Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Wenn Sie bereits Nutzer sind, melden Sie sich bitte an.

Darf der Arbeitgeber den Feststellungsbescheid zur Vorlage verlangen?

Topic Status: beantwortet

 » Ausbildung & Beruf
Landesflagge: DE
fenyalady
Themenersteller
Beiträge: 1
Der Arbeitgeber verlangt von meiner Tochter den Feststellungsbescheid. meines Erachtens reicht die Vorlage des Behindertenausweises vollkommen aus um ihre Rechte als Schwerbehinderte in der Firma darzustellen.
Verfasst am: 17. 11. 19 [14:41]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Landesflagge: DE
idur65
Beiträge: 1877
Der Ausweis muß reichen

Ein schwerbehinderter Arbeitnehmer muss den Arbeitgeber lediglich über den Grad der Behinderung aufklären. Dazu reicht die Vorlage des Schwerbehindertenausweises aus. Der schwerbehinderte Arbeitnehmer ist nicht verpflichtet, medizinische Informationen vorzulegen. Auch ist er nicht verpflichte medizinische Angaben zu machen. Mit dem Erhalt des Feststellungsbescheides tritt noch lange nicht automatisch ein Nachtragsausgleich in Kraft. Auch hat der Behinderte nicht automatisch ein Anrecht auf Vergünstigungen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.11.2019 um 16:51.]

Gruß idur

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück!
Verfasst am: 17. 11. 19 [14:53]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Landesflagge: DE
Helmut60
Beiträge: 542
Was ein Arbeitgeber in so einem Fall darf... und wie man sich selber in so einem Fall..... man sucht einen gesundheitlich zuverlässigen Arbeitnehmer.... als Arbeitgeber verhalten würde.... ergründet man am besten in einem kleinen Rollenspiel.

Hier gibt es immer wieder Fragen dazu, ob man sich Merkzeichen oder Prozente aus sdem SBA streichen lassen kann um bessere Chancen bei Arbeitgebern zu haben. Eine vollkommen normale Folge solchen Treibens ist wohl, das Arbeitgeber konkreter wissen wollen was los ist, als ihm irgendwie eingeschränkte Bewerber glauben lassen wollen. Da will dann gut übrlegt sein wie man vorgeht.

icon_smile.gif Helmut

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 17. 11. 19 [19:33]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
Landesflagge: DE
idur65
Beiträge: 1877
Wenn eine Behinderung Einfluß auf die eigene Arbeitsleistung hat sollte dies dem AG auch mitgeteilt werden.
Da muß man eben Vor-und Nachteile genau abwägen.

Gruß idur

Wie man in den Wald ruft so schallt es zurück!
Verfasst am: 17. 11. 19 [21:06]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people