Der Treppenlift: Damit Sie durch alle Höhen und Tiefen kommen

Personenaufzug, um den eine Wendeltreppe führt (KHLaube/pixelio.de)
Im Gegensatz zu einem Personenaufzug ist ein Treppenlift platz- und kostensparender (KHLaube/pixelio.de)

Treppenlifte sind für Senioren und körperbehinderte Menschen, die in einem mehrgeschossigen Zuhause wohnen, unentbehrliche Garanten für einen größeren, selbstständigeren Aktionsradius.

Sie sind in Ihrer Mobilität derart eingeschränkt, dass für Sie Treppen ein Risiko oder gar ein Hindernis geworden sind? Falls Ihr Zuhause über mehrere Geschosse verfügt, wird das schnell zu enormen Einschränkungen in Ihrer Bewegungsfreiheit führen.

Als Lösung könnten Sie in ein eingeschossiges Zuhause umziehen oder die Räumlichkeiten so umplanen, dass die wichtigsten Zimmer in einem einzigen Stockwerk liegen. Oder aber Sie greifen auf technische Lösungen zurück.

Zwischen teuren, platzraubenden Aufzügen und mobilen Steighilfen, die allerdings eine weitere kräftige Person beanspruchen, sind Treppenlifte eine Alternative. Treppenlifte, auch Treppenaufzüge genannt, werden zwar fest verbaut, sind aber günstiger als ein Aufzug und können selbstständig sowie gefahrlos verwendet werden.

Damit keine Stufe mehr behindert

„Der Auslöser für die Entscheidung zur Anschaffung eines Treppenliftes ist immer der Erhalt für die persönliche Unabhängigkeit beziehungsweise Eigenständigkeit“, sagt Rüdiger Darmer, MyHandicap-Fachexperte für Bauen & Wohnen. „Der Treppenlift hilft bei Angst vor Stürzen, beim unsicheren Laufen oder wenn die Treppe zu steil ist und man selber nicht mehr die Kraft hat, sie hochzugehen oder sich hochzuziehen.“

Darmer sieht den größten Nutzen eines Treppenliftes in einem Einfamilienhaus: „Hier ist ein Treppenlift sinnvoll, weil meistens das Schlafzimmer und das Bad im ersten Obergeschoss liegen.“

Der Einsatzbereich eines Treppenliftes ist breit und bei allen Krankheiten und Behinderungen, die den Körper verändern, denkbar – etwa bei Parkinson oder nach einem Schlaganfall beziehungsweise einer einseitigen Lähmung. „Eingeschränkter Aktionsradius, eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten, verlangsamte Reaktionsgeschwindigkeit“ wären die Folgen.

Älterer Mann, in einem Treppenlift sitzend (Foto: Lifta)
Nicht nur Senioren, sondern auch Menschen mit Behinderung wissen einen Treppenlift zu schätzen (Foto: Lifta)

Vielfältig einsetzbar: Schlaganfall, Rheuma, Asthma

Auch bei eingeschränkter Mobilität, zum Beispiel durch Amputationen von Gliedmaßen, Muskelschwäche, Rheuma oder Osteoporose kann ein Treppenlift in Frage kommen. „Dabei ist es wichtig zu beachten, dass die eingeschränkte Mobilität nicht in absehbarer Zeit zu einer kompletten Lähmung führt. Dann sollte sichergestellt sein, dass eine helfende Person frühzeitig dabei ist“, empfiehlt Darmer.

Bei Schwierigkeiten beim Luftholen (Asthma, Lungenembolie, Staublunge und so weiter) und selbst bei Augenkrankheiten kann ein Treppenlift helfen, zum Beispiel bei einer Retinitis pigmentosa, einer Einschränkung des Sichtfeldes. „Letzteres kann häufig zu extremen Orientierungsschwierigkeiten führen. Stufen werden nicht gesehen und ein Sturz ist vorprogrammiert“, sagt Darmer.

Treppenlifte: Nicht nur was für Senioren

Auch wenn Treppenlifte nach geprüften Normen gebaut werden und mit Stützlehnen, Sicherheitsgurt und anderen Sicherheitselementen ausgestattet sind, gibt es einige Anforderungen an den Nutzer. „Durch das freie Sitzen sollte der Stützapparat noch funktionieren, das Umsetzten sollte wenigstens mit Hilfe möglich sein und der Nutzer sollte die Bedienung selbstständig ausführen können“, erklärt Darmer die körperlichen Voraussetzungen.

Am Treppenlift haftet – immer noch – das Seniorenimage. Zu Unrecht, weiß Frank Bahr. „Ich dachte immer, das ist was für alte Leute“, sagt der gelernte Elektroinstallateur. Bis der heute 49Jährige aufgrund seiner Ataxie vor rund fünf Jahren immer mehr Schwierigkeiten hatte, die Treppe hinauf zu gehen und sogar ein Treppengeländer zerstörte. Erst dann sah er die Notwendigkeit einer Hilfe zum Treppensteigen ein.

Das Ehepaar Bahr telefonierte mit mehreren Anbietern und ließ einige persönlich vorbeikommen. Am Ende entschieden sie sich für ein platzsparendes Einrohrsystem. Denn ihnen war vor allem wichtig, dass die normalen Treppenläufer nicht gestört werden sollten. „Weil unsere Treppe sehr verwinkelt und eng ist, kam ein gebrauchter Lift nicht in Frage. Insgesamt hat uns der Treppenlift rund 12.000 Euro gekostet“, erzählt Bahr.

Frank Bahrs Treppenlift, hochgeklappt
Frank Bahr ließ sich vor seiner Entscheidung für einen Treppenlift ausführlich beraten (Foto: Frank Bahr)

Größtenteils aus eigener Tasche bezahlt

Zwar hatten die Bahrs einen Zuschuss von der Pflegekasse erhalten, jedoch war der Treppenlift nicht ihr einziger Umbau. Daher bezahlten sie den Großteil des Treppenliftes aus eigener Tasche und nahmen Kredite auf. „Jeder sollte sich vorher über die Finanzierung Gedanken machen“, empfiehlt Bahr.

Wenn Sie einen Treppenlift bestellen, kommt ein Berater des Anbieters Ihrer Wahl zu Ihnen nach Hause und vermisst Ihre Treppe. Dann bespricht er mit Ihnen das Modell sowie die gewünschte Ausstattung. Danach sollten Sie mit einer Lieferzeit zwischen ein und zwei Monaten rechnen. Der Einbau an sich erfolgt in der Regel an einem einzigen Tag. Bei den Bahrs verlief es „super und ohne Schwierigkeiten“.

Maßgenau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten

Zum Schluss hat Bahr noch einen Tipp: „Bei uns gaben ebenfalls die generellen Vorteile eines großen Unternehmens den Ausschlag.“ Bei einem etablierten Anbieter ist es wahrscheinlicher, dass dieser eventuell noch in einigen Jahren Ersatzteile liefern kann.

„Große Treppenliftanbieter wie Hiro oder Lifta unterscheiden sich kaum im Preis“, findet Bahr. Diese haben jedoch den Vorteil, ein breites Sortiment – das größte gibt es bei Marktführer Lifta – im Angebot zu haben. So könne auf individuelle Wünsche wie Farbe, Aussehen oder Ausstattung besser eingegangen werden.

Weiter sind Firmen wie etwa Lifta oder sani-trans flächendeckend aufgestellt. Ihr nächster Ansprechpartner ist somit nicht allzu weit von Ihnen entfernt. Dies bedeutet zeitnahen Vor-Ort-Service. Falls Sie sich zu den Treppenlift-Angeboten von Lifta unverbindlich informieren möchten, gehen Sie auf unseren Marktplatz.


Text: Thomas Mitterhuber – 10/2011

Fotos: Lifta, Frank Bahr, pixelio.de

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