Behindertengerechte Haustechnik

Moderne Haustechnik kann - richtig eingesetzt - eine große Erleichterung sein und eine Steigerung der Lebensqualität bedeuten. Dies ist schon durch ganz einfache Dinge wie z.B. die richtige Schalterhöhe zu erreichen. Aber es gibt auch haustechnische Anlagen, die es einem behinderten Menschen überhaupt erst ermöglichen, Gebäude zu bewohnen oder zu benutzen. Als gutes Beispiel sei hier der Aufzug genannt.

Stromleitungen in einer Rohmauer
Schalter und Steckdose in der richtigen Höhe anbringen (Rainer Sturm/pixelio.de)

Bei der Elektroinstallation ist es wichtig, alle Schalter in einer Höhe von 85cm anzubringen, da diese von jedem problemlos benutzt werden können. Bei der Beleuchtung ist auf die Bedürfnisse speziell bei Sehbehinderungen zu achten; beispielsweise die Einstellmöglichkeit der Lichtfarbe und -intensität.

Jede Wohnung sollte über eine Gegensprechanlage mit Türöffner verfügen, damit der Bewohner Sprechkontakt mit Personen an der Haustüre aufnehmen kann.

Die Heizung von Wohnungen sollte nicht zentral, sondern für jeden Raum individuell zu steuern sein. Jeder Mensch empfindet Temperatur anders; dies ist auch von der pysischen Verfassung abhängig. Auch die Möglichkeit im Sommer zu heizen, sollte gegeben sein. Gerade bei Wetterumschwankungen und Temperaturdifferenzen von 20° und mehr von einem auf den anderen Tag  machen vielen Menschen zu schaffen.

 

Text: Dipl.Ing. Gabriele Paulisch, Fachexpertin der Stiftung MyHandicap
Quelle: ByAK, DIN 18024

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