Tipps für die Reiseplanung mit Handicap

Flugzeuge der Swiss und der Lufthansa an den Gates am Flughafen Zürich. (Bild: Flughafen Zürich AG)
Bei der Reiseplanung gilt es für Menschen mit einem Handicap - gerade bei Flugreisen - vieles zu klären. (Bild: Flughafen Zürich AG)

Reise mit einer Behinderung der Mobitätseinschränkung erfordert eine gute Planung. Wer einige Tipps berücksichtigt, kommt sicher ans Ziel und erlebt auch im Urlaub keine bösen Überraschungen.

Unterwegs mit Bus und Bahn

Behindertengerechter Urlaub fängt mit der Anreise an. Erfolgt diese (zum Teil) mit dem Auto, muss dieses an den Schweregrad der Behinderung angepasst sein. Bei einigen Behinderungen reicht es beispielsweise, wenn um den Autositz herum viel Platz ist, so dass sich die Person eigenständig oder mit Hilfe aus dem Rollstuhl in den Sitz begeben kann. Bei schwereren Fällen wird ein Minibus nötig, in den der Betroffene per Lift oder Rampe von hinten samt Rollstuhl in das Fahrzeuginnere gelangt. Möchte ein Behinderter selber hinterm Steuer sitzen, so ist das häufig dank Spezialanfertigungen im Bereich des Fahrersitzes möglich. Endet die Fahrt auf dem Parkdeck eines Flughafens, stehen für den weiteren Reiseverlauf günstig gelegene Behindertenparkplätze zur Verfügung. Nutzen Menschen mit eingeschränkter Mobilität Busse und Bahnen ist die Anreise ebenfalls häufig kein Problem. Beide Verkehrsmittel sind oft so konstruiert, dass auch Behinderte ohne große Mühe ein- und aussteigen können. Zu diesem Zweck wird die sogenannte Niederflurtechnik angewandt, so dass Bus- beziehungsweise Bahnsteigkante und Flur auf einer Höhe liegen. Vor einer Zugreise ist es sinnvoll, die Mobilitätsservice-Zentrale der Deutschen Bahn zu kontaktieren. Diese hilft gerne bei der Reiseplanung. So ist zum Beispiel gesichert, dass ein Bahnmitarbeiter vor Ort hilft, in den Zug zu kommen.

Vor der Flugreise und am Urlaubsort

Im Falle einer Flugreise informieren mobilitätseingeschränkte Kunden sowohl Flughafen als auch Fluggesellschaft über die Art und Schwere der Behinderung, damit jene sich darauf einstellen können. Auf diese Weise kann dafür Sorge getragen werden, dass von der Ankunft bis zum Betreten des Fliegers alles reibungslos verläuft. Grundsätzlich sind Fluggesellschaften dazu verpflichtet, auch Behinderte zu befördern, und zwar ohne Aufpreis. Auch bei der Wahl des Reiseziels sollte darauf geachtet werden, wie behindertenfreundlich die Gegebenheiten vor Ort sind. Hier könnte ein Anruf bei der Touristeninformation nützlich sein. Bei der Gelegenheit kann gleich in Erfahrung gebracht werden, ob es Preisnachlässe für Behinderte bei bestimmten Veranstaltungen oder Besichtigungen gibt. Besonders behindertenfreundlich ist beispielsweise ein Strand, wenn er über Handläufe, spezielle Rollstühle oder Lifte verfügt, die das eigenständige Baden zulassen. Ganz wichtig ist selbstverständlich auch die Wahl einer barrierefreien Unterkunft.

In der Unterkunft   

Bei der Planung der Reise schaut man sich außerdem behindertengerechte Hotels an. In der Unterkunft wird schließlich ein nicht geringer Teil des Urlaubs verbracht. Ohne Barrierefreiheit kein Spaß im Urlaub. Neben der Eigenbeschreibung liest man sich besser zusätzlich eventuell vorhandene Gästemeinungen durch. Sicher ist sicher. Behaupten kann man schließlich vieles. Außer Fahrstühlen oder besonders breiten Gängen verfügen barrierefreie Hotels idealerweise noch über die eine oder andere kleine Feinheit, die den Aufenthalt im Zimmer angenehm machen. In der Dusche steht ein Duschhocker und im gesamten Sanitärbereich sind genügend Haltegriffe vorhanden. Darüber hinaus gibt es in den Räumlichkeiten Notrufklingeln. Niedrige Fenster und Fenstergriffe ermöglichen unkompliziertes Lüften. Um bequem vom Rollstuhl ins Bett und umgekehrt zu gelangen, ist ein niedriger Betteinstieg vonnöten. In der Zimmermitte ist ausreichend Bewegungsfläche, um mit dem Rollstuhl an den Schrank, den Schreibtisch oder das Bett zu gelangen, ohne irgendwo anzustoßen. Sind alle genannten Kriterien von der behindertenfreundlichen Anreise über die Wahl des geeigneten Urlaubsziels bis hin zum Hotel für Personen mit eingeschränkter Mobilität erfüllt, steht einem erfolgreichen Urlaub nichts mehr im Wege.

Sie haben noch Fragen? Stellen Sie diese gleich hier im Forum!