Smart Home: Das intelligente Zuhause

Eine Hand zieht das Haus-App vom Bildschirm eines Smartphones. (Foto: ClipDealer GmbH)
Smart Home kann auch das Leben von Menschen mit Behinderung und Senioren erleichtern. (Foto: ClipDealer GmbH)

Smart Home, Smart Living, Smart Secure Living, intelligentes Wohnen: Viele Begriffe umschreiben das Zuhause, das dank modernster Technologien mehr Komfort und Sicherheit bietet. Davon profitieren auch Menschen mit Behinderung und Senioren, denen das Smart Home ein möglichst langes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen soll.

Smart Home ist der Oberbegriff für technische Verfahren und Systeme in Wohnräumen. Das übergeordnete Ziel des Smart Home ist die Senkung des Energieverbrauchs bei gleichzeitiger Erhöhung von Flexibilität, Sicherheit und Wohnkomfort. Erreicht wird dies durch die Vernetzung, zentrale Steuerung und Automation der gesamten Haustechnik und der elektrischen Geräte eines Haushaltes.

Ambient Assisted Living

Ein spezieller Aspekt des Smart Home ist das sogenannte Ambient Assisted Living. Er befasst sich mit Methoden, Konzepten, elektronischen Systemen, Produkten und Dienstleistungen, die den Alltag von Menschen mit Behinderung und von Senioren unterstützen.

Ambient Assisted Living gilt als mögliche Antwort auf die Herausforderungen, welche die demographische Entwicklung mit sich bringt. Denn die Menschen werden immer älter und möchten und sollen so lange wie möglich altersgerecht, selbstbestimmt und selbstständig in den eigenen vier Wänden leben können. Dies gilt selbstverständlich auch für Menschen mit Behinderung.

Smart Home ist keine Zukunftsvision

Noch vor nicht allzu vielen Jahren wurde der Begriff Smart Home in einem Atemzug mit Science Fiction und Zukunftsmusik genannt. Angetrieben von einer rasend schnellen technischen Entwicklung und grosser Forschungsarbeit stehen Smart Home und verschiedene Systeme des Ambient Assisted Living nach Einschätzung von Fachleuten aber mittlerweile schon an der Schwelle zur Massentauglichkeit.

Bereits heute sind Smart Home-Systeme erhältlich, die Heizung, Beleuchtung und elektrische Haushaltsgeräte bedürfnisgenau steuern, die individuelle Lichtprofile erstellen, die Jalousien je nach Sonneneinstrahlung steuern, die die Türklingel leiser klingeln lassen, wenn die Kinder schlafen und die den Einbruch- und Brandschutz verbessern. Wer vergisst ein Fenster zu schliessen, dem wird dies per SMS mitgeteilt, und die Waschmaschine schaltet sich automatisch dann ein, wenn die Stromtarife am tiefsten sind.

Smart Home Haus Querschnitt

Haus Querschnitt Smart Home

Im Smart Home Haus Querschnitt sehen sie, in welchen Bereichen Smart Home Produkte eingesetzt werden können.
Smart Home Haus Querschnitt

Zwei Leuchten vor einem Fenster. (CFalk/pixelio.de)
Smart Home-Systeme erlauben unter anderem die bedürfnisgerechte Steuerung der Beleuchtung. (CFalk/pixelio.de)

Zentrale Steuerung der Hausautomation

Smart Home weist verschiedene Teilaspekte auf, die für das Ambient Assisted Living und somit für Menschen mit Behinderung und Senioren interessant sind. Der Bereich Hausautomation umfasst Überwachungs-, Steuer-, Regel- und Optimierungseinrichtungen in Immobilien. Dazu gehören Beleuchtung, Jalousien, Heizung oder Alarmanlagen, alles zentral gesteuert, zum Beispiel über einen Tablet-Computer oder ein Smartphone.

Bei der Haushaltgeräte-Automation kommt es zur Vernetzung, Fernsteuerung und Programmierung von Kaffeeautomat, Kühlschrank, Backofen und Herd. Für Menschen mit einer Behinderung, die körperlich eingeschränkt und stark an die eigenen vier Wände gebunden sind, sind hier in Zukunft bedeutende Erleichterungen möglich. Die gilt auch für den Bereich der Unterhaltungselektronik, wo alle Medien wie Musik, Film oder Fotos hausweit abrufbar sind.

Alarmsysteme für den Notfall

Ebenfalls vor bedeutenden Veränderungen stehen Medizin und Pflege: Zu den Produkten des Ambient Assisted Living gehören Kommunikationslösungen für den Kontakt von Menschen mit Behinderung oder Senioren mit Pflegenden und Ärzten ebenso wie selbst auslösende Notrufsysteme, Sturzsensoren, Bewegungsmelder oder Telemonitoring. Weitergehende Entwicklungen gehen in Richtung von medizinischer Prävention, Diagnostik und Therapie.

Beispiele, welche Möglichkeiten sich für Menschen mit Behinderung oder Senioren im Rahmen von Ambient Assisted Living und Smart Home ergeben können, lesen Sie in diesem Artikel.

Text: Patrick Gunti - 07/2013 update 03/2016

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