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Erfahrungen als persönliche Assistenz

Topic Status: beantwortet

 » Plauderecke
Landesflagge: DE
TheWeeknd
Themenersteller
Beiträge: 15
Hallo liebe Leute,
Ich arbeite seit mehreren Jahren als persönliche Assistenz beim selben Arbeitgeber & bin langsam an meinen Grenzen,

Zur Situation, ich bin eigentlich in Teilzeit angestellt & verstehe mich mit meinem Arbeitgeber echt gut, natürlich hat er wie jeder so seine Eigenheiten aber ich weiß damit umzugehen. Durch den hohen assistenzbedarf hocken wir quasi ständig zusammen.

Normal sollte unser Team 7-8 Leute umfassen, momentan sind wir knapp die Hälfte. In den letzten 3 Jahren sind 12! Assistenten gegangen oder gekündigt worden, da viele mit den Launen und ausrastern des Arbeitgebers einfach nicht zurecht kommen, mir fällt es mit der Zeit leider auch deutlich schwerer. Leider ist mit ihm auch kaum zu reden, da er nur seine Situation sieht und meint, wir müssten halt damit klar kommen. versuche Gespräche zu führen, enden jedesmal in ausrastern. Kritik oder Anliegen sind so überhaupt nicht möglich.
Ich Fange den Hauptteil der ausgefallenen Stunden auf, oft weit über 200 im Monat und das treibt mich an meine Grenzen, zumal diese andauernde Mehrarbeit auch mittlerweile meine Partnerschaft in Mitleidenschaft zieht.

Ich bin teilweise auch echt wütend, weil ich weiß, dass ihm die Dringlichkeit der Situation bewusst ist, er aber trotzdem kein Stück bereit ist, sich zusammenzureißen um ein gutes arbeitsklima zu schaffen, sodass die Leute auch bleiben.
Klar müssen wir Assistenten auf Fehler usw hingewiesen werden, das steht außer frage.

Ich bin langsam echt verzweifelt & wüsste gerne, die ihr in solchen Situationen damit umgeht.

Gerne die Sicht von Arbeitgebern, zB wenn ihr genervt von Assistenten seid, wie geht ihr mit diesen um Bzw mit der Situation?
Wie sollten eure Assistenten Probleme am besten ansprechen, damit man gemeinsam eine Lösung finden kann?
Kündigen ist momentan keine Option für mich.

Verfasst am: 19. 05. 19 [12:09]
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Gelöschter Benutzer
Hört sich nach mir an - nur, dass ich keiner Assistenz bedarf icon_lol.gif
Bei manchen Männern äußert sich eine Depression auch in leichter Reizbarkeit - wenn etwas geändert werden kann, dann nur mit einer entsprechenden Konsultation, die wiederum einer Selbstreflexion und einer Initiative bedarf. Ich fürchte, du musst lernen, das nicht an dich 'ranzulassen.
Verfasst am: 19. 05. 19 [12:36]
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TheWeeknd
Themenersteller
Beiträge: 15
Das ist leichter gesagt als getan, wenn man fast durchgängig im Dienst ist ????
Dinge wie evtuelle Depressionen etc können gar nicht angesprochen werden, eigentlich kann überhaupt nichts angesprochen werden. das Problem ist ja auch, dass so keiner langfristig bleiben wird aber sein selbstbestimmtes Leben zwingend davon abhängt, genügend "Helfer" zu haben.

Ich bekomme schon regelrecht Angst, dass noch jemand geht, weil ich nicht weiß wie lange ich dieses Pensum noch schaffen kann.
Verfasst am: 19. 05. 19 [12:54]
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Gelöschter Benutzer
TheWeeknd hat geschrieben:

Das ist leichter gesagt als getan, wenn man fast durchgängig im Dienst ist ????
Dinge wie evtuelle Depressionen etc können gar nicht angesprochen werden, eigentlich kann überhaupt nichts angesprochen werden. das Problem ist ja auch, dass so keiner langfristig bleiben wird aber sein selbstbestimmtes Leben zwingend davon abhängt, genügend "Helfer" zu haben.

Ich bekomme schon regelrecht Angst, dass noch jemand geht, weil ich nicht weiß wie lange ich dieses Pensum noch schaffen kann.



Ich schätze, du bist Studentin und daher auf seine Bedürftigkeit - im monetären Sinne - angewiesen. Nun, wenn du keine alternative Einnahmequelle für dich siehst, wirst du Diejenige sein müssen, die sich anpasst. Getreu: Du hast Recht und ich meine (relative) Ruhe. Ich weiß ja, dass ihr Frauen euch nur allzu leicht Diskussionen und Debatten in emotionaler Manier hingebt, aber ohne ein professionelles Bewusstsein, wirst du das nicht schaffen können.
Verfasst am: 19. 05. 19 [13:25]
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Gelöschter Benutzer
TheWeeknd hat geschrieben:

....
Dinge wie evtuelle Depressionen etc können gar nicht angesprochen werden, eigentlich kann überhaupt nichts angesprochen werden. das Problem ist ja auch, dass so keiner langfristig bleiben wird aber sein selbstbestimmtes Leben zwingend davon abhängt, genügend "Helfer" zu haben.
....
Ich weiß zwar nicht um was für eine pers. Assistenz es sich hier handelt, aber es wundert mich schon, was du da erwartest. Ein Arbeitgeber geht deine Depressionen nicht an. Damit geht man in die Psychotherapie und nicht zu dem Arbeitgeber. Du solltest dich aber nicht um seine Probleme kümmern, hast du eigenen genug, da du schon die Depression erwähnst. Ach ja, *eventuelle* Depression. Ohne konkret einzelne Situationen zu analysieren, kommst du auch nicht weiter.
lg
Verfasst am: 19. 05. 19 [13:28]
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TheWeeknd
Themenersteller
Beiträge: 15
Nope, ich bin keine Studentin, ich arbeite den gesamten Zeitraum tatsächlich hauptberuflich als persönliche Assistenz &

Eine Kündigung kommt für mich nicht in frage, da die Versorgung nicht mehr gewährleistet wäre. Dachte das wäre offensichtlich
Verfasst am: 19. 05. 19 [13:36]
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Gelöschter Benutzer
ave64 hat geschrieben:

TheWeeknd hat geschrieben:

....
Dinge wie evtuelle Depressionen etc können gar nicht angesprochen werden, eigentlich kann überhaupt nichts angesprochen werden. das Problem ist ja auch, dass so keiner langfristig bleiben wird aber sein selbstbestimmtes Leben zwingend davon abhängt, genügend "Helfer" zu haben.
....
Ich weiß zwar nicht um was für eine pers. Assistenz es sich hier handelt, aber es wundert mich schon, was du da erwartest. Ein Arbeitgeber geht deine Depressionen nicht an. Damit geht man in die Psychotherapie und nicht zu dem Arbeitgeber. Du solltest dich aber nicht um seine Probleme kümmern, hast du eigenen genug, da du schon die Depression erwähnst. Ach ja, *eventuelle* Depression. Ohne konkret einzelne Situationen zu analysieren, kommst du auch nicht weiter.
lg


lol. Sie bezog sich mit den - möglichen - Depressionen nicht auf sich sondern ihren aggressiven Arbeitgeber!

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.2019 um 13:37.]
Verfasst am: 19. 05. 19 [13:36]
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TheWeeknd
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Beiträge: 15
ave64 hat geschrieben:

TheWeeknd hat geschrieben:

....
Dinge wie evtuelle Depressionen etc können gar nicht angesprochen werden, eigentlich kann überhaupt nichts angesprochen werden. das Problem ist ja auch, dass so keiner langfristig bleiben wird aber sein selbstbestimmtes Leben zwingend davon abhängt, genügend "Helfer" zu haben.
....
Ich weiß zwar nicht um was für eine pers. Assistenz es sich hier handelt, aber es wundert mich schon, was du da erwartest. Ein Arbeitgeber geht deine Depressionen nicht an. Damit geht man in die Psychotherapie und nicht zu dem Arbeitgeber. Du solltest dich aber nicht um seine Probleme kümmern, hast du eigenen genug, da du schon die Depression erwähnst. Ach ja, *eventuelle* Depression. Ohne konkret einzelne Situationen zu analysieren, kommst du auch nicht weiter.
lg



Es geht da nicht um eine Depression meiner seits, sondern seitens des Arbeitgebers, die Rübezahl91 in den Raum geworfen hat, die sein Verhalten der Assistenz gegenüber hervorrufen könnte.
Verfasst am: 19. 05. 19 [13:39]
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Gelöschter Benutzer
TheWeeknd hat geschrieben:

Nope, ich bin keine Studentin, ich arbeite den gesamten Zeitraum tatsächlich hauptberuflich als persönliche Assistenz &

Eine Kündigung kommt für mich nicht in frage, da die Versorgung nicht mehr gewährleistet wäre. Dachte das wäre offensichtlich


Verstehe. Das ehrt dich, aber vielleicht lernt er es ja nur auf die harte Tour? Es kann ja nicht angehen, dass du - wegen seiner Egozentrik - zu leiden hast.
Verfasst am: 19. 05. 19 [13:40]
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Gelöschter Benutzer
Verfasst am: 19. 05. 19 [14:04]
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