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Alltag durch Coronavirus auf den Kopf gestellt

Topic Status: offen

 » Coronavirus
Landesflagge: CH
Andreas_MyHandicap
Themenersteller
Beiträge: 5
Liebe Community

Die aktuelle Situation ist für uns alle schwierig, insbesondere für Risikogruppen und deren Angehörigen. Es stellen sich viele Fragen und täglich neue Probleme. Daher haben wir ein neues Forum eingerichtet, in dem Fragen gestellt und mit Gleichgesinnten diskutiert werden kann. Ein Austausch mit anderen Menschen, die ebenfalls chronisch krank, beeinträchtigt oder pflegende Angehörige sind, kann hilfreich sein. Wie geht ihr mit den Herausforderungen um? Wo bräuchtet ihr mehr Unterstützung? Was belastet euch besonders?

Wir freuen uns auf eure Beiträge, Fragen und Anregungen.

Schöne Grüsse

Andreas_MyHandicap
Verfasst am: 06. 04. 20 [15:32]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
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Kohlrabi
Beiträge: 363

hallo Andreas

wie du sagst ist es für alle anders geworden. Man wird sozusagen aus der "Bahn" geworfen.

Wenn ich dann noch feststellen muss, das von einem Tag auf den anderen Altpapier und oder Kartonsammlungen abgesagt werden, ohne nennbares Ausweichdatum wirds schwierig.

Freiwillige über 65 dürfen sich auch nicht mehr kümmern, sei es für Spaziergänge, Gespräche, Ausfahrten etc., was logischerweisem den mindest Abstand der üblich vorgeschlagenen 2m überschreitet.

Der Hauslieferdienst hat lange Wartezeiten. Bei denen sollte man die zuhause bleiben müssen das bevorzugt behandelt.

Kohlrabi

Verfasst am: 07. 04. 20 [15:16]
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k.obus
Beiträge: 522
hallo andreas, mich belastet insbesondere daß soziale kontakte weitgehend nicht mehr möglich sind.
zudem durfte ich meine kürzllich verstorbene mutter nicht im krankenhaus besuchen, was sehr, sehr schmerzhaft für mich war und für sie natürlich auch.
ich konnte sie nicht am krankenbett trösten - nur telefonieren konnten wir - glücklicherweise bis einen tag vor ihrem tod.
das war eine heftige emotionale zeit der hilflosigkeit die noch in der frischen zeit der trauer nachwirkt.

traurige grüße

freundlicher gruß :-)

Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn
(Autor unbekannt)

Verfasst am: 07. 04. 20 [17:00]
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k.obus
Beiträge: 522
hallo andreas, mich belastet insbesondere daß soziale kontakte weitgehend nicht mehr möglich sind.
zudem durfte ich meine kürzllich verstorbene mutter nicht im krankenhaus besuchen, was sehr, sehr schmerzhaft für mich war und für sie natürlich auch.
ich konnte sie nicht am krankenbett trösten - nur telefonieren konnten wir - glücklicherweise bis einen tag vor ihrem tod.
das war eine heftige emotionale zeit der hilflosigkeit die noch in der frischen zeit der trauer nachwirkt.

traurige grüße

freundlicher gruß :-)

Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn
(Autor unbekannt)

Verfasst am: 07. 04. 20 [17:01]
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Blitz
Beiträge: 335
Hallo Andreas
Für mich schwer ist, zu wissen das ich jetzt trotz dem das ich nicht Arbeiten darf in der Geschützten Werkstatt, nicht zu den Eltern darf helfen gehn, weil sie ja nicht selber einkaufen dürfen. Viele meiner Bezugspersonen nicht ereichbar sind weil alles geschlossen ist wegen Corona. Um so mehr froh um die Person von der Psychiatrischen Spitex wo noch kommt. Und das man Plötzlich telefonieren sollte mit allen möglichen Personen, wenn was ist und sonst auf sich alleingestellt ist.
Dabei wissen die meisten Personen wo mit mir zu tun haben das es egstrem viel braucht wenn ich nicht weiss wer abniehmt zum telefonieren für mich.
Lg Blitz

Ein Mensch mit besonderen Bedürfnissen
Verfasst am: 08. 04. 20 [13:59]
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Andreas_MyHandicap
Themenersteller
Beiträge: 5
Hallo zusammen

Vielen Dank für eure ehrlichen und teils sehr emotionalen Kommentare. Sie zeigen, dass die Situation wirklich auf vielen Ebenen schwierig ist. Besonders für Menschen, die angwiesen sind auf Betreuung, Unterstützung oder selbst Menschen pflegen.

Wir haben hierzu einen Artikel verfasst. https://www.myhandicap.ch/coronavirus/

Oftmals kann auch ein Austausch mit Gleichgesinnten helfen. Das Team von Myhandicap freut sich daher auf weitere Kommentare, Fragen und Wünsche in diesem Forum.

Bleibt gesund!

Liebe Grüsse
Andreas
Verfasst am: 08. 04. 20 [14:05]
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Kohlrabi
Beiträge: 363
hallo

... da wäre noch was

sehr zu bemängeln dass uns Risikogruppen vom Staat nicht mehr Hilfsangebote zur Verfügung stehen. Wir sind sozusagen auf uns selber gestellt.
Wie, wenn im Winter einen Meter Schnee vor dem Haus liegt und wir uns selber kümmern müssen.
Fragt auch kein Schwein, wie wir das bewerkstelligen.
Aber wir Ridikogruppen konnten wenigstens Leute empfangen und so die sozialen Kontakte aufrecht erhalten.

Kohlrabi
Verfasst am: 09. 04. 20 [16:39]
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jenner
Beiträge: 2935
Kohlrabi hat geschrieben:

Aber wir Ridikogruppen konnten wenigstens Leute empfangen und so die sozialen Kontakte aufrecht erhalten.

Das mag in der Schweiz dann anders als in Deutschland so sein.
Wir dürfen dies unter BUßGELDANDROHUNG dies nämlich NICHT. Ich leide sehr darunter meine Freunde nicht sehen zu können. Wir dürfen uns mit EINER Person im vorgeschrieben Abstand draußen aufhalten. icon_redface.gif

Gruß jenner
"Versuchungen sollte man nachgeben, wer weiß ob sie wieder kommen" (Oskar Wilde)




Verfasst am: 09. 04. 20 [17:22]
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Helmut60
Beiträge: 555
Hallo Jenner,

das man jetzt zu Personen mit denen man nicht zusammen wohnt "Abstand" halten soll ist doch verständlich. Miteinander reden kann man auch, wenn man 3 m auseinander läuft, oder sich auf gegenüberliegende Bänke setzt, und sich via Handy u. Headset unterhält. Von zuhause aus, oder auch von unterwegs kann man mit den allermeisten Interentfähigen Handy zudem per Videochat leicht sehen und hören.

Mir graust jedes mal wenn ich die Werbung in Sachen "Bleib zuhause sehe" und heilfroh, das ich keine kleinen Kinder mehr habe, denn zuhause bleiben, wäre bei dem Wetter der letzten Wochen, und der schier unendlichen Freiraum den es draußen gibt, schlicht das letzte was ich tubn würde.... bzw. jetzt wenn auch überwiegend allein tue. Zum Frühstücken fahre ich 4 km mit dem Rad in die Natur, und mach es mir gemütlich, wobei bei mir immer wieder auffällt, wie leer es draußen ist, wo man doch leicht einige Meter Abstand zum nächsten halten kann....

Auf der anderen Seite dieser Schwachsinn mit der Einkaufswagenpflicht. Bin mal gespannt wann unsere Comedians auf einen Sektsch kommen der Zeigt, wie hoch intelligent die Coronavieren sein müssen... Da schweben 2 Coronaviren durch einen Laden... Einer will einen Kunden von Links infezieren, brüllt der andere... Haaaaalt... der schiebt einen Einkaufswagen, da darf man nicht ran.... nimm den da rechts... der hat keinen.

Ich werd über Ostern an die Staatsanwaltschaft schreiben, und bin gespannt was die dieser Nötigung und Diskriminierung sagt.

icon_smile.gif Helmut

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.04.2020 um 19:13.]

Betroffen ist .....meine Tochter Sonja. Sie hatte im Alter von 2 Wochen eine schwere Meningitis, und ist heute mit 36 J. auf dem Stand von 9 - 15 Monaten. ... sowie meine Frau, Sie hat eine schw. Psychose... und zu guter letzt ich selbst....100 % schwerbehindert.
Verfasst am: 09. 04. 20 [19:03]
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k.obus
Beiträge: 522
Kohlrabi hat geschrieben:

sehr zu bemängeln dass uns Risikogruppen vom Staat nicht mehr Hilfsangebote zur Verfügung stehen. Wir sind sozusagen auf uns selber gestellt. (......)
Aber wir Ridikogruppen konnten wenigstens Leute empfangen und so die sozialen Kontakte aufrecht erhalten.

@ kohlrabi
meinst du daß alle menschen mit handicap zur risikogruppe gehören? icon_rolleyes.gif das stimmt nämlich nicht.
sind die bestimmungen in CH wirklich anders als die in D was die verbote bestimmter sozialer kontakte angeht?
äußere dich doch bitte mal dazu.

@ andreas
ich muss schon sagen daß ich erhebliche probleme mit dem gejammer einiger leute habe die die vorschriften nicht einsehen wollen die meiner meinung nach dazu gemacht sind daß wir so rasch wie möglich eine lockerung der einschräkungen bekommen können. glücklicherweise sind in D die meisten einsichtig.

was hätte ich z.b. damit erreichen können wenn ich darauf gedrängt hätte meine schwerkranke mutter noch im krankenhaus besuchen zu dürfen? man hatte mich aus gutem grund nicht reingelassen, so hart und mehr als bitter es auch für meine mutter und mich war.
zur beisetzung sind übrigens gegenwärtig nur 6-8 personen zugelassen was ich natürlich auch sehr, sehr traurig finde. doch ich muss mich damit abfinden so wie enkel, andere verwandte und freunde auch. trauerfeiern sind untersagt - wir sind nur direkt am grab.

liebe leute! die bestimmungen sind dazu da uns, also die gesamte bevölkerung inkl. pfleger, ärzte sowie das personal in supermärkten u.a. zu schützen. seid bitte einsichtig!




[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 10.04.2020 um 09:18.]

freundlicher gruß :-)

Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn
(Autor unbekannt)

Verfasst am: 10. 04. 20 [09:14]
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