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Ist Alkohol das Antidepressivum des Mannes?

Topic Status: beantwortet

 » Plauderecke
Landesflagge: DE
hokkaido
Themenersteller
Beiträge: 10
Hallo,

ich habe es jetzt schon öfters gesehen, dass gerade die Männer in meinem Bekanntenkreis eine schwere Lage mit Alkohol betäuben. Nun gibt es einen konkreten Fall und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Es geht um meinen Onkel, der nun nach langer Ehe von seiner Frau verlassen wurde. Die Ehe war, würde ich sagen sein letzter halt. Er ist schon länger in Behandlung wegen seiner Depression und nun ist die angeblich im Griff, doch er trinkt arg viel.
Er sei, laut eigener Aussage gut damit zurecht gekommen, dass seine Frau weg ist, aber ich sehe das anders.
Er ist zwar nicht ganz typisch depressiv momentan, aber trinkt gerade viel.

Soll ich das ansprechen? Oder ihm einfach Zeit geben?
Verfasst am: 20. 09. 18 [10:21]
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Heaven
Beiträge: 62
hokkaido hat geschrieben:

Hallo,

ich habe es jetzt schon öfters gesehen, dass gerade die Männer in meinem Bekanntenkreis eine schwere Lage mit Alkohol betäuben. Nun gibt es einen konkreten Fall und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Es geht um meinen Onkel, der nun nach langer Ehe von seiner Frau verlassen wurde. Die Ehe war, würde ich sagen sein letzter halt. Er ist schon länger in Behandlung wegen seiner Depression und nun ist die angeblich im Griff, doch er trinkt arg viel.
Er sei, laut eigener Aussage gut damit zurecht gekommen, dass seine Frau weg ist, aber ich sehe das anders.
Er ist zwar nicht ganz typisch depressiv momentan, aber trinkt gerade viel.

Soll ich das ansprechen? Oder ihm einfach Zeit geben?


Sprich ihn an, frag ob du ihn helfen kannst, nicht schweigen dann trinkt er wahrscheinlich mehr.
LG Heaven
Verfasst am: 20. 09. 18 [10:36]
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Gelöschter Benutzer
@Heaven,
Vollzitate sind bei direkter Antwort unnötig!
@Hokkaido,
ich finde du solltest ihm Zeit geben, er wird behaupten nicht zu viel zu trinken und schon kommt es zum Streit.
Vielleicht hast du ja die Möglichkeit seinem Arzt einen kleinen Hinweis zu geben.
Rudi
Verfasst am: 20. 09. 18 [10:56]
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Gelöschter Benutzer
hokkaido hat geschrieben:

Ist Alkohol das Antidepressivum des Mannes?

Nein, das Gegenteil ist der Fall. In dem die Männer trinken, müssen sie sich nicht den unangenehmen Situationen aussetzen. Sie verdrängen sie, „decken sie zu“, in das Unterbewusstsein. Das bewirkt Depressionen. Eine depressive Disposition war schon davor, sonst würde er sich den Problemen stellen, z.B. eine Psychotherapie machen, seine Ehe retten wollen usw. statt sich zu betäuben..
Dein Onkel (?) trinkt nicht, weil ihm seine Frau verlassen hat, sondern die Frau hat ihn verlassen, weil er trinkt. Das muss man unterscheiden können. Die Situation des Verlassen Werdens dient nun zur Ausrede, damit er nach außen einen Grund zum Trinken hat und somit schiebt er die Schuld von sich weg. Solange in seinen Freundeskreis noch von Gleichgesinnten sein Umgang mit Alkohol unterstützt wird, sieht er auch keinen Anlass, irgendwas gegen seine Sucht zu unternehmen. Er weiß nicht, dass alle andere schon sein Problem längst erkannt haben.
Du kannst deinen Onkel nicht helfen, ob du ihn darauf ansprichst oder nicht; das ändert nichts. Wenn das seine Frau nicht geschafft hat, die er auch liebte und die für ihn auch „gekocht und gewaschen hat“, dann schaffst du als Enkelin auch nicht. Im Gegenteil, er braucht evtl. Streit, damit er wieder einen Grund hat – zu trinken. Er ist ein armer Mann, keiner versteht ihm. Es kann ihm nur geholfen werden, wenn er merkt, dass ihn alle durchschaut haben. Im liegen lassen, wenn er nicht aufstehen kann; womöglich schlägt er um sich. Den Notarzt anrufen, damit er draußen nicht erfriert? Es hört sich alles herzlos an, aber es ist so. Er muss von einem Arzt darauf angesprochen werden (womöglich geht er dann nie wieder zu diesem Arzt ;o)
Auch die Zeit tut nichts, es hat jeder nur die Möglichkeit in der Zeit was zu tun oder zu lassen. Man kann aber nicht einen anderen Menschen ändern. Die Menschen reagieren verschieden, manche entscheiden sich für ärztliche Hilfe, wenn sie unter der Brücke landen, andere aber schon, wenn sie sehen, dass die Kinder im Alltäglichen nicht mehr zu ihnen kommen, sondern nur noch zu dem Partner(in).

Was sagt dein Vater dazu? Trinkt er mit ihm?
Was sollst du machen? Für nötige Distanz sorgen. Es ist doch nicht dein Problem, es ist seins! Und er ist ja schon ein erwachsener Junge icon_rolleyes.gif Wenn er ein regelmäßiger Gast bei euch ist, ergibt sich oft die Möglichkeit zu zeigen, dass du sein Problem erkannt hast.
Alles Gute!
Verfasst am: 20. 09. 18 [13:18]
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Heaven
Beiträge: 62
Rudi65 hat geschrieben:

@Heaven,
Vollzitate sind bei direkter Antwort unnötig!
@Hokkaido,
ich finde du solltest ihm Zeit geben, er wird behaupten nicht zu viel zu trinken und schon kommt es zum Streit.
Vielleicht hast du ja die Möglichkeit seinem Arzt einen kleinen Hinweis zu geben.
Rudi


Rudi wie ich antworte mit Vollzitaten oder nicht, überlässt du bitte mir, oder hast du hier schon etwas zu sagen?

Verfasst am: 20. 09. 18 [14:20]
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Gelöschter Benutzer
@Heaven,
in anderen Foren hättest du schon mindestens eine Abmahnung bekommen!
Sei froh daß ich nichts zu sagen habe, sonst wäre das Forum in einem besseren Zustand incl. Mitgliedern! icon_wink.gif
Schade daß Traffic heute nichts mehr kostet. Es hat viel Unsinn verhindert und vor allem auch eine bessere Übersicht ergeben.
Rudi

Vollzitat entfernt
Verfasst am: 20. 09. 18 [15:29]
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jenner
Beiträge: 2760
Rudi65 hat geschrieben:

@Heaven,
in anderen Foren hättest du schon mindestens eine Abmahnung bekommen!

Rudi, tut mir leid, das verstehe ich nicht, habe ich etwas verpasst? Oder geht es um die Zitate?
Meiner Meinung nach kann hier jeder so zitieren, wie er will.

VG jenner

Gruß jenner
"Besserwisser" dieses Forums können es nicht lassen, unter fast jedem Beitrag seinen/ihren Senf dazuzugeben.
https://hateaid.org/betroffenenberatung/ Hilfe gegen Hass im Netz

Versuchungen sollte man nachgeben, wer weiß ob sie wieder kommen (Oskar Wilde)

Verfasst am: 20. 09. 18 [16:49]
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Feierabend
Beiträge: 72
Sry, dass ich mich kurz off topic hier einmische.
Ich kenne das auch so, dass Vollzitate in Foren nicht gern gesehen werden, ja sogar lt. FAQ “verboten“ sind.

Wozu auch ein Vollzitat, wenn man eh auf den kompletten Inhalt des Textes antwortet? Weil scrollen so ein Spaß macht?

Im ernst. Das ist sinnfrei!

Finde auch, dass hier mal aufgeräumt werden müsste. Zudem weist dieses Forum ganz schöne Defizite auf. Ich suche ständig die Beiträge, auf die ich geantwortet habe und vergaß das Häkchen zu setzen.
Ein Link wie “meine und /-oder eigene Beiträge“ wäre sinnvoll.

Vlt. Übersehe ich aber auch diese Funktion hier und jemand kann mich aufklären.

Pn's entdecke ich auch nur, wenn ich auf mein Profil gehe. Ein Pop Up Fenster würde da helfen.

Alles in allem stimme ich Rudi65 zu.
Hier sollte man mal frischen und sauberen Wind reinlassen, der etwas Ordnung und Übersicht schafft.

Beste Grüße

Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei.
Sokrates
Verfasst am: 20. 09. 18 [17:24]
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Gelöschter Benutzer
Nabend Feierabend,
danke für die Blumen, mach dich aber bitte wegen mir nicht unbeliebt.
Ich bin es und lebe gut damit. icon_wink.gif
Schönen Abend
Rudi
Verfasst am: 20. 09. 18 [18:15]
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Feierabend
Beiträge: 72
och... ich will gar nicht beliebt sein, wenn meine Ansicht nicht in jemandes Bild passt.
Wenn du unbeliebt sein solltest dann wohl nur, weil die Wahrheit schwer zu ertragen ist für den Einzelnen.

hokkaido hat geschrieben:
(...)
aber ich sehe das anders.
Er ist zwar nicht ganz typisch depressiv momentan, aber trinkt gerade viel.


Da würde ich gern mal fragen, wieviel hier 'viel' ist.

Ich persönlich würde die Sache beim Namen nennen. Nämlich das er in deinen Augen momentan zu viel trinkt und du dir Sorgen machst. Mehr nicht. Das sollte eigentlich bei ihm ankommen und ihm im besten Fall zum Nachdenken bringen.
Ändert er was, ist dein Ziel erreicht. Wird es schlimmer, musst du andere Register ziehen. (sagt man das so?)

Beste Grüße

Niemand kennt den Tod, es weiß auch keiner, ob er nicht das größte Geschenk für den Menschen ist. Dennoch wird er gefürchtet, als wäre es gewiß, daß er das schlimmste aller Übel sei.
Sokrates
Verfasst am: 20. 09. 18 [20:37]
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