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Kambodscha mit dem Rollstuhl

Topic Status: offen

 » Reisen & Mobilität
Landesflagge: DE
SuJack
Beiträge: 1
Hallo liebe Mitglieder,

Ich bin Mutter eines 26 jährigen Sohnes, der seit 6 Jahren im Rollstuhl sitzt.
Nachdem es ihm hier in den Wintermonaten sehr schlecht geht, hält er sich mindestens 3 Monate in der Wärme auf.
Ich möchte hier in diesem Beitrag allen Mut machen, auch in ein Land wie Kambodscha zu bereisen. Mein Sohn kommt in diesem Land, sowohl in Siam Reap, als auch Phnom Penh und Sihanoukville bestens mit dem Rolli klar. (Er fährt einen Aktivrollstuhl)
Die Kambodschaner sind sehr hilfsbereit, aber fast alle Geschäfte und Restaurants sind Barrierefrei. Mit lokalen Busunternehmen von A nach B zu kommen ist ebenfalls wunderbar!
Gerne könnt ihr eigene Fragen an mich stellen und ich werde sie euch so gut wie ich kann beantworten.

Zur Vorbereitung sei gesagt: Bei Einreise bekommt man ein Visa On Arrival für 30 Tage. Möchte man sich mehrere Monate in Kambodscha aufhalten, muss man zwischendurch das Land verlassen. (Border-Run) Wir wurden durch einen Deutschen Visa Dienstleister König Tours GmbH & CoKG leider komplett falsch beraten! Nicht nur das wir doppelte Kosten hatten, auch die Auseinandersetzung mit diesem Dienstleister waren alles andere als schön.

Mein Sohn war schon mehrere Male in Kambodscha. Das Klima ist je nach Jahreszeit unterschiedlich und natürlich hängt es auch stark davon ab, ob ich mich in der Stadt oder am Strand aufhalte.
Unterkünfte gibt es sowohl im Norden als auch im Süden für Rollifahrer. Man kann ein Hostel genauso wie eine gehobenere Unterkunft wählen. Da mein Sohn noch jung ist, hält er sich eher in Hostels auf, wo er auf Jugendliche trifft. Natürlich ist somit auch immer Hilfe Vorort...

Das Gesundheitssystem in Kambodscha.
Natürlich sollte niemand ohne eine gute Auslandsreiseversicherung starten. Empfehlungen kann ich zur Allianz-Real-Time-Versicherung geben. Diese geht sofort in VORLEISTUNG, also man muss die eventuell entstandene Krankenhausrechnung nicht vorstrecken. Mit einer Prepaid Mastercard, die von der Versicherung im Schadensfall aufgeladen wird, wird Vorort sofort bezahlt.
In Kambodscha gibt es Private Kliniken, die über MRT, PET CT und alle modernen Diagnostik Geräten verfügen. Die Kliniken sind sehr sauber und bieten oftmals besseren Service, als unsere Kliniken es hier tun.
Wer ständige medizinische Betreuung Vorort benötigt, sollte die entsprechende Klinik Vorort vorher Kontaktieren.
Natürlich kann man auch auf schnellstem Wege ins Nachbarland Thailand und dort in Kliniken mit Internationalem Standart.

Das Essen
Die Khmer Küche ist wunderbar - sie ist nicht scharf, sie ist vielfältig und schmackhaft. Ob man Gemüse oder Fleisch mag, frische Meeresfrüchte oder Müsli, dort wird alles geboten. Möchtet ihr lieber Pommes, Schnitzel, Sauerkraut und Knödel mit Schweinebraten essen, gibt es in Siam Reap die Möglichkeit im Bavarian Restaurant einzukehren...

Wie komme ich von hier nach dort
TUK-TUK heißen die kleinen Taxis und ihr könnt sie Vorort für ein paar Dollar buchen um z.B. mal ins Village zu fahren. Auch da sind die Kambodschaner sehr hilfsbereit und mein Sohn hatte bis heute nie Probleme.

Habt Mut ein solches Land zu bereisen. Es ist nicht nur ein Abenteuer - es ist eine bleibende Erlinnerung für euer ganzes Leben!

Sollte jemand von Euch noch mehr zu den Ländern: Indien, Thailand, Tansania oder aber auch Kambodscha haben, wie man diese Länder mit dem Rollstuhl bereisen kann, dann schreibt mich an. All unsere Erfahrungen geben wir sehr gerne weiter.

Liebe Grüße
Eure SuJack

Verfasst am: 13. 02. 18 [16:25]
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