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Blindenstock ohne Mobitraining

Topic Status: beantwortet

 » Gesundheit, Hilfsmittel & Medikamente
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Ernstl
Themenersteller
Beiträge: 15
Hallo Leute,
Ich hab ein kleines Problem bei dem ihr mir vielleicht helfen könnt.
Als ich vor drei Jahren Blind wurde hat man mich von einem Arzt zum nächsten geschickt und mir auch einen Taststock verschrieben.
Als ich jetzt letzten Monat bei der Krankenkasse wegen einem Langstock angefragt habe,weil mein Teleskop-Taststock nichtmehr der beste ist.hat mich die Kasse an den Blindenbund weitergeleitet.Denen habe ich dann mein die verordnung vom Arzt geschickt.Dann haben die mir aber gesagt das sie die Kosten für den Langstock nicht ohne Mobitraining übernehmen können.
Ich pack das mit dem Mobilitätstraining aber nicht mal davon abgesehen das mir das vor 3Jahren auch niemand gesagt hat,hab ich denn echt keine Chance das mir jemand die Kosten übernimmt?
Schliesslich heisst es von Seiten der Kasse das ich in der Öffentlichkeit den Stock schon wegen der Kennzeichnungspflicht brauche.

Liberum est cor tuum - sequi aude
Verfasst am: 13. 12. 12 [20:42]
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MyHandicap Engagementsiegel
KatrinHH
Beiträge: 1043
Hallo!

Wie hast du dich denn die letzten 3 Jahre sicher im Strassenverkehr bewegt? Ich verstehe die Aussage nicht, du würdest ein Mobitraining nicht packen. Meinst du zeitlich, körperlich / gesundheitlich oder finanziell? Kann der Blindenverein kein Mobitraining organisieren und es dir anbieten? Was ist, wenn der Arzt es auf ein Rezept schreibt? Dann müsste es doch machbar sein, auch der neue Stock.

Bei anderen Patienten steht "Rollstuhl" o.ä. auf dem Rezept, dann müßte es doch mit Stock und Training auch machbar sein. Man kann ja keinen Erblindeten ohne Hilfe lassen.

Was / wo ist der Unterschied zwischen Langstock und Taststock?

Gruß, Katrin

Bin Handicap-Mutter (leichte Tetraspastik ohne Hilfsmittel und eine gut eingestellte Epilepsie) eines Handicap-Kindes (fortschreitende seltene Erbkrankheit väterlicherseits (HSP=Hereditäre spastische Spinalparalyse=Vererbte spastische Nervenlähmung(im Spinalkanal))). Wer Fragen hat, immer her damit ;-) www.gehn-mit-hsp.de (ist auch im Profil verankert unter "www") Näheres siehe im Profil.
Verfasst am: 15. 12. 12 [09:58]
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Ernstl
Themenersteller
Beiträge: 15
Da ich in einer WG wohne und tolle Freunde hab,hab ich in den letzten Jahren mit meiner Bekannten viel geübt und natürlich auch in meine Erfahrungen während der Arbeit gesammelt.was orientierung angeht.Und da ich eh ziemlich abseits wohne,kann ich Einkäufe eh nur mit meinen Mitbewohnern erledigen.
Was die Aussage an geth das pack ich nicht,ist einfach Gesundheitlich und Körperlich.
Ausserdem tu ich mich sehr schwer einem Fremden(in dem Fall der Monitrainer) so zu vertrauen das ich mich mit ihm draussen bewegen könnte.

Ja der Arzt hat mir ein Rezept für einen Neuen Stock gegeben.bei nur eben jetz nach 3 Jahren fällt denen ein das ich einen Stock nicht bezahlt bekomme ohne ein Mobitraining zu machen.Der Langstock ist für draussen einfach besser,weil man die Spitze tauschen kann und weil er ein gutes Stück länger ist als mein Taststock,was es mir natürlich leichter macht Hindernisse früher zu erkennen.

Ich warte schon die ganze Zeit auch eine Antwort meiner Krankenkasse ob sie nicht die KOsten ohne ein Mobitraining übernehmen aber die Antwort lässt auf sich warten.

Liberum est cor tuum - sequi aude
Verfasst am: 15. 12. 12 [14:10]
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Justin
Beiträge: 6606
Hallo Ernstl,

nun, meinen Informationen nach ist es tatsächlich so, dass ein Mobilitätstraining Voraussetzung für die Kostenübernahme ist.

Du kannst dich diesem Training natürlich verweigern. Schlimmstenfalls musst Du dir den entsprechenden Stock dann aus eigenen finanziellen Mitteln beschaffen.

Ich möchte Dich aber ermutigen, es einfach mal zu probieren. Vielleicht ist es, im positiven Sinne, ganz anders als Du es dir vorstellst.
Wenn es nicht klappt, kannst Du es ja immernoch abbrechen.

Verstehe dieses Training nicht als Gefahr, sondern viel mehr als Chance, Deine bisherigen Fähigkeiten noch weiter zu verbessern.

Beste Grüße, Justin
MyHandicap
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Verfasst am: 16. 12. 12 [01:07]
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Ernstl
Themenersteller
Beiträge: 15
Danke Justin

ich hab lang drüber nachgedacht und alles abgewägt aber ich werde dann wohl den Stock einfach irgednwie selber kaufen müssen.Hab bei Ebay ein paar Stöcke gefunden die sich gut anhören und erschwinglich sind.
Ich hab einfach die Kraft nicht mehr mir die ganze Zeremonie bis zu dem Mobitraining und der Kostenübernahme anzutun.(Damit mein ich den erneuten Besuch bei den Ärzten die ein Mobitraining-Gutachten erstellen müssen,dann die dauernde Terminvereinbarerei mit einem Trainer,mal davon abgesehen die Besuche beim Blindenbund um erstmal einen Trainer zu finden mit dem ich auch zurecht kommen würde).

Trotz allem danke an euch beide für eure Antworten.





Liberum est cor tuum - sequi aude
Verfasst am: 16. 12. 12 [11:34]
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Justin
Beiträge: 6606
Hallo Ernstl,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Es tut mir sehr leid, dass ich in diesem Fall nicht weiterhelfen konnte.

Auch finde ich es schade, dass Du dir selbst nicht einmal die Chance gibst und es versuchst. Aber das ist natürlich Deine Entscheidung.

Ich hoffe, bei Deinem nächsten Anliegen kann ich Dir weiter helfen.

Wir wünschen Dir weiterhin viel Spaß und eine interessante Zeit in der Community von MyHandicap!

Beste Grüße, Justin
MyHandicap
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Verfasst am: 16. 12. 12 [22:43]
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gefel
Beiträge: 1
Hallo Justin,
meine Eltern haben einen ähnlichen Brief von der Krankenkasse bekommen. Nun sind sie seit mehr als 50 Jahren mit dem Blindenstock unterwegs und müssen jetzt eine Schulung machen. Ist es nicht eine Frechheit von der Krankenkasse so was zu verlangen? Gibt es wirklich keine Rechtsgrundlage für einen Widerspruch? Man muss doch Menschen deferinzieren können und wenn einer schon so lange traurige Erfahrung gemacht hat und immer klar gekommen ist, dann muss er doch nicht zu einer Schulung gehen.

Ich freue mich auf deine Antwort.

Grüße
Verfasst am: 14. 02. 19 [21:18]
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