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Eine Hand wäscht die Andere

Topic Status: offen

 » Gesundheit, Hilfsmittel & Medikamente
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Helmut60
Beiträge: 656
LeMar hat geschrieben:

hallo guten Tag, Ihr Einarmigen und in Hilfsmitteln fachkundige Forenmitglieder und hilfswillige.
in Zeiten von Corona und Handhygiene hab ich als alleinstehender Einarmiger, nicht die zweite Hand um die andere so zu waschen wie es die Hygienevorschriften vorgeben.
Selbstverständlich habe ich die im Sanitätshandel üblichen Nagelbürsten welche mit Saugnäpfen im Waschbecken befestigt werden. Aber damit ist zwischen den Fingern und Handwurzel immer noch Raum um den Viren ein Nistplatz zu überlassen. Auch das abtrocknen ist ein nicht wirklich gelöstes Problem.
Wenn sie eine brauchbare und praktikable Lösung dafür haben würde ich mich auf ihre Antwort freuen.
Danke für ihre Hilfsbereitschaft.
LeMar
Die gutgemeinten klugen Sprüche und alle Ahnungslosen besser wissenden dürfen ihr Nichtwissen gerne für sich behalten.


Hallo LeMar,

da es dafür keine brauchbar kaufbaren Sachen gibt, ist wohl ein wenig Bastelarbeit nötig.... wobei das mit nur einer Hand ja auch nich so doll ist. Dennoch... Ichhabezum reinigen meiner Gartenschuhe eine Bürste, die die Schuhe von unten und den Seiten gleichzeitig reinigt, wenn man den Fuß durchzieht. Sinngemäß braucht du 3... oder auch 4 Bürsten mit pasend langen und weichen Bürsten, die man klappbar so verbindet, und mit Saugnäpfen im Waschenbecken befestigen kann, das du dedine Hand da rein stecken, und rundum abbürsten kannst. Für zwischen den Fingern braucht es dann noch eine passend zurechtgebogene Flaschenbürste. Da fällt mir ein... so eine rotierenden Spühlbürste,wie man sie in Gaststätten für die Gläser gebraucht, kann richtig eingestellt auch helfen.

Da sowas doch recht aufwendig ist, tät ich wo immer es geht mit Handschuhen arbeiten.Es gibt recht gute Wasserdichte, ... ( blaue von Mapa ?? ) die innen Gewebe haben, die Haut trocken bleibt, und sich gut anziehen lassen. Wenn man Glück hat paßt die Linke Hand... zur Not eine Nummer größer... sogar in einen rechten Handschuh, so das du beide gebrauchen kannst.

icon_smile.gif Helmut

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.05.2020 um 12:13.]

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 14. 05. 20 [12:12]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
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LeMar
Themenersteller
Beiträge: 9
hallo Helmut,
danke für deine sachbezogene und bedachte Reaktion auf meinen Beitrag, worauf ich hiermit auch gerne antworte.
Hab mich auch mit deinem Profil beschäftigt und freue mich dass ich bisher noch gut davon gekommen bin. „Denn mir geht es gut!“
Als erstes, auch wenn es dein Schluss war, möchte ich auf deinen Vorschlag mit den Handschuhen eingehen. Du hast nicht bedacht, dass eine Hand nicht nur die andere wäscht sondern auch an und auszieht, Handschuhe anziehen ist das eine beim Ausziehen kommt es darauf an warum man sie angezogen hat und das Ausziehen wenn man vielleicht was auch sein kann, in die „Scheiße“ gelangt hat, wird es etwas Unappetitlich. Aber ehrlich ich hatte noch nie etwas so schmutziges in der Hand das es rechtfertigte deshalb einen Handschuh anzuziehen, aber schon oft das Bedürfnis diese danach gleich zu waschen.
Ich hoffe ich hatte dich mit meiner Überschrift nicht verunsichert, denn ich habe den Eindruck dass vereinzelte etwas missverstanden haben und Schmierseife nicht vorgegeben ist.
Ich bin Handwerker und bei einem Unfall wurde mir 1983 der Li. Arm am Schultergelenk abgerissen, hatte zwischen 2001 und 2016 4 Herzinfarkte, seitdem habe ich wöchentlich für 3 Std eine Haushaltshilfe und in den Sommermonaten eine Hilfe im Garten. Artrose in den Fingern, der Schulter und im li. Knie, Chronische Sehnenentzündung im Bizep und gefühllose Fingerspitzen häufiger Schwindel, der mir so manches erschwert oder gar unmöglich macht.
Das mit den Bürsten gab es nach dem Krieg, in den Landwirtschaftlichen der etwas bessergestellten Anwesen neben der Haustür. Diese wurden von den Blinden Bürstenmachern und solche sind auch noch heute im Handel, aber vermutlich aus den Billiglohnländern in verschiedenen Ausführungen. Hab ein Foto angehängt. Dieses Prinzip aber für in einem Waschbecken zu befestigen ist durch die Form des Waschbeckens nicht ganz so einfach und mit nur Handwerker Geschick nicht zu realisieren?, ich denke es müsste eine separate Wascheinheit an stelle eines Waschbeckens sein. aber das ist das was ich hier eigentlich anprangern möchte, überall steht „Behindertengerecht“ es beginnt doch schon wie bekomme ich Zahncremetube auf und den Inhalt auf die Zahnbürste aber was es noch vor 30 Jahren für Einhänder als selbstverständlich zum Beispiel im Hilfsmittel Katalog von Thomashilfen oder Meyra (Der Meyrakatalog war der Umfangreichste und hatte am Ende nur 4 Steiten Rollstühle,) heute ist es umgekehrt. da waren auch noch für Einhänder und die anderen speziellen Körperbehinderten brauchbare Hilfsmittel, die ich heute nach fast 40 Jahren noch nutze und hüte wie ein Kleinod denn sie sind nicht und wenn, nicht mehr in der Qualität zu beschaffen. Ein Beispiel ich habe eine Hausrebe und wenn die Weintrauben reif sind muss ich meine Haushaltsleiter darunter stellen und Beere um Beere Einzel naschen, aber durch den, vermutlich durch Cholesterinsenker verursachten Schwindel der inzwischen auch zu meinen Wehwehchen zählt kann ich nur selten noch auf die Leiter und dann kann ich den Vögeln zusehen wie sie die süßen Früchte ernten. Es gab eine Schere mit der ich die ganze Traube abschneiden konnte, und an der Schere ins Haus nehmen und als Nachtisch am Tisch essen. es gab eine Magnetschreibplatte auf der man auch auf einen Zettel noch rechts unten schreiben konnte, oder eine Handbürste mit Saugnäpfen, die Größer als 2,5 x 8,0 cm waren, das ist das was ich ansprechen möchte, wie geht das wenn ich mein Auto auf einem Parkplatz abstelle und es regnet wenn ich zurückkomme, ich hab zwar keinen Schirm weil ich ihn wenn ich dann ins Auto will nicht zumachen kann, muss mein Geldbeutel auf den Boden legen, weil ich vergessen habe genügend Kleingeld lose in die Tasche zu stecken (weil ich kein Geld in lose in die Tasche stecke), was mich wieder nichts nützt weil ich mit dem Schirm in der Hand nicht an das Kleingeld das ich vergessen habe in die Tasche zu stecken auch nicht komme, das gleiche an der Parkuhr und im Parkhaus, im Supermarkt wird jeder Raum um die Kasse mit Krusch und Krempel belegt so dass man keine Möglichkeit hat sein Portmonee abzulegen,, vor der Bank nach Schalterschluss wenn's noch regnet sitzt man auf der Eingangstreppe des Behindertengerechten neu renovierten Bankgebäudes.
Wenn ich als Ohnbeiner auf einen hohen Berg möchte dann kommt doch bestimmt einer der es dann werbewirksam Vermarktet und organisiert eine Crew um es zu verwirklichen.
Ich hab nur eine Putzfrau das rechtfertigt keinen Pflegegrad und sitze nicht im Rollstuhl, das rechtfertigt keine Parkerleichterung. Rechter Arm und li. Knie, ich kann keine Gehilfe und keinen Rollstuhl benutzen. Widerspruch läuft aber wo sind noch, die das sagen haben mit gesundem Menschenverstand?
Helmut bitte entschuldige
Ich danke dir für deinen Beitrag und wünsche dir mit deiner Familie alles gute
und zuständige Behörden die noch ein wenig Menschlichkeit und Bodenhaftung haben.
Nette Grüße
LeMar
Dateianhang

Schuhreiniger-.jpg (Typ: image/jpeg, Größe: 62.98 Kilobyte) — 24 mal heruntergeladen
Verfasst am: 16. 05. 20 [16:57]
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Helmut60
Beiträge: 656
Hallo LeMar,

das mit den Handschuhen hatte ich bedacht, nur nicht passend beschrieben. Vor Jahren hab ich mich beim schnibbelnin der Küche mal ganz blöd in die Finger geschnitten, so das ich zwar mit Handschuhen arbeiten mußte, sie mir aber nur mit Trick7 anziehen könnte, weilich wegen der einschnitte keinen Pinzettengriff konnte. Also hab ich mir außen rutschfeste Handschuhe die innen gewebe haben geholt. Die kann ich mir anziehen, ohne das die Linke der rechten helfen muß. Einfach einen Handschuh vo hin legen, die Hand rein stecken, mit den Fingern rein krabbeln, und weiter rein schieben. Das ist zwar ein wenig gefummel, aber jetzt, wo Hände sauber halten ohne sie waschen zu müssen wichtig ist, sollte es einen Versuch wert sein.

Das mit den Büürsten... so einen Stiefelreiniger habe ich zuhause. Da der so für eine Hand nicht taugt, viel zu grob ist, und noch eine Bürste fehlt, kam ich auf die Idee, passende Bürsten "aufklappbar" damit sie trocknene können und nicht schimmeln... passend zu befestigen. Da das am Waschbecken schlecht geht, ist vielleicht eine "Badewanneneinstiegshilfe" als Halterung für so eine Bürstenkonstruktion.. zusammen mit einer Brause... machbarer.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 16. 05. 20 [19:38]
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Heaven
Beiträge: 71
swisswuff1 hat geschrieben:

Ich habe dasselbe Problem.

Nehme ich Flüssigseife ist diese meist so zähflüssig dass sie sich nicht gut verteilt. Also muss man die Seife erst in der Hand mit etwas Wasser schäumen dass es besser über alles läuft, und ev. mit einem Schwamm (geht gut ein Küchenschwamm) den man ins Waschbecken legt auf Handrücken etc. verteilen. Bei allem finde ich aber sowohl Flüssigseife aus Seifenspendern wie Duschgels etc. zu dickflüssig und nicht sehr praktisch.

Die beste Einseifung erreiche ich mit einer normalen Seife, also ein Seifenstück. Wasser laufen lassen, Seife in die Hand nehmen, und so lange rumdrehen bis es richtig schäumt, der Schaum ist dabei dann meist relativ gut dünnflüssig und verteilt sich in meiner nun bereits 2 Monate umfassenden Händevielwaschen-Erfahrung recht gut. Auch zum Duschen verwende ich normale Seife, reinigt bedeutend besser als Duschgels und verteilt sich auch viel besser.


Hallo

Ich würde die Seite verdünnen mit Wasser.
Im Sanitätshaus bekommt man eine Halterung in der man einen Schwamm befestigen kann. Die Halterung hat Saugnäpfe.
So kann man sich die Hand gut waschen, auf den Schwamm die Seife verdünnt mit Wasser drauf schütten und los gehts.
Ich habe Desinfektionstücher dabei für die Türklinken, oder wenn ich Essen gehe.

Gruss aus der Schweiz Heaven

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.2020 um 10:39.]
Verfasst am: 19. 05. 20 [10:34]
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LeMar
Themenersteller
Beiträge: 9
Heaven hat geschrieben:

swisswuff1 hat geschrieben:

Ich habe dasselbe Problem.

Nehme ich Flüssigseife ist diese meist so zähflüssig dass sie sich nicht gut verteilt. Also muss man die Seife erst in der Hand mit etwas Wasser schäumen dass es besser über alles läuft, und ev. mit einem Schwamm (geht gut ein Küchenschwamm) den man ins Waschbecken legt auf Handrücken etc. verteilen. Bei allem finde ich aber sowohl Flüssigseife aus Seifenspendern wie Duschgels etc. zu dickflüssig und nicht sehr praktisch.

Die beste Einseifung erreiche ich mit einer normalen Seife, also ein Seifenstück. Wasser laufen lassen, Seife in die Hand nehmen, und so lange rumdrehen bis es richtig schäumt, der Schaum ist dabei dann meist relativ gut dünnflüssig und verteilt sich in meiner nun bereits 2 Monate umfassenden Händevielwaschen-Erfahrung recht gut. Auch zum Duschen verwende ich normale Seife, reinigt bedeutend besser als Duschgels und verteilt sich auch viel besser.


Hallo

Ich würde die Seite verdünnen mit Wasser.
Im Sanitätshaus bekommt man eine Halterung in der man einen Schwamm befestigen kann. Die Halterung hat Saugnäpfe.
So kann man sich die Hand gut waschen, auf den Schwamm die Seife verdünnt mit Wasser drauf schütten und los gehts.
Ich habe Desinfektionstücher dabei für die Türklinken, oder wenn ich Essen gehe.

Gruss aus der Schweiz Heaven


hallo Heaven
danke für deinen Beitrag, das mit dem Schwamm finde ich gut, würdest du mir den Link wo ich diesen Sehen und gegebenenfalls Bestellen könnte zukommen lassen. denn ich hab in unserer Gegend die für mich erreichbaren Sanitätshäuser schon durchstöbert aber noch nichts derartiges gefunden. bin auch schlecht zu Fuß und da wäre eine konkrete Anschrift schon hilfreich.
wünsche einen guten Tag
Danke LeMar

Verfasst am: 19. 05. 20 [17:20]
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swisswuff1
Beiträge: 680
einbein hat geschrieben:

Man kann Probleme suchen oder Lösungen. Ich glaube, hier tummeln sich viele, die nach letzterem suchen.

Wenn jemand nur eine Hand hat, wird er mit der Zeit über genug Lebenserfahrung verfügen, diese geeignet zu waschen oder desinfizieren. Sofern neben der Hand nicht auch noch ein Stück vom Gehirn fehlt oder lahm ist.
Sorry, wenn ich da jetzt mal so direkt bin.


Die durchaus aus meiner Sicht extrem sinnvolle, und sinnvollerweise in einem geeignete Forum gestellte, eingangs gepostete Frage nach "wie wäscht man 1 Hand richtig gut" ist gerade was Trick, Erfahrungsaustausch etc. angeht, mit grosser Sicherheit ein echtes Thema für ein geeignetes Forum.

Dass aber Leute mit anderen Behinderungen solche Fragen als ernsthaft, und relevant, empfinden, ist kaum zu erwarten. Der Hinweis von einbein, dass (falls die eine Hand nicht geeignet gewaschen oder desinfiziert werden kann) jemandem "ein Stück vom Hirn fehlt oder lahm ist", ist sicher ein sehr harter Hinweis darauf, dass Myhandicap gerade für Einschränkungen der oberen Extremität schlicht das falsche Forum ist. Dieser Hinweis auf diese Hirnfunktion ist in jeder Weise daneben, fehlplatziert, unsachlich, vor allem aber hilft sie keineswegs weiter. Sorry wenn ich da auch mal so direkt bin.

Ich habe mir das Buch 'Do it yourself' gekauft. Auf deutsch ungefähr: 'Selbst ist der Mann'! Aber es muß heute ja englisch sein. (DONALD DUCK, aus Selbst ist der Mann)
Verfasst am: 29. 05. 20 [15:25]
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swisswuff1
Beiträge: 680
LeMar hat geschrieben:

Hallo guten Tag Swisswuff1
Danke für deine Zuschrift, wie ich sehe bist auch du am suchen und beim Handwaschen nicht viel weiter als ich. Hast zwar noch ein zweiten Arm, der bei mir gänzlich fehlt aber das bringt einem auch nicht viel weiter, als Wasser drüber laufen lassen die Seife Knutschen und ins Handtuch greifen und warten bis der Rest Luftgetrocknet ist. Das geht noch Zuhause und bei Straßenstaub und Blumenerde, hat aber mit wirklicher Handhygiene nichts zu tun, und wenn man noch ein bisschen Werkelt und Öl und Fett ins Spiel kommt, dann bleibt auch dir nur Handwaschpaste und ein zweiter Handersatz.
Ich gehe davon aus dass auch bei euch in der Schweiz Behinderten Hilfsmittel auf dem Markt sind und du das eine oder andere für dich brauchbare finden kannst. Wobei das Angebot immer dürftiger wird als ich vor fast 40 Jahren meinen Arm verlor gab es noch wirklich nützliche Hilfsmittel vielleicht ist es da bei euch in der Schweiz noch etwas besser bestellt.
Danke und alles gute
Nette Grüße aus Deutschland
LeMar


Ich habe dasselbe Problem, wenn die Hand stark mit Dreck wie Öl verschmiert ist, dann muss eine Bürste sehr gut halten, dass man die Hand sauber kriegt.

Dann ziehe ich entweder die Prothese an, und spanne die Bürste dort ein. Dann geht es "einigermassen", je fester der Griff des Prothesengreifers ist umso besser. Aber ich bin auch schon zum äussersten geschritten, und habe eine kleine Plastikwanne mit Seifenwasser in die Werkstatt genommen und dort die Handbürste im Schraubstock befestigt.

Gelegentlich ist aufweichen der einzige Weg; dann gibt es eine heisse Badewanne und irgendwann ist der Dreck so gelöst dass es mit weniger krassem Schrubben geht.

Handschuhe anziehen ist immer etwas aufwendig aber meist sind die dann wenn man sie anzieht ja einigermassen sauber und man hat etwas Zeit.... ausziehen dreckiger Handschuh, ich spanne dazu z.B. einen langen Schraubenzieher in den Schraubstock, und schaue dass ich den Handschuh am Schraubenzieher "aufhänge". So oft dass ich mir einen Schuhlöffel mit Abstandshalter/holz an der Wand montiere kommt es nicht vor, aber so in der Richtung würde ich es machen wenn es oft vorkäme. Egal was, solange es vorsteht und man es zwischen Haut und Handschuhöffnung schieben kann, hilft beim Abziehen (dreckiger) Handschuhe. Ich bin auch schon draufgestanden, mit dem Schuh und bin so aus dem Handschuh raus.

Den Schraubstock verwende ich zB auch, wenn ich mit einer Pinzette einen Holzspiessen aus der Hand holen will: dann wird die Pinzette eingespannt, ich halte die Stelle mit dem Holzspiessen an deren Ende, und drehe mit dem Armstumpf den Schraubstock zu.

Als andere Hilfe in dem Zusammenhang sind Bürsten als Aufsatz für den Akkuschrauber zu nennen. So reinigte ich am letzten Wochenende mit so einer (relativ kleinen) Bürste die Kette und Gangschaltung meines Fahrrads: Brennsprit auf die Bürste (und die dreht ja dann) und dann dicht drauf / rein in die Ritzel etc, dann wird die Hand nicht so dreckig und man ist viel schneller fertig. Es schaltet auch wieder ganz hevorragend jetzt.

Ich habe mir das Buch 'Do it yourself' gekauft. Auf deutsch ungefähr: 'Selbst ist der Mann'! Aber es muß heute ja englisch sein. (DONALD DUCK, aus Selbst ist der Mann)
Verfasst am: 29. 05. 20 [15:37]
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