Der Behindertenlift

Ausschnitt einer Treppe (Bild: Andrea Damm / pixelio.de)
Ende Gelände an der Treppe? Kein Problem mit einem Behindertenlift! (Bild: Andrea Damm/pixelio.de)

Wenn das Besteigen von Treppen aus eigener Kraft zur Unmöglichkeit wird: Viele Betroffene mit körperlichen Einschränkungen - vor allem ältere oder behinderte Menschen - stoßen so selbst im eigenen mehrstöckigen Zuhause an Barrieren. Abhilfe schaffen Behindertenlifte.

Schnell kann es passieren: Eine Erkrankung wie etwa Multiple Sklerose, eine durch einen Schlaganfall verursachte Lähmung oder selbst das Alter - und schon kann Schluss mit Treppensteigen sein. Um die verlorengegangene Mobilität wiederzuerlangen, kann ein Behindertenlift angeschafft werden.

Unter dem Sammelbegriff Behindertenlift oder auch Behindertenaufzug lassen sich alle technischen Einrichtungen, mittels diesen ansonsten unerreichbare Etagen erreicht werden können, zusammenfassen. Als bekanntestes Beispiel gilt der Treppenlift, auch Sitzlift genannt. Bei dieser Vorrichtung setzt sich der Betroffene auf einen in der Regel herunterklappbaren Sitz, der dann einer die Treppe entlang montierten Schiene hinaufgefahren wird.

Sorgen für Mobilität: Behindertenlifte

Wünscht man jedoch, die Gehhilfe - etwa Rollstuhl oder Rollator - in das gewünschte Stockwerk mitzunehmen, empfiehlt sich der Plattformlift, auch Hublift genannt. Dieser ist im Grunde wie der Treppenlift aufgebaut; lediglich der Sitz wird durch eine befahrbare Plattform ersetzt.

Unzweifelhaft gehört auch der klassische Senkrecht- oder Personenaufzug zu den zahlreichen Möglichkeiten, Treppen auch mit körperlichen Behinderungen zu überwinden. In öffentlichen Gebäuden sind sie eine Selbstverständlichkeit, aber für Eigenheime sind sie eine eher platzraubende und kostenintensive Alternative.

Safety first bei heimeigenen Liften

Gerade bei einem Home Lift für behinderte Menschen steht die Sicherheit an erster Stelle, da viele Betroffene sich nur eingeschränkt bewegen und sich in Gefahrensituationen meistens gar nicht helfen könnten. Deshalb ist es unabdingbar, dass auf die Treppensteighilfe absoluter Verlass ist - zum Beispiel durch Sicherheitsbügel, Bewegungssensoren, einen Notfallschalter oder ein Akku für den Falle eines Stromausfalls.

Möchte man einen Behindertenlift mieten oder kaufen, können Zuschüsse in Anspruch genommen werden. Sofern eine Pflegestufe vorliegt, können die Hilfen bis zu 4.000 Euro für "Wohnraumanpassungen" finanziert werden. Je nach Situation und Ursache der Behinderung können auch andere Kostenträger wie etwa die Unfallversicherung oder das Integrationsamt in Frage kommen.

 

Text: MyHandicap - 11/2013

Bild: pixelio.de

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