwas in der Arbeitswelt was nicht in Ordnung sein kann.

Es gibt auch Arbeitgeber die Vernünftig mit nicht Behinderten als auch mit Schwerbehinderten gleichermaßen gut umgehen können aber Leider sind das die Ausnahmefälle.

Wenn ein Schwerbehinderter die Wahl hat ob er auf dem 1 Arbeitsmarkt unter angepassten Bedingungen einen Arbeitsplatz vermittelt bekommt oder als Alternative die Behinderten Werkstatt würde man damit dem Schwerbehinderten entgegenkommen wäre ein Fortschritt.

Ist das ein anstrebenswerter Zustand in unserer Arbeitswelt das nur in Behinderten Werkstätten die Schwerbehinderten ohne Leistungsdruck arbeiten können sowie nur dort Anerkennung finden.


Manche Arbeitgeber oder nicht Behinderte Mitarbeiter Mobben die Schwerbehinderten ganz Gezielt fordern unrealistische Arbeitsaufgaben die sie Überlasten und schrecken auch nicht vor Körperlicher Gewalt zurück die dann vom Vorgesetzten ignoriert wird.

Schwerbehinderte werden mit der Bemerkung abgekanzelt von wegen sich hier beschweren ich bin als Schwerbehinderter überfordert und kann nicht mehr, weil die Arbeit zu schwer ist und das sind die Ursachen, wenn mit Schwerbehinderten unsachlich umgegangen wird und nicht die Grenzen der Schwerbehinderten beachtet werden sowie nicht die Eigenschaften berücksichtigen.

Nicht Behinderte und Schwerbehinderte dürfen vom Arbeitgeber weder über noch unterfordert werden.










Verfasst am: 25. 08. 19 [17:47]
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Mcd69
Themenersteller
Beiträge: 8
Wenn der Chef/Leiter/Vorarbeiter oder was sonst noch so für Leute das Weisungsrecht haben den Behinderten Überfordern mit Tätigkeiten die er nach seinen Eigenschaften nicht ausführen kann dann Durchdreht weil ihm die schweren Arbeitsaufgaben überlasten und einen Wutanfall bekommt was dazu führt das der Behinderte mit Gegenständen wirft die dann im Schlimmsten Fall Personen Verletzen oder Töten kann zudem noch wenn der Behinderte Getriezt/Beleidigt/Tätlich Angegriffen wird sowie der Betriebsrat/Schwerbeschädigten Beauftragte dieser sich Anbahnenden Situation nicht Einhalt gebieten oder diese darüber nicht Informiert werden.


So etwas kommt dabei heraus, wenn man es mit dem Leistungsprinzip in einem ungesunden Ausmaß übertreibt dann in einen Leistung Wahn ausartet unbedingt um Jeden Preis immer mehr Verlangen zu wollen ohne zu sehen das es für jeden Mitarbeiter ob nun nicht Behindert oder Behindert Leistungsgrenzen gibt die ein Arbeitgeber nicht überschreiten sollte.


Sicherlich muss ein Chef die Mitarbeiter motivieren damit die Firma oder der Betrieb Gewinne hereinbringt und es soll auch Gearbeitet werden dann ohne Hektik/Stress/Leistungsdruck/Drill/Schinderei bis zum Abwinken.



Verfasst am: 29. 08. 19 [20:28]
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einbein
Beiträge: 727
Der 1. Arbeitsmarkt ist ein Geschäft, dass die Arbeitskraft der Mitarbeiter in einem freien Markt verkauft. Die Arbeitskraft ist hier als Ware zu betrachten. Für 2.-klassige Ware kann man keinen 1.-klassigen Preis erzielen. Am Ende muss der Unternehmer seine Mitarbeiter und Rechnungen bezahlen und will auch noch Gewinn erwirtschaften. Das ist nämlich der Sinn und Zweck eines jeden Unternehmens.
Sicher gibt es immer mehr und weniger leistungsfähige Mitarbeiter. Aber auch die Geringere Arbeitsleistung muss immer noch rentabel bleiben. Insofern kann man sich auch nur bedingt hinter seiner Behinderung verstecken.
Erstes Ziel Ist es doch, auf dem 1. Arbeitsmarkt eine Tätigkeit zu finden, die man trotz der Behinderung möglichst uneingeschränkt ausüben kann. Auch hier muss man sich im Klaren sein, dass man ggf. flexibel auf Marktbedürfnisse reagieren muss. Versteckt man sich dabei hinter der Behinderung, müssen andere die Mehrarbeit machen. Daher muss man sich immer fragen: will ich es nicht machen oder kann ich es nicht machen.
Irgendwann ziehen an jedem Himmel schwarze Wolken auf. Jeder Chef wird sich überlegen: welches meiner Schäfchen führe ich auf die Schlachtbank, welches füttere ich durch und brauche ich, wenn die Wolken wieder verzogen sind. Hier entscheidet Sympathie an 1. Stelle und Leistung an 2. Mit blöden Antworten und Bockigkeit, ist die Sympathie schneller im Keller, als man mit Arbeitsleistung Punkten könnte.
Operative Hektik ersetzt keine geistige Windstille.

Wenn du am 1. Arbeitsmarkt bestehen willst, musst du im Haifischbecken mit allen anderen mitschwimmen können.


Was du heute nicht erlebst, kannst du morgen nicht nachholen ohne etwas anderes zu verpassen.
Verfasst am: 30. 08. 19 [18:39]
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Mcd69
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Das Arbeitspensum auf dem 1 Arbeitsmarkt wird immer weiter nach oben verschoben und selbst nicht Behinderte Mitarbeiter brechen bei diesen hohen Leistungsanforderungen zusammen, weil alle immer schneller reagieren sollen in kürzeren Abständen hintereinander mehrere Arbeitsabläufe auf einen Mitarbeiter zukommen.


Wenn der Schwerbehinderter in diesen Arbeitsumfeld die gleiche Arbeitsnorm abverlangt wird wie bei nicht Behinderten Mitarbeitern ohne auf die Eigenschaften des Schwerbehinderten Rücksicht zu nehmen da ist es dann nicht Verwunderlich, wenn es zu Konflikten zwischen nicht Behinderten Mitarbeitern und Schwerbehinderten Mitarbeitern kommt.



Beschäftigte sollen ständige Verfügbarkeit anbieten, Aufgaben werden immer komplexer und umfangreicher, Tempo und Taktungen steigen. In diesem Umfeld gehen schon jetzt auch nichtbehinderte Menschen über ihre Grenzen. Einige von ihnen landen dann mit Burnout in den Werkstätten. Hier müssen wir uns dafür einsetzen, zu entschleunigen, Aufgaben auf ausreichend viele Schultern zu verteilen und bei der Gestaltung von Arbeitsabläufen und Arbeitsplätzen auf Lebensqualität zu achten. Ein solcher Arbeitsmarkt bietet auch genügend Raum für diejenigen, die langsamer verstehen bzw. handeln und kommt letztendlich uns allen zugute.







Verfasst am: 31. 08. 19 [08:13]
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idur65
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Der Arbeitsmarkt der dir vorschwebt gibt es nicht und wird es in einem demokratisch ,kapitalistischen System nie geben.
In einem kommunistischen System ist das eher möglich.
Wozu das aber führt haben wir ja gesehen am Beispiel ehemalige DDR

Gruß idur

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück!
Verfasst am: 31. 08. 19 [11:49]
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Mcd69
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Beiträge: 8
Eine Leistungsgesellschaft darf aber nicht Menschen durch das Leistungsprinzip Kaputtmachen sowie unakzeptable Normen verlangen auf Biegen und Brechen noch mehr aus den Arbeitnehmern herausholen zu wollen bis sie Psychisch und Körperlich zusammenbrechen.

Dann landen immer mehr Arbeitnehmer dadurch vom 1 Arbeitsmarkt in die Behindertenwerkstätten, weil diese Gesundheitlich Ruiniert worden sind.

Gewisse Spielregeln sollte auch eine Leistungsgesellschaft einhalten.

Auch ein Schwerbehinderter ist eine Wertvolle Arbeitskraft in der Leistungsgesellschaft, wenn ein Arbeitgeber ihn Richtig Einsetzt der Arbeitsplatz seinen Fähigkeiten entspricht sowie der Behinderung angepasste Arbeitsabläufe zu Grunde liegen.

Verfasst am: 31. 08. 19 [13:23]
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idur65
Beiträge: 1751
Schau mal in den Fernen Osten wie die Menschen dort ausgebeutet werden.
Da ist bei uns die Arbeit ein Zuckerschlecken.
Aber je besser es jemanden geht um so unzufriedener ist er!
Das ist so und bleibt so, du wirst daran nichts ändern.
Thema für mich erledigt.

Gruß idur

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück!
Verfasst am: 31. 08. 19 [13:55]
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Mcd69
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Beiträge: 8
Es ist normal in einer Gesellschaft anders zu sein, Schwächen zu haben, nicht perfekt zu sein, auch mal langsamer und schneller zu sein, eine Behinderung zu haben oder auch nicht, nicht so Leistungsfähig zu sein wie die Anderen ohne dafür unterstellt zu bekommen die Anderen Austricksen zu wollen, Hitzeempfindlich/Kälteempfindlich zu sein und Höhenangst zu haben.
Verfasst am: 01. 09. 19 [07:31]
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