Hotel mit besonderen Extras

Die Lobby mit Rezeption in einem GDA-Hotel.
In den Wohnstiften der GDA werden barrierefreie Zimmer für Urlauber_innen und Geschäftsreisende bereitgehalten. (Foto: GDA)

Egal ob es Menschen betrifft, die selbst ein Handicap haben, oder Menschen aus deren Umfeld. Auf (gemeinsamen) Reisen ist es auch heute, im Jahr 2016,  mitunter schwierig, eine geeignete Unterkunft zu finden. In Hotels bedarf es oftmals spezieller, barrierefreier Zimmer. Dabei sind diese dann nicht immer auch tatsächlich barrierefrei. Eine Alternative bietet die Übernachtung in einem Wohnstift für Senioren.

Zugegeben, auf den ersten Blick klingt diese Idee etwas ungewöhnlich. Wer sich aber genauer mit dem Konzept der Gesellschaft für Dienste im Alter (kurz: GDA) mit Hauptsitz in Hannover befasst, wird feststellen, dass dieses Angebot durchaus reizvoll ist. Seit 1971 erfolgreich als Betreiber von Wohnstiften und Pflegeeinrichtungen am Markt tätig, hält die GDA als Tochterunternehmen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes seit 2010 an zehn Standorten außerdem Hotelzimmer für Urlauber und Urlauberinnen sowie Geschäftsreisende bereit. Aufgrund der Kern-Zielgruppe des Unternehmens, ältere Menschen, sind alle Einrichtungen in den Häusern grundsätzlich barrierefrei.

Ein helles Hotelzimmer mit unterfahrbarem Doppelbett.
Alle Zimmer verfügen über unterfahrbare Betten mit höhenverstellbaren Lattenrosten. (Foto: GDA)

Zimmer barrierefrei

In den GDA-Hotels gibt es nicht nur einzelne, barrierefreie Zimmer, wie in Häusern anderer Ketten. Alle Zimmer verfügen standardmäßig über eine entsprechende Einrichtung der Badezimmer und sind darüber hinaus mit rollstuhlfreundlichem Laminatboden und höhenverstellbaren Lattenrosten in den unterfahrbaren Betten ausgestattet. Wer ein Pflegebett mit Seitengittern benötigt, kann dies bei der Buchung mit angeben. Andere Hilfsmittel, wie beispielsweise ein Patientenlifter, werden ebenfalls gern vom Team der GDA-Hotels organisiert. Wer neben Hilfsmitteln auch personelle Unterstützung benötigt, kann diese bei den zum jeweiligen Haus gehörenden GDA-eigenen Pflegediensten buchen. Diese Zusatzleistungen können auf Wunsch direkt mit der Pflegekasse abgerechnet werden. Je nach Standort sind auch ambulante Therapien im Gebäude möglich.

Ein barrierefrei eingerichtetes Tageslichtbad.
Alle Badezimmer haben ebenerdige Duschen und sind barrierefrei. (Foto: GDA)

Besonders für Paare interessant

Durch diese zusätzlichen Services sind die GDA-Hotels besonders für Paare interessant, bei denen einer der Partner einen Pflegebedarf hat. Trotz der gemeinsamen Reise, kann die/der nicht pflegebedürftige Partner/in, der/die zuhause oftmals einen Teil der Pflege übernehmen muss, entlastet werden. Entweder nur durch den Pflegedienst auf dem Hotelzimmer oder auch durch weitere Angebote, wie beispielsweise der Tagespflege, im Wohnstift. Da die Angebote je nach eigenen Bedürfnissen hinzugebucht werden können, richten sich die Dienstleistungen in den GDA-Häusern immer nach den Wünschen der Gäste – so wie in jedem anderen guten Hotel.

Ein reich gedeckter Frühstückstisch in einem farbenfrohen Raum.
Beim Essen können Hotelgäste und Bewohner_innen in Kontakt treten. (Foto: GDA)

Einziger Unterschied

Der einzige Unterschied zu einer gewöhnlichen Unterkunft sind der etwas gehobene Altersdurchschnitt beim Essen in den hauseigenen Restaurants und die interessanten Bekanntschaften in der Lobby. Denn während die Hotelzimmer jeweils in einem separaten Bereich der Wohnstifte liegen, treffen Hotelgäste und Bewohner/-innen in diesen Bereichen der Häuser zusammen. Somit hat der Aufenthalt in einem GDA-Hotel zusätzlich zur Barrierefreiheit und den praktischen Services für Menschen mit Handicap stets etwas Besonderes. Warum also bei der nächsten Reise statt in einem Design- oder Motto-Hotel nicht einfach mal in einem Wohnstift einchecken?

 

Text: Justin Black 12/2015  Fotos: GDA