Behindertenfahrzeuge

Verladesystem transportiert Rollstuhl ins Auto. (Foto: Ford Werke GmbH)
Einmal Rollstuhl zum Mitnehmen: Ein angepasstes Auto sorgt für einen deutlich größeren Bewegungsradius. (Bild: Ford Werke GmbH)

Behindertenfahrzeuge ermöglichen Menschen mit Behinderung individuelle Mobilität. Behindertenautos sind massgenau auf die jeweiligen Bedürfnisse und Einschränkungen der behinderten Nutzer zugeschnitten.

Mobilität ist ein Menschenrecht, auf das laut UN-Behindertenrechtskonvention jeder Mensch einen Anspruch hat. Dies gilt insbesondere für behinderte Menschen, die körperlich so eingeschränkt sind, dass öffentliche Verkehrsmittel für sie nicht in Frage kommen oder deren Nutzung nur mit unverhältnismäßigem Aufwand verbunden wäre. Die nötige Freiheit erhalten Menschen mit Behinderungen dank behindertengerechten Fahrzeugen. Durch die individuell angepassten Behindertenautos können Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Individuelle Mobilität mit behindertengerechten Autos

Einschränkungen in den oberen Gliedmaßen sind beispielsweise mit speziellen Lenkrädern oder Joysticks zu kompensieren. Rollstuhlfahrer dagegen profitieren von Einsteighilfen, per Hand bedienbaren Pedalen und Verladern, die ihre Rollstühle automatisch in dem Fahrzeug verstauen.

Für die individuellen Anpassungen bieten sich so genannte Umrüster an, die sich darauf spezialisiert haben. Diese Werkstätten beraten Betroffene, welche Umbauten in Frage kommen und setzen diese letztendlich um.

Kostenübernahme durch verschiedene Träger

Für Behindertenfahrzeuge gibt es mehrere Kostenträger. Die gemeinsame Anspruchsgrundlage bildet hierfür die Kraftfahrzeughilfeverordnung (KfzHV). Die behindertengerechten Autos werden demnach mit maximal 9.500 Euro gefördert, sämtliche notwendigen Umbauten dagegen in voller Höhe übernommen. Die KfzHV sieht zudem eine Neuförderung frühestens alle fünf Jahre vor.

Für Berufstätige mit Handicap ist die Arbeitsagentur beziehungsweise die Rentenversicherung (bei mindestens 15 Jahre Einzahlungen) die zuständige Stelle, für behinderte Schüler und Studenten der überörtliche Sozialhilfeträger. Weitere Kostenträger sind - je nach Vorliegen der jeweiligen Voraussetzungen - die Unfallversicherung und die Kriegsfürsorgestelle.

Umgebaute Kfz sind auf die behinderten Nutzer zugelassen

Durch diese Anpassungen sind Menschen mit Mobilitätseinschränkungen in der Lage, das Auto selbst zu führen. Im Führerschein werden diese dann als notwendige Hilfsmittel aufgeführt. Ist die Behinderung doch so schwerwiegend, dass das selbstständige Fahren selbst mit zusätzlichen Hilfen nicht möglich ist, kann ein Angehöriger oder ein Assistent das Steuer übernehmen. Das Fahrzeug muss dennoch auf den Namen des behinderten Menschen laufen, damit die Förderung von der KfzHV greift.

Erfahren Sie in den folgenden Seiten mehr über die Möglichkeiten, ein persönlich angepasstes Fahrzeug Ihr Eigen zu nennen und somit behindertengerechte Mobilität zu erlangen.

Beratung

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