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Geschichten Rund um Behindertentoiletten

Topic Status: beantwortet

 » Plauderecke
Gelöschter Benutzer
Hallo liebe Community

Ich suche seltsame, unterhaltsame, witzige, haarsträubende Geschichten rund um Behindertentoiletten. Was hab ihr da schon gesehen/erlebt? Möchte solche Anekdoten in meinen nächsten Artikel einbauen.

Lieber Gruss

Andreas
Verfasst am: 04. 01. 10 [11:31]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Gelöschter Benutzer
Ich habe zwei Geschichten:
1. Eingesperrt!
Hamburger Uni im Audimax: Die Toiletten für Fußgänger sind im Keller, aber es gibt eine Behindertentoilette, die zugänglich ist - oder soll ich lieber sagen zugänglich wäre. Natürlich war die Tür abgeschlossen und man muss sich erst einen Schlüssel besorgen. Den habe ich schnell bekommen. Leider funktionierte aber der elektrische Türöffner nicht und die Tür ließ sich kaum von Hand öffnen. Zum Glück war eine Bekannte in der Nähe, die mir half. Ich fand dann eher eine Abstellkammer für alle möglichen Reinigungsgeräte. Als ich wieder raus wollte, ging der Türöffner natürlich immer noch nicht und die Bekannte war auch nicht mehr da. Verzweifelt habe ich versucht, die Tür auf zu machen. Ging nicht. Zufällig kam eine Freundin vorbei und half mir. Es ist ein blödes Gefühl, wenn man etwas selbständig machen will und die notwendigen Handgriffe nicht möglich sind, weil die Technik abgeschaltet ist. Das lag vielleicht daran, dass es eine Abendveranstaltung war und die Hausmeister sowieso nicht mehr da waren.
Inzwischen habe ich einen Euro-Schlüssel. Damit kann ich den Türöffner zwar nicht einschalten, aber seitdem war er immer in Betrieb.

2. Im Dunkeln...
Im Ostseebad Kühlungsborn gibt es eine Menge Rollitoiletten, die auch im Winter nicht abgeschlossen sind. Leider hat man beim Bau was ganz wichtiges vergessen: Eine kleine Beleuchtung für den Lichtschalter. Denn natürlich sind die Räume ohne Fenster und stockdunkel. Fällt die Tür hinter einem zu und hat man sich nicht frühzeitig orientiert, wo der Lichtschalter ist oder eine Taschenlampe dabei, muß man warten, bis die Rettung kommt oder bis man schwarz wird.

LG, Fluse

[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 04.01.2010 um 16:52.]

www.behindernisse.de
BB

www.behindernisse.de

Für meinen Blog www.behindernisse.de suche ich nachahmenswerte Lösungen, die das Leben für Rollstuhlfahrer erleichtern und berichte darüber. Ihr seid eingeladen, euch an der Sammlung zu beteiligen.
Verfasst am: 04. 01. 10 [16:46]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Landesflagge: DE
schlabby
Beiträge: 14
Von meine Urlaub am Königssee kann ich von 2 Geschichten berichten.

Die erst war in meinem Lokal am Fuße der Rodelbahn direkt am Königssee. Der Lokaleingang war schön ebenerdig. Ich konnte ohne fremde Hilfe rein und wieder raus fahren. Der Fisch schmeckte vorzüglich.
Das Rolli-WC war in der Damentoilette mit einer breiten Tür, die ging aber nach Innern auf. Mein Mann begleitet mich zu meinem Glück. Wir bekamen die Tür gerade noch zu, denn zu zweit war es eng. Es war nichts zum festhalten da. Mein Mann stellte sich hin und spielte Griff. Als ich wieder glücklich in meinen Rollstuhl saß bekamen wir nur schwer die Türe wieder auf. Mein Mann meine jetzt müssen wir die Kloschüssel verschieben oder den Türstock aushängen. Es war Millimeterarbeit, dass die Türe wieder auf ging, ohne etwas kaputt zu machen.

Das zweite Erlebnis war im Hotel und Gasthof Bergheimat, der im Prospekt mit dem Zeichen für ein Rolli-WC gekennzeichnet war. Dort ist die Terrasse, das Lokal ebenerdig, ganz ohne Schwelle. Das Essen war einfach vorzüglich. Als wir nach dem Rolli-WC fragten, wurden wir zum Aufzug geführt. Mit einer jungen Frau fuhren wir in den Keller. Sie führte uns zu den Torletten. Vom Rolli-WC war nicht zu sehen. Mein Mann schaute sich in der Herren- und Damen Toilette um. In jeder waren da 6 enge WC-Kabinen. Wir zahlten schnell und mein mein schob mich im Schnellgang den nicht ganz einfachen Weg zum großen Parkplatz, denn da war die rettende Rolli-Toilette.

Die Rolli-Toiletten am Parkplatz, an der Schiffsanlegestelle und in Sankt Bartolomä waren super. Essen gehen dürfen am Königssee nur Rollstuhlfahren die nicht auf`s Klo müssen.

Das sind meine 2 Erlebinsse aus dem Urlaub. Im Fremdenverkehrsamt im Haus des Gastes war gar keine Behindertentoilette.

Ich werde hat wieder nach Südtirol an den Kalter See fahren, da gibt es direkt am See gleich 3 Rolli-WC´s.

Mit freundlichen Grüßen

Marianne
(Schlabby)
Verfasst am: 05. 01. 10 [13:22]
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MyHandicap Engagementsiegel
Sendrine
Beiträge: 2308

Bei uns wurde im Stadttheater beim Umbau für die Toilettenanlage alleine 3 Millionen Euro ausgegeben,nur Behinderte kommen da nicht hin,da von jeder Seite unüberwindbare Treppen sind.

Dann wurde vor 2 Jahren ein neuer Busbahnhof eröffnet,mit Toiletten.Auch eine für Behinderte ist dabei.
Dachten wir währen mit dem Euroschlüssel auf der sicheren Seite,jederzeit reinzukönnen.
Leider nicht.Immer wieder wird zusätzlich abgeschloßen und nicht wieder aufgeschloßen.
Dann bringt auch der Euroschlüssel nichts.

Das sind 2 Geschichten aus Passau
Gruß
SENDRINE icon_smile.gif

Es ist sehr schwer ein Kind zu sein!!
Doch schwerer noch Erwachsen.
Man denkt,man darf nun alles tun
und muß doch vieles Laßen!

Guido Du warst eine Bereicherung!Machs gut!
Verfasst am: 07. 01. 10 [19:27]
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isa01
Beiträge: 589
Hallo,

ich war Anfang Oktober bei einer Fliegermesse am Tegelberg. Beim Parken an der Seilbahn hab ich sofort gesehen, juhu hier gibt es eine Behindertentoilette aber die brauchte ich im Moment noch nicht. Hätte ja sicherheitshalber mal gehen können. Bin ich aber nicht. Bin dann mit meinem Mann lustig die Straße ( besser gesagt den halben Berg) runtergerollt und haben uns die Shows angesehen. Irgendwann nach Stunden ist auch mein Mann fliegen gegangen und ich habe mir (ab da allein) am Fuße!!!! des Berges die Flieger angeschaut. Und wie der Teufel es will, musste auch ich mal zur Toilette, die wie gesagt oben am Berg war! Nachdem ich gefühlte 4 Tage und mit Armen wie Arnold an der Seilbahn angekommen bin, stehe ich vor dieser Toilette die etwas (warum auch immer) ausserhalb lag und ich dachte ich falle aus meinem Rolli als ich sah, die Tür ging nach außen auf und davor war eine riesige Stufe!!! Ich dachte ich bekomme eine Schreiattacke, denn weit und breit war niemand den ich um Hilfe anschreien konnte. Ich hatte Durst, musste zum Klo und mir taten die Arme weh. Na toll und jetzt? Ich kam mir vor wie ein Hund dem man eine Wurst vor die Schnautze hält und ihn nicht dran lässt. Habe dann, weil noch einmal Berg runter auf meinen Mann warten, Berg wieder rauf, artig vor dem Klo gewartet, bis ich jemanden entdeckt habe den ich anschreien (lieb um Hilfe bitten) konnte und er mich dann ins Klo geschoben hat. Er hat dann davor gewartet bis ich meine gefühlten 5 Liter gelassen habe und hat mir wieder raus geholfen.


War echt klasse!!! Runter habe ich danach höchstens 5 Minuten gebraucht.

Lieben Gruß Andrea

Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.
(Niccolò Machiavelli)
Dateianhang

behindertentoilette_klein[1].jpg (Typ: image/pjpeg, Größe: 12.46 Kilobyte) — 263 mal heruntergeladen
Verfasst am: 08. 01. 10 [18:53]
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