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Kind mit Behinderung -Eltern-gesetzl. Betreuer

Topic Status: in Lösung

 » Recht & Soziales
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sunny1958
Themenersteller
Beiträge: 5
Hallo, ich habe einen behinderten Sohn, 18 Jahre alt. GdB 70, geistige Behinderung und Verhaltensstörung. Er war bis zu seiner Schulentlassung auf einer Behindetenschule, bei der er sich ganz gut entwickelt hat. Seit Sept. sollte er in einer Behindertenwerkstatt arbeiten. Schon gegen Ende der Schulzeit fiel uns auf, dass sich bei ihm so eine Art Null Bock Mentalität entwickelte. Dauernd kamen andere Ausreden, hab keine Lust in die Schule zu gehen und blieb ihr auch dann fern. So war es auch beim Werkstattbesuch. Dann kam auch noch die Trennung von mir zu meiner Frau dazu. Seit dem lässt er sich gar nichts mehr sagen. Sagt,ihr habt mir gar nichts mehr zu sagen. Verschwindet oft. Stiehlt Geld von seiner Mutter. Es kommt zu aggressives Verhalten und zu Gewalt an seiner Mutter. Ich wohne jetzt 800km von meinem alten Zuhause. Meine Frau hat bei Gewaltausbrüchen vom Sohn schon mehrmals die Polizei gefufen. Letztendlich wurde er in ein psychiatrische Krankenhaus eingeliefert. Dort war er auf mehreren Stationen, nirgends kam er zurecht und machte nichts mit.. Insgesammt ein halbes Jahr. Man sagt dort er bindet viel Personal, zeigt keine Kooperation und man will ihn dort abschieben. Er hat keine psychische Behinderung, sagt man. Man hat x-mal probiert eine entsprechende Einrichtung zu finden. Eimal war er zu Probewohnen, dort ist er aber immer ohne sich abzumelden verschwunden. Dann hat sich das auch erledigt.
Jetzt will man, dass er wieder von der Mutter aufgenommen wird, bis man ein Heim findet. Sie sagt aber, das geht auf keinen Fall. Sie fühlt sich bedroht von im und schafft das auch psychisch nicht. Ich bin auch gesundheitlich angeschlagen. Er bräuchte eigentlich eine rund um die Uhr Betreueung und 100 prozentige Aufmerksamkeit. Er hat Pflegestufe 2 und Grundsicherung.
Mein Sohn hat auch einen gesetzlichen Vertreter.

Frage nun meinerseits, kann man ihn einfach wieder nach Hause schicken und sind die Eltern verpflichtet ihn aufzunehmen ?
Wir können das beim besten Willen nicht mehr.

Vielen Dank für ein Feedback
Verfasst am: 11. 02. 20 [21:08]
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Helmut60
Beiträge: 656
Hallo sunny1958,

als er beim Probewohnen verschwunden ist... wo hat er sich dann aufgehalten... übernachtet ?

Ich war in den 90iger Hausmeister einer Obdachlosenunterkunft, wo immer mal wieder "solche Ausreißer" aufgetaucht sind und übernachten wollten. Da sie meist schnell Ärger mit den eigentlichen Nutzern der Einrichtung bekamen, waren sie meist schnell wieder weg, oder ich hab sie selbst in eine besser geeignete größere Einrichtung gebracht, wo sie aber nicht bleiben wollten. Sowas ist einerseits sicher keine gute Lösung, aber wenn Menschen sich so verhalten, dann wollen sie es einfach gesagt so haben. Wenn Angehörige sie allerdings in solchen Situatioen immer wieder aufgenommen haben, leitet Vater Staat, oder auch deren Betreuer gern daraus ab, das sie sie im Zweifelsfall wieder aufzunehmen haben.... was aber... insbesondere wenn die Polizei da schon helfen mußte, nicht zumutbar ist. Da ist der Betreuer gefrtagt... ihm eine Wohnung und passende Versorgung zu besorgen.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 12. 02. 20 [13:13]
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sunny1958
Themenersteller
Beiträge: 5
Beim Probewohnen ist er drei mal einfach so weggegangen. Kam dann spät abends wieder in die Einrichtung. Ihm kann man auch Konsequenzen androhen, das interressiert ihn alles nicht.
Auch in der psych. Klinik hat man ihn auf eine Station einquartiert, auch so eine Art Probewohnen mit Werkstatt usw. wo er Pflichten und Aufgaben bekam .. Hat ihn alles nicht interessiert.. Ist dort mehrmal abgehauen. Jetzt ist er momentan wieder in einer geschlossenen Statio. Da wo er am Anfang auch war.. Man gibt ihm Chancen auf Chancen.. er nimmt sie nicht wahr..Auch wenn er fortgeht hat er keine Orientierung ihm ist gar nicht bewusst in was für Gefahren er sich gibt, wenn er die ganze Nacht in irgendeinen Bahnhäfen sich aufhält. Neulich wurde ihm da auch das Handy gestohlen.Er kann aus dem Himmel entscheiden, ich fahre mit dem Zug dahin, obwohl das entfernungsmäßig gar nicht machbar ist..macht sich gar keine Gedanken wie er wieder heimkommt. Uns als Eltern belastet das auch psychisch und gesundheitlich ungemein.. wir haben auch die Kraft nicht mehr, das wieder von vorne zu beginnen. Wenn nman ihn mal anspricht, du kannst das nicht machen, versaust dir alles, blockt er alles sofort ab und wird dann ausfallend und gewalttätig. Meine Frau hat jetzt alles zu Hause wieder reparieren lassen. Schäden ging in die Tausende.Wenn er jetzt wieder nach Hause entlassen wird , wird das nicht gutgehen und er wird wieder agressiv, wenn man nicht ihn machen lässt was er will. Es wird sich noch mehr verschärfen und was ist wenn er noch mehr gewalttätig gegen meine frau wird.. sogar mal ein Messer zieht ?
Verfasst am: 12. 02. 20 [14:34]
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Helmut60
Beiträge: 656
Wenn einer der Eltern noch sein gesetzl.Betreuer ist : Beim Vormundschaftsgericht einen anderen Betreuer bestellen lassen, dem schriftlich mitteilen das nicht mehr zuhause wohnen kann...ggf. die Polizeibericht aus der Vergangenheit vorlegen. Ganz wichtig...: Beim Sozialdienst des Krankenhauses, dem örtlich zuständigen Gesundheitsamt / Sozial psy. Dienst, und dem Ordnungsamt am besten schriftlich Bescheid geben das das eine "hilflose gewalttätige Person" aus dem Kh in die Obdachlosigkeit entlassen werden muß, wenn sonst keiner hilft. Das ist alles sicher nicht leicht, aber letzten endes kann man nur so allen Beteiligten klar machen das neue Zeiten anbrechen, in denen es anders läuft als bisher.

Oft endet so eine Situation damit, das er in einer Einrichtung ein Zimmer bekommt, die Einrichtung ihn wenn er verschwindet, bei der Polizei als vermißt meldet... und die Polizei... oder sein Betreuer ihm wenn er aufgegriffen wird, wieder in die Einrichtung bringt..... wenn das VMG nicht gleich eine geschlossene unterbringung anordent.

icon_smile.gif Helmut

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 12.02.2020 um 15:02.]

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 12. 02. 20 [14:52]
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sunny1958
Themenersteller
Beiträge: 5
Jetzt hat man wieder ein Heim gefunden, bei dem eine Aufnahme möglich wäre. Der gesetzliche Betreuer hat da mal vorangefragt. Mich dann angerufen, ob ich meinen Sohn nicht dort mal vorstellen kann. Er könne das nicht, er bekommt für die Fahrt kein Geld und
wäre einen Tag unterwegs. Ich habe mich dann bereit erklärt 800 km zu fahren, ihn in der psychiatrischen Klinik abzuohlen in dem Heim dann ein einstündiges Aufnahmegespräch zu führen und ihn wieder in die Klinik zurück zu fahren. In der Nähe zu übernachten und dann fahre ich wieder 800 km nach Hause.
Frage: Ist der gesetzliche Betreuer nicht verpflichtet, ihn dorthin zu fahren. Verpflichtet alles zu unternehmen, dass er in einem geeigneten Heim unterkommt. Ein Heimplatz ist frühestens im Mai/Juni möglich..
Man hat mir schon schriftlich mitgeteil, dass man nicht mehr weite weis, wenn das diesmal mit dem Heim nicht klappt.. Was ist dann ? Wird man ihn dann in die Odachlosigkeit entlassen ?
Fragen über Fragen...
Verfasst am: 11. 03. 20 [18:56]
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Helmut60
Beiträge: 656
Hallo Sunny,

das der Betreuer sagt, das er die Fahrt nicht bezahlt bekommt,.kann ich nicht so recht nachvollziehen. WEnn ich das richtig im Kopf habe kann er beim Vormunschaftsgericht beantragen das die tatsächlichen kosten übernommen werden... dann sollten die Fahrtkosten für ihm kein Problem sein.

Ich weis jetzt nicht wie du dasmit den Entfernungen meinst. Anfangs schreibst du, das du 800 km von zuhause wohnst, jetzt, dasin 800 km entfernung ein Platzfür ihn frei waäre, und er zum Vorstellen da hin sollte. Muß er die 800 km mitfahren ? Das solltest du auf keinen Fall alleine machen, da sollte auf jeden Fall eine 2.Person mitfahren, die helfen kann wenn er Probleme macht. Da kann wohlmöglich der Sozialdienst der Einrichtung wo er jetzt ist, oder auch der SPD bei helfen. Zur Vermeidung so einer Fahrt könnte man überlegen, ob man per Videokonferenz... was ja per Internet kein großes Problem ist.... oder verschicken von Videos von seinem Verhalten per Stick... fürs erste klären kann, ob man ihn dort aufnehmen kann. So kann man wohlmöglich arangieren, das er für eine Probefase dort einzieht, und wenn es paßt da bleiben kann. Dann müßte man "nur klären" wo es bis zu dem Termin unterkommt. Das sollte man mit Blick auf die Vergangenheit mit dem Vormundschaftsgericght klären. Wenn er von da aus wo eingewiesen wird sollte Wartezeit überbrückt werden können.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 13. 03. 20 [14:58]
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sunny1958
Themenersteller
Beiträge: 5
Helmut60 hat geschrieben:

Hallo Sunny,

das der Betreuer sagt, das er die Fahrt nicht bezahlt bekommt,.kann ich nicht so recht nachvollziehen. WEnn ich das richtig im Kopf habe kann er beim Vormunschaftsgericht beantragen das die tatsächlichen kosten übernommen werden... dann sollten die Fahrtkosten für ihm kein Problem sein.

Ich weis jetzt nicht wie du dasmit den Entfernungen meinst. Anfangs schreibst du, das du 800 km von zuhause wohnst, jetzt, dasin 800 km entfernung ein Platzfür ihn frei waäre, und er zum Vorstellen da hin sollte. Muß er die 800 km mitfahren ? Das solltest du auf keinen Fall alleine machen, da sollte auf jeden Fall eine 2.Person mitfahren, die helfen kann wenn er Probleme macht. Da kann wohlmöglich der Sozialdienst der Einrichtung wo er jetzt ist, oder auch der SPD bei helfen. Zur Vermeidung so einer Fahrt könnte man überlegen, ob man per Videokonferenz... was ja per Internet kein großes Problem ist.... oder verschicken von Videos von seinem Verhalten per Stick... fürs erste klären kann, ob man ihn dort aufnehmen kann. So kann man wohlmöglich arangieren, das er für eine Probefase dort einzieht, und wenn es paßt da bleiben kann. Dann müßte man "nur klären" wo es bis zu dem Termin unterkommt. Das sollte man mit Blick auf die Vergangenheit mit dem Vormundschaftsgericght klären. Wenn er von da aus wo eingewiesen wird sollte Wartezeit überbrückt werden können.

icon_smile.gif Helmut



Hallo Helmut, danke für deine Nachricht.
Ich muss 800 km fahren, um ih in der psychiatrischen Klinik abzuholen . Ein Pfleger geht mit, der kann dann auch was übers Sörens Verhalte sagen.
Von dem Krankenhaus muss ich dann 3 Stunden bis in das Heim fahren. Dann wieder ihn zurückbringen. Kann aber bei meine Schwester übernachten. Und am nächsten Tag fahre ich wieder 800 km nach Hause.

Man versucht jetzt mit allen Mitteln ihn bis zur eventuellen Aufnahme in das Heim , ihn bei mir oder meiner Frau unterzubringen, was fatal wäre, weil er dann bestimmt mit allen Mitteln versuchen würde, dem zu entkommen.
Der gesetzl. Betreuer hält sich in der sache dezent zurück.. Wer klärt das mit dem Vormundschaftsgericht ? Heute schrieb mir das Landratsamt Eingliederungshilfe, ob wir Sören nicht doch aufnehmen könnten. Seine Schwester vielleicht, bis was gefunden wird.. ?
Es kommt mir so vor, wenn man alles auf uns zurückschieben will. Hauptsache weg mit dem Problem.
Verfasst am: 13. 03. 20 [22:37]
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