Acht Tipps für entspanntes, barrierefreies Reisen

Wer heute stress- und barrierefrei in der Welt unterwegs sein möchte, dem stehen facettenreiche Reiseziele zur Verfügung. Bild: pixabay.com © Bomel (CC0 Creative Commons)

Sonne, Strand und Meer sind im Sommer für viele Urlauber ein Muss, wenn es um Entspannung und eine Auszeit vom Alltag geht. Menschen mit Handicap oder mobilen Einschränkungen stellen hier keine Ausnahme dar, denn wer möchte nicht bei bestem Wetter einfach mal die Seele baumeln lassen? Inzwischen ist barrierefreies Reisen vielerorts kein Problem mehr. Wichtig ist allerdings, dass sowohl Urlaubsort als auch Unterkunft behindertengerecht sind. Worauf es in diesem Zusammenhang zu achten gilt, das verraten die folgenden acht Tipps für entspanntes, barrierefreies Reisen.

Tipp 1: Reiseziel recherchieren

Ohne Planung ist es sehr schwierig entspannt und barrierefrei Urlaub zu machen. Eine gewisse Organisation im Vorfeld ist daher immer nötig. Diese beginnt in der Regel mit der Recherche eines Reiseziels, welches sich für einen barrierefreien Urlaub anbietet. Innerhalb Deutschlands gibt es mittlerweile viele verschiedene Möglichkeiten, aber auch Ziele in Europa sind längst erreichbar für Menschen mit Handicap. Immer beliebter werden beispielsweise Mallorca und die Balearen. Vorteilhaft ist hier unter anderem die kurze Flugdauer, sodass Urlauber schnell in der Sonne sind.

Wer lässt sich im Urlaub nicht gerne in einem luxuriösen Hotel verwöhnen? Bild: pixabay.com © teadrinker (CC0 Creative Commons)

Tipp 2: Die richtige Unterkunft finden

 

Allerdings ist nicht nur der Reiseort ausschlaggebend für eine schöne und unbeschwerte Zeit. Ein ganz wichtiger Faktor ist die Unterkunft, diese sollte bereits als barrierefrei gekennzeichnet sein, damit Zimmer und Ausstattung des Hotels den Bedürfnissen gerecht werden. Bei Anbietern wie nix-wie-weg finden Interessierte behindertengerechte und barrierefreie Hotels in großer Auswahl. Ob Spanien, Türkei oder Ägypten, je nach Geschmack sind hier abwechslungsreiche Reiseziele mit entsprechenden Unterkünften zu buchen. Wer sich unsicher ist, sollte alle offenen Fragen einfach telefonisch direkt mit dem Hotel klären. So bleiben keine Zweifel.

Tipp 3:  Reiseversicherungen checken

Im Gegensatz zu den klassischen Reiseversicherungen brauchen Menschen mit Handicap oder mobiler Einschränkung noch die ein oder andere Zusatzversicherung. Ganz wichtig ist beispielsweise eine Reiseversicherung, die Schäden an Hilfsmitteln wie dem Rollstuhl ebenfalls abdeckt. Immerhin ist das Fortbewegungsmittel nicht ganz so leicht und schnell auszutauschen, wenn es Schaden nimmt oder durch unvorhergesehene Ereignisse unbrauchbar werden sollte. Aus diesem Grund sollten sich Urlauber im Vorfeld im Reisebüro oder bei der Versicherung direkt erkundigen, welche Möglichkeiten es gibt.

Tipp 4: Zum eigenen Routenplaner avancieren

Ob Bürgersteige, Busverkehr oder Bahnstationen, es gibt viele Möglichkeiten, um sich vor Ort von A nach B zu bewegen. Wichtig dabei ist, dass alle Verkehrsmittel barrierefrei sind. Daher ist es wichtig im Vorfeld, die Routen für die Besichtigungstouren zu planen. Wer beispielsweise viele Museen, Sehenswürdigkeiten oder öffentliche Einrichtungen besuchen möchte, sollte wissen, wie es am schnellsten von einem Standort zum nächsten geht, und zwar barrierefrei. Im Zweifelsfall ist es sinnvoll mit den Transportunternehmen zu sprechen und beispielsweise anzugeben, dass Urlauber mit einem Rollstuhl oder anderen Hilfsmitteln unterwegs sind. So erhalten Reisende gleich die richtigen Informationen, um die Route optimal planen zu können.

Tipp 5: Jahreszeit clever aussuchen

Wer nicht gerade ein absoluter Herbstfan ist, bevorzugt häufig die warme Jahreszeit zum Verreisen. Problematisch kann das allerdings für Menschen mit Handicap und mobiler Einschränkung sein, wenn in der Hauptferienzeit Urlaub gemacht wird. In dieser Zeit sind viele touristische Hotspots stark frequentiert. Dadurch kann der Blick auf die Sehenswürdigkeiten versperrt sein oder lange Wartezeiten vor einer Attraktion verhindern die Besichtigung. Aus diesem Grund macht es Sinn vor oder direkt nach der Hauptreisezeit Urlaub zu machen. In dieser Zeit ist es ruhiger, sodass Sehenswürdigkeiten und Museen problemloser besucht werden können.

Zudem spielt natürlich auch das Klima eine wichtige Rolle. Es ist ratsam, sich vor dem Urlaub einfach mal über Durchschnittstemperaturen am Zielort zur jeweiligen gewünschten Reisezeit zu informieren. Wer gerne draußen ist und auch im Urlaub viel unternehmen möchte, sollte sich für Frühling oder Sommer entscheiden. Wem hingegen ebenso der Wind mal um die Nase wehen kann, der bekommt im Herbst das passende Wetter geboten.

Tipp 6: Reiseart nach persönlichem Wohlgefühl auswählen

Auto, Bahn oder doch lieber per Flugzeug, Urlauber haben die Qual der Wahl, wenn es um die Reiseart geht. Am individuellsten geht es mit dem eigenen Auto voran. Damit kennen sich viele Menschen mit Handicap oder mobiler Einschränkung auch zuhause gut aus, sodass diese Reiseart mit einem hohen Wohlgefühl einhergeht. Wichtig ist hierbei immer, dass Rollstuhl oder Hilfsmittel fachgerecht untergebracht werden.

Eine andere Möglichkeit ist die Anreise per Bahn. Letztere hat einen speziellen Service-Ansprechpartner für barrierefreies Reisen, sodass sich Urlauber gut und ausgiebig informieren können. Ratsam ist die Buchung von entsprechenden Plätzen im Vorfeld. Die dritte Reisemöglichkeit ist das Flugzeug. Im Gegensatz zur Anreise mit Auto oder Bahn ist bei dieser Reiseart eine frühzeitige Planung sehr wichtig. Einige Fluggesellschaften haben nämlich Mobilitätseinschränkungen. Empfehlenswert ist daher immer auf das eigene Bauchgefühl zu hören und die Reiseart zu wählen, mit der sich Urlauber am wohlsten fühlen.

Extra-Tipp: Wer sich nochmal individuelle Informationen für die jeweilige Reiseart holen möchte, kann dies bei der ARAG Versicherung nachlesen.

Tipp 7: Alternativpläne in der Hinterhand haben

Ob schlechtes Wetter oder geschlossene Sehenswürdigkeit, im barrierefreien Urlaub kann es auch mal passieren, dass etwas nicht ganz so klappt, wie es geplant ist. In solchen Fällen ist es wichtig bei der Voraborganisation einen Alternativplan in der Hinterhand zu haben. Dies können beispielsweise Orte und Denkmäler sein, die eigentlich nicht auf der Top Ten Liste für den Urlaub standen. Sinnvoll ist das vor allem in stark überlaufenen Touristengebieten, wo es immer mal zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommen kann.

 

 

Viele barrierefreie Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten sind heutzutage auch speziell gekennzeichnet, sodass dies direkt ersichtlich ist. Bild: pixabay.com © PublicDomainPictures (CC0 Creative Commons)

Tipp 8: Mit Tourismusämtern in Verbindung setzen

 

Dieser Tipp erspart Reisenden im Nachhinein viel Ärger und Frust. Beim Tourismusamt kann nämlich genau erfragt werden, wie es tatsächlich um die Barrierefreiheit vor Ort bestellt ist. Das macht vor allem dann Sinn, wenn viele verschiedene Sehenswürdigkeiten oder öffentlichen Einrichtungen sowie Institutionen auf dem Besichtigungsplan stehen.

Extra-Tipp: Der Deutsche Rollstuhl-Sportverband e.V. gibt Auskunft, wo sich Interessierte die entsprechenden und weitere Informationen holen können.

Sie haben noch Fragen? Stellen Sie diese gleich hier im Forum!