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Drogen / Psychopharmaka / Schlafstörungen / Rasendes Herz

Topic Status: beantwortet

 » Gesundheit, Hilfsmittel & Medikamente
Landesflagge: DE
sorgenkind135
Themenersteller
Beiträge: 1
Ich war mit 18 das erste mal in einer Psychatrie zur Behandlung ( Diagnose: Drogeninduzierte Psychose). Dort bekam ich dann sofort Seroquel Pro Long 200 mg. Nach 1 Monatigem aufenthalt als ich wieder dahei war setzte ich sie sofort ab weil mir nicht wohl damit war. Da ich meinen Konsum aber weiterhin ausführte (Hauptsächl. Kiffen, aber auch viel Speed und XTC,GHB/GBL gelegentlich) und die Medikamente schlicht nicht nehmen wollte kamen viele weitere Aufenthalte dazu in denen ich immer wieder auf medis gesetzt wurde. Ich habe oft probiert die Medikamente wegzulassen hatte eigentlich auch nur noch ganz selten Syntetische sachen Konsumiert war eher am Kiffen. Hatte dadurch das ich keine Psychopharmaka mehr einnahm aber probleme bzw Nebenwirkungen da ich enfach überhaupt nicht mehr Schlafen konnte. Tag oder Nacht, ich lag Stundenlang im Bett und drehte mich und hatte keine einzige Minute schlafen können ich konnte die Augen solange zumachen wie ich wollte nichts. Also bin ich dann meistens einfach Nachts weil ich es nichtt mehr Ausgehalten habe Spazieren oder saß vorm Laptop. Ich konsumierte kein Speed oder XTC mehr habe jedoch sehr viel gekifft weil ich dachte ich schlafe dann vielleicht malaber das half auch nichts. Ich habe das Gras/Hasch quasi kaum gespürt und habe deswegen mehr und mehr nachgelegt was aber nichts half. Das ging dann so weiter und ich wurde von Tag zu Tag verwirrter, hatte höllisches Gedankenrasen und total wirre Gedankengänge die ich mir heute nicht erklären kann und teilweise muss ich sogar drüber lachen. Ich habe dan sechs tage nicht geschlafen da bin ich mir 100 % sicher auchwenn es da immer solche gibt die sagen man selber würde es nicht merken das man eben doch mal wegknackt. Aber diese Psychopharmaka und die Nebenwirkungen sind halt echt ne harte nummer.vor allem wenn man sie dann nicht mehr nimmt deswegen war ich ja so abgeneigt und habe viele versuche unternommen sie wegzulassen. Es waren wie gesagt viele Psychatrieaufenthalte und eben dann mit 26 / 27 Jahren hat man mir dieses Depot ich muss wirklich sagen aufgezwungen und das war die pure Hölle da war ich nicht mehr Lebensfähig. Ich hatte noch nie so kranke scheiß gedanken. Das hat michvöllig verändert ich dachte z.B wirklich mit fester überzeugung ich wäre der Teufel höchstpersönlich und würde immer so Gedankenströme losschicken die sich um soweiter sie sichfortbewegten breiter werdenwürden und Leute dazu bringt sich gegenseitig zu töten und einfach schreckliche dinge passieren. Ich habe dann immer nach unten gekuckt und krampfhaft probiert keine Gedanken zu haben bzw anetwas zu denken was mich wütend macht da ich überzeugt war das die ströme durch wut oder wenn ich mich aufrege erzeugt würden.Und da ich echt probleme hatte und mich öfters am tag mal kurz ärgerte oder eine sekunde wütend war dachte ich dann immer oh nein jetzt hab ich da wieder was losgerissen. Wenn ichdann in den Nachrichten sah das dort und dort wieder ein Massaker oder sonstiges war war ich überzeugt ich wäre dafür verantwortlich und das war ein unbeschreiblich schreckliches gefühl.
Obendrein hatte ich durch diese gedanken oft Minutenlang anhaltende ich nenne es mal schreckzustände des herzens.Stellt euch vor ihr habt z. B einen Autounfall seht das es gleich kracht genau dieses gefühl minutenlang und durchgehend. Also Quasi die ganze zeit auf adrenain. Noch dazu schlug mein Herz so krass das ich es spürte und irgendwie sogar hörte und es fühlte / hörte sich an als wäre mein herz ein stroboskop. Und das war mit dem Depot immer so. Nach langem auf und ab ich bin jetzt 30 habe ich es geschafft und nehme keine Psychopharmaka mehr seit über einem halben Jahr also bin ich ziemlich froh. Ich kann endlich schlafen wann ich will. Zu der Zeit mit Psychopharmaka konnte ich nur schlafen nachdem ich das medikament dann abends eingenommen hab, also einfach mal einen mittagsschlaf machen ging nicht damals. doch jetzt ist es des öfteren immer noch so das wenn ich abends im bett liege auf der seite und mein kopf auf dem kissen liegt das ich mein herz eben so abgehen höre bzw. spüre eben wie ein stroboskop. Was zum Teufel kann das sein
Verfasst am: 30. 10. 19 [04:14]
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Helmut60
Beiträge: 399
Hallo Sorgenkind135,

im Übertragenen Sinn beschreibst du, das du dich zuerst immer wieder unter dein Auto gelegt, und mit dem Hammer auf das Lenkgestänge eingeschlagen hast. Dann wolltest du keine Werkstatt den Schaden reparieren lassen, und hast weiter drauf eingeschlagen. Nun sitzt du in dem Auto, und wunderst dich darüber, das es nicht dahin fährt wo du hin lenkst.

Anders gesagt, zuerst hast du dir mit den Drogen das Denkgestänge verbogen, hast die verschriebenen Medikamente nicht genommen... dich geweigert es raparieren zu lassen und hast weiter Drogen konsumiert. Nun schrreibst du hier sinngemäß... ei wie kann dat nur dat mir so komisch ist.. Du wirst dich wohl mal entscheiden müssen.... entweder "ohne Drogen" deren Folgen behandeln, und die Medikamente nehmen... oder so weiter machen wie bisher. Was zu ändern ist sicher nicht leicht... dennoch solltes du es versuchen.

Wenn die verschriebenen Medikamente Probleme machen sollte man bedenken, das sie Nebenwirkungen haben die nicht schön sind, oft aber verschwinden, wenn man sie eine zeitlang ... 2 - 3 Monate genommen hat. Wenn die Nebenwirkungen zu schlimm sind, oder nicht weg gehen, sollte man mit dem Arzt darüber reden, und im zweifelsfall einen 2. Arzt fragen.

Zu guter letzt ist das mit den Medikamenten genauso wie mit den Drogen. Wenn Drogen nicht mehr das erhofte Gefühl vermiteln nimmt man andere. Genauso wie du nicht mit Drogen aufgehört hast, als dir die erste ausprobiert.. sondern andere versucht hast, ist das mit den Medikamenten auch, nur das es länger dauert bis sie wirken, als der Rausch bei einer neuen Droge einsetzt. Es ist deine Entscheidung wie du weiter machst.

icon_smile.gif Helmut

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.11.2019 um 15:43.]

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau. Sie hat eine schw. Psychose.
Verfasst am: 01. 11. 19 [15:33]
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