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Depressionen nehmen kein Ende

Topic Status: beantwortet

 » Psychische Erkrankungen & Therapien
Landesflagge: DE
Merida
Themenersteller
Beiträge: 2
Hallo!

Ich bin neu hier und habe seit 2 1/2 Jahren schwere Depressionen. Mir geht es immer wieder sehr schlecht und ich weiß nicht was ich dagegen tun kann. Bisher hat mir nur ein stationärer Aufenthalt von 4 - 12 Wochen geholfen.

Doch jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, wo ich nicht mehr in die Klinik möchte, ich fühle mich dort nicht mehr richtig aufgehoben, ich habe das Gefühl, die können mir dort auch nicht helfen, ich werde dort nur ruhig gestellt und nach und nach wieder aufgebaut, mit Sachen die mir keinen Spass machen.

Jetzt hatte ich 2 Wochen lang einen fiebrigen Infekt, der mich vor der Klinik bewahrt hat, doch seit 2 Tagen bin ich Fieberfrei. Jetzt will ich den Schlafentzug probieren um vielleicht dieses WE wieder besser drauf zu kommen.

Ich habe auf jeden Fall große Angst, Angst das ich doch wieder in die Klinik muss. Ich weiß das es im Moment das Beste für mich wäre, doch trotzdem kann ich mich nicht dazu durchringen.

Bitte helft mir!

Liebe Grüße
Merida

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.02.2013 um 17:32.]
Verfasst am: 22. 02. 13 [14:44]
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Magic
Beiträge: 1201
Merk Du wenn die Depression anfängt.Bei mir half es immer wenn ich dann Handbike gefahren bin,auspowern,Endorphine frei setzen.Was auch half war hinlegen allein sein einfach die Augen zu,kann das Mittlerweile Stundenlang,bin aber nicht Du,was bei mir funzt muss natürlich bei mir nicht funzen.Was macht Dir Freude?Spass hilft auch.LG Ertich
Verfasst am: 23. 02. 13 [16:36]
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Merida
Themenersteller
Beiträge: 2
Meine Depressionen werden, wenn sie erstmal anfangen, sehr schnell sehr schlimm, ich kann da kaum gegensteuern. Wenn es mir dann so schlecht geht, dann habe ich überhaupt keinen Spass an gar nichts.

Ich weiß nicht ob ich ein Alien in Sachen Depressionen bin, doch irgendwie will nichts richtig helfen und ich glaube auch in der Klinik warten die dort nur ab, bis es von alleine wieder besser wird. Damit kann und will ich aber nicht mehr leben.

Der Schlafentzug hat auf jeden Fall etwas gebracht, gut die Stimmung ist noch im Roten Bereich, aber der Antrieb ist ein bisschen wieder gekommen.

LG
Verfasst am: 24. 02. 13 [19:19]
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Gelöschter Benutzer
Hallo Merida,

Ich glaube nicht das du ein Alien in dieser Sache bist, ich habe das auch so empfunden, das nichts hilft und ich hatte keine hoffnung auf besserung.
wenn du schon 2 einhalb jahre an Depressionen leidest, dann bist du doch warscheinlich auch in Psychotherapeutischer behandlung, oder? Wenn nicht, ist das für mich auf jeden fall eine haupt Hilfe gewesen wieder auf die Beine zu kommen und relativ stabil zu bleiben. Ich bin jetzt 27 und hatte vor sechs Jahren auch einen 3 Monatigen Klinikaufenthalt wegen Depression, dort hat sich für mich auch nichts gebessert, außer die schmerzliche Erkenntniss, dass ich mich der Situation stellen und irgendwas tun muss damit sich etwas ändert, denn der Zustand war kaum zu ertragen, wie du ja warscheinlich selbst weist. Als ich tief in der Depression war hatte ich keinerlei!!! Hoffnung auf eine Änderung zum guten, aber wenn es auch Zeit und durchhaltevermögen braucht, ist es möglich wieder Lebenfreude und Sinn zu finden, das weiß ich jetz. Und es ist warscheinlich unterschiedlich, wieviel Zeit es braucht, aber selbst wenn es jahre dauert lohnt es sich unbedingt... Ich habe vieles ausprobiert, ich denke das ist sehr individuell was dir helfen kann, leider kein patentrezept... Bei mir hatte die Depression viel mit Ängsten, Schuldgefühlen und fehlendem Selbstwert und Selbstliebe zu tun und auch viel mit negativen Kindheitserfahrungen. Ich habe neben der tiefenpsychologischen therapie (bin noch regelmaßig dort) noch musik, QiGong, Klangschalentherapie, Meditation und das aufschreiben von gedanken und Gefühlen, sowie eine auseinadersetzung mit lebens und allgemeinen Glaubensfragen als hilfreiche Mittel erfahren. Ich bin zurzeit nicht frei von leiden, die mit depression zu tun hat, aber das positive hat die oberhand und das ist schon viel wert für mich. Als es noch sehr schlimm war, die Phase ging so etwa ein einhalb jahre, war das akzeptieren der situation glaube ich sehr wichtig, das war bei mir so ungefähr wie das akzeptieren, wenn man sich wegen einer körperlichen krankheit hundselend fühlt und gleichzeitig trotzdem nicht den kopf in den sand zu stecken und was tun was irgendwie was bringen könnte, hauptsache etwas tun, damit die situation nicht weiter stagniert und möglichkeiten für eine veränderung entstehen auch wenn keine kraft dafür da ist, nach und nach kann wieder was an positiver energie reinkommen und dich stärken. Vielleicht kannst du mit der ein oder anderen Erfahrung etwas anfangen.. Ich wünsche dir alles gute, hoffnung und durchhaltevermögen.

mfg

Anna
Verfasst am: 24. 02. 13 [22:15]
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Justin
Beiträge: 6629
Hallo Merida,

zunächst einmal herzlich willkommen in der Community! Schön, dass Du MyHandicap gefunden hast icon_smile.gif
Eine Übersicht, wie das bei uns funktioniert, bietet dieses kurze Video (selbstverständlich auch mit Untertiteln): http://www.myhandicap.de/guided-tour.html

Du hast aus der Community schon einige gute Hinweise erhalten (vielen Dank dafür, Leute icon_smile.gif ).

Vielleicht ist ja eine Anregung dabei, die Dir weiterhilft.

Bist Du denn auch in ambulanter Behandlung?

Ich freue mich darauf, wieder von Dir zu lesen icon_smile.gif

Beste Grüße, Justin
MyHandicap
Wenn diese Antwort für Dich hilfreich war, bewerte bitte oberhalb des Beitrags, wie weit Deine Frage beantwortet wurde.
Sollte Dein Anliegen noch nicht gelöst sein, zögere bitte nicht, noch einmal nachzufragen! ******
Verfasst am: 25. 02. 13 [22:17]
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Gelöschter Benutzer
Hallo !

Ich war auch letztes Jahr 2 mal in der Klinik aber beim 2. Behandlung habe ich mich selbstentlassen, weil sie keine Zeit hatten und mich andauernt mit höhere oder andere Medikamente.
Ich nehme nur Cipralex morgens und wegen Schlafstörung sollte ich auch ein Medikament nehmen aber mir reichte es mit Nebenwirkungen.
Ich stelle mein Wecker immer um 8 Uhr und schlafgehen geht jetzt erst später aber schlafe gut.
Aber vielleicht hilft dir demnächst das schöne Wetter und geh mal spazieren, mach Dir was leckeres zum essen oder deine Wohnung / Zimmer umräumen oder mit schönen Dekoration.
Vielleicht hast Du ein Tierheim in der Nähe und gehst mal mit Hund spazieren.
Wichtig ist bei Depression viel bewegen und gesund ernähren !

Alles Gute und gute Besserung ! icon_biggrin.gif
Verfasst am: 26. 02. 13 [16:38]
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Gelöschter Benutzer
Hallo Merida,

so ganz kann ich Deinen Eintrag nicht nachvollziehen.

Du schreibst, dass man Dir in der Klinik geholfen hat, aber Angst davor hast, wieder dorthin zu müssen? Es gibt sehr viele psychisch kranke Menschen, die jahrelang vergeblich auf einen Therapieplatz warten. Warum nutzt Du die Möglichkeit nicht, es könnte eine große Chance für Dich sein!? Manchmal sind halt mehrere Anläufe nötig.

Eine Garantie, dass eine Depression für immer verschwindet, kann Dir jedoch niemand geben, aber die Fähigkeit, besser damit umzugehen. Ich habe auch seit mehreren Jahrzehnten Depressionen und muss immer höllisch aufpassen, nicht wieder abzudriften.

Du brauchst auch keine Medikamente zur Ruhigstellung zu nehmen, wenn Du das nicht willst. Wenn Du aber immer nur vor Deinen Problemen davonläufst, wird Deine Situation auch nicht besser und durch gelegentliche Radtouren oder Spaziergänge kann eine schwere Depression nicht so einfach weggewischt werden.

Es wäre wichtig, die Ursache der Depression zu erkennen und dann darauf entsprechend zu reagieren. Unterdrückte Gefühle, wie Trauer oder Wut, können ganz gewaltig krank machen. Auf eigene Faust einen Schlafentzug durchzuführen halte ich persönlich für keine gute Idee.

Mir kommt Dein Eintrag so vor, als würdest Du vor Deinen Gefühlen davonlaufen. Wovor hast Du Angst? Wir können Dir leider nur Tipps geben – entscheiden musst Du selbst.

Alle Gute für Dich.
Lieben Gruß

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Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem ein Schaf sein.
(Albert Einstein)

Wer die Rose liebt, erträgt auch ihren Dorn. (türkische Lebensweisheit)
Original: Gülü seven dikenine katlanir.
Verfasst am: 28. 02. 13 [13:29]
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Feuerstern
Beiträge: 69
Regenbogen1 hat geschrieben:

Hallo !

Ich war auch letztes Jahr 2 mal in der Klinik aber beim 2. Behandlung habe ich mich selbstentlassen, weil sie keine Zeit hatten und mich andauernt mit höhere oder andere Medikamente.
Ich nehme nur Cipralex morgens und wegen Schlafstörung sollte ich auch ein Medikament nehmen aber mir reichte es mit Nebenwirkungen.
Ich stelle mein Wecker immer um 8 Uhr und schlafgehen geht jetzt erst später aber schlafe gut.
Aber vielleicht hilft dir demnächst das schöne Wetter und geh mal spazieren, mach Dir was leckeres zum essen oder deine Wohnung / Zimmer umräumen oder mit schönen Dekoration.
Vielleicht hast Du ein Tierheim in der Nähe und gehst mal mit Hund spazieren.
Wichtig ist bei Depression viel bewegen und gesund ernähren !

Alles Gute und gute Besserung ! icon_biggrin.gif

Naja auf der einen Seite soll man sich was Leckeres kochen, aber auf der anderen Seite sich gesund ernähren, wohl eine Kunst. icon_razz.gif
Verfasst am: 03. 03. 13 [12:51]
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Justin
Beiträge: 6629
Hey Feuerstern,

das Eine schließt doch das Andere nicht zwingend aus icon_wink.gif

Beste Grüße, Justin
MyHandicap
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Verfasst am: 04. 03. 13 [11:33]
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Gelöschter Benutzer
Grundsätzlich ist ein Posting ein Hilfeschrei und ich emfinde es lächerlich was hier geantwortet wird.

Wenn man in einer Depression wie du bist, seit einer so langen Zeit, dann kommt man alleine kaum daraus - dann heisst ganz kleine Schritte gehen.

Das Ziel muss der soziale Anschluss an einer Gruppe sein, wo man sich gegenseitig aktiv unterstützt am besten einen der dabei die rolle der Organsisdation übernimmt. Wie kommt man da hin?

Erst mal ist es wichtig in dein aktuellen Tagesablauf kleine Veränderungen einzuführen, die dich positiv aktivieren.

ein lekkeres regelmässiges Frühstück, mit Brötchen die du jeden Morgen an einen nahen Bäcker, Supermarkt holst.
ein Haustier wäre gut
vielleicht überlegst du dir mal ein Besuch im Tierheim, wo du mit Hunden spazieren gehst - wird immer gesucht, nur ist dies schon ein sehr weiter schritt.
ein hobby zum rausgehen
zum beispiel fotografieren
ich weis vieles ist jetzt zuviel ... setze dir kleine schritte, den solche pauschale Sachen Sachen wie werde aktiv und nimm dein Leben in die Hand sind dumme kommentare ohne Empathie und für uns - psychisch Geprägten - halt geistiger Dünnschiss
Verfasst am: 05. 03. 13 [18:23]
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