Tipps für den Frühjahrsputz und strahlend reine Fenster

Das Foto zeigt eine Frau beim Fensterputz. Quelle: pixabay.com
Fensterputz. Quelle: pixabay.com

Die eigenen vier Wände sauber zu halten, ist viel Arbeit. Das gilt ganz besonders für Menschen mit Behinderung. Sie haben es oft schwer, alle Ecken der Wohnung zu erreichen und sind dabei zusätzlichen Gefahren ausgesetzt. Die richtigen Hilfsmittel sind da ganz besonders wichtig.

Wie lange man zum Putzen benötigt, hängt entscheidend davon ab, wie man an die Sache herangeht und welche Reinigungsmittel man verwendet. Dabei muss es nicht immer die teure Spezialtinktur sein. Meist genügt sogar Wasser mit einem milden Reinigungsmittel. Für das Bad eignet sich eine Schermilch oder ein Anti-Kalk-Mittel, um Wanne, Waschbecken und Armaturen sauber zu halten. Dann noch ein Glasreiniger für die Spiegel und die Grundreinigung geht schnell von der Hand.

Desinfektionsmittel sind weder nötig noch sinnvoll

Von Desinfektionsmitteln sollte man im Haushalt die Finger lassen. Sie sind für den Hausputz weder nötig noch sinnvoll. Antibakterielle oder desinfizierende Wasch- und Reinigungsmittel enthalten Giftstoffe, die Allergien auslösen können. Im schlimmsten Fall können Desinfektionsmittel sogar zu Resistenzen gegenüber Antibiotika führen. Deshalb gilt: milde Putzmittel sind gegenüber Desinfektionsmitteln stets zu bevorzugen. Einige Ausnahme: Der Arzt empfiehlt aufgrund der persönlichen, gesundheitlichen Situation einen besonderen Schutz.

Besondere Vorsicht beim Fensterputz

Neben den geeigneten Reinigungsmitteln sollte man beim Wohnungsputz auch die eigene körperliche Konstitution berücksichtigen. Besonders hoch gelegene Stellen, wie etwa Regale und Schränke sind mit Gefahren verbunden. Auch beim Fensterputz kommt es häufig zu Unfällen, wenn Menschen von der Leiter fallen oder durch herablaufendes Schmutzwasser ein rutschiger Untergrund entsteht.

Fenstersauger sorgt für streifenfreie Sauberkeit

Hier lässt sich das Risiko durch einen Fenstersauger deutlich senken. Mit dem Gerät wird das Reinigungsmittel auf die Scheibe gesprüht, anschließend mit einem Mikrofasertuch abgewischt und dann wird die Feuchtigkeit abgesaugt. So entsteht streifenfreie Sauberkeit ohne tropfendes Schmutzwasser. Neben dem Reinigungsergebnis hat der Fenstersauger so vor allem den Vorteil, dass die Gefahr auszurutschen deutlich gesenkt wird.

Pflege, Farbe, Sonnenschutz: Tipps für die perfekten Fenster

Schöne Fenster sind aber nicht allein eine Frage der richtigen Putztechnik. Auch die Pflege der Fensterrahmen, die Farbwahl und der Sonnenschutz tragen ihren Teil bei. Im Internet gibt es hierzu eine Fülle von Informationen und Tipps, wie Sie aus Ihrem Zuhause eine Oase der Ruhe machen können.

Barrierefreiheit erleichtert das Putzen und erhöht die Sicherheit

Neben Putzmitteln und Haushaltsgeräten erleichtert eine barrierefreie Einrichtung die Reinigung zusätzlich. Verzichtet man beispielsweise auf Hängeschränke, ist die Erreichbarkeit auch dann noch gewährleistet, wenn man nicht mehr auf eine Leiter steigen kann. Rutschfeste Fließen im Bad sind nicht nur wasserabweisend und leicht zu reinigen, sie erhöhen auch die Sicherheit. Und auch der Verzicht auf Türschwellen ist in zweifacher Hinsicht ratsam: es sammelt sich weniger Staub und man vermeidet Stolperfallen.   

Förderung für barrierefreies Bauen und für Menschen mit Behinderung

Wer darüber nachdenkt, die eigenen vier Wände altersgerecht umzubauen, bekommt häufig Unterstützung durch eine Vielzahl von Förderprogrammen, wie etwa dem Programm „Altersgerecht umbauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Und wer Hilfe im Haushalt benötigt, hat ebenso häufig Anspruch auf finanzielle Unterstützung. Informationen und Erfahrungsaustausch hierzu finden Sie im Forum von MyHandicap, in dem Fachexperten kostenlos und unabhängig Hilfestellung geben.

 

Text: Philipp Jauch 05/2016