Schädel-Hirn-Trauma, Hirnverletzungen, Rehabilitation

Dr. Carsten Rensinghoff
Dr. Carsten Rensinghoff

Dr. Carsten Rensinghoff

Dr. Carsten Rensinghoff wurde am 06.03.1969 in Witten an der Ruhr geboren. Dort verbrachte er seine gesamte Kindheit. Mit zwölf Jahren wurde er auf seinen Rollschuhen von einem Pkw angefahren und erlitt eine schwere Schädel-Hirn-Verletzung.

"Von da an war mein Alltag neu. Ich musste nach zwölfmonatiger Rehabilitation vom Gymnasium in eine Schule für Körperbehinderte in Bochum wechseln. An der Körperbehindertenschule in Köln bestand ich mein Abitur. Von 1989 bis 1994 studierte ich das Lehramt für die Sonderpädagogik. Sonderschullehrer durfte ich nie werden, weil ich für die Ausbilder zu behindert war", erzählt Dr. Rensinghoff. 

2004 wurde Dr. Rensinghoff an der Universität Bremen zum Dr. phil. promoviert. Nach einer dreijährigen wissenschaftlichen Mitarbeiterschaft am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg gründete er am 01.09.2008 das Dr. Carsten Rensinghoff Institut – Institut für Praxisforschung, Beratung und Training bei Hirnschädigung, welches er auch leitet.

Bei MyHandicap steht Dr. Rensinghoff als Botschafter für Fragen rund um Schädel-Hirn-Verletzungen und entsprechende Rehabilitationsmaßnahmen zur Verfügung.

Botschafter im Einsatz

Betroffene stehen Frischbetroffenen mit Rat und Tat bei - das ist die Idee hinter unserem Botschafterwesen. Kürzlich hatte Dr. Carsten Rensinghoff, der vor Jahrzehnten ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt, einen Botschaftereinsatz: Er besuchte einen Menschen, dem dasselbe wie Rensinghoff widerfuhr und zeigte ihm seinen eigenen Weg auf.

"Ich halte den Botschaftereinsatz bei Hirnverletzten für dringend notwendig, um sie mit der neuen Lebenssititutation, in die sie plötzlich hineingeworfen wurden, zu konfrontieren. Dabei muss es nicht nur bei einem Botschafterbesuch bleiben, sondern kann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden", so Rensinghoff.

Zukunftswerkstatt zur Soziologie der Behinderten bzw. konkret zur Soziologie der Schädel-Hirnverletzten

In dieser Veranstaltung soll mithilfe der Sozialen Problemlösemethode Zukunftswerkstatt die Lebensrealität der Menschen, die mit einer Behinderung oder konkret mit einer Schädel-Hirnverletzung (hier fungiere ich als selbst Hirnverletzter als Experte in eigener Sache, der über eine erlebte und erlernte Kompetenz verfügt) ausgestattet sind, betrachtet werden.

Die Soziologie der Behinderten, inklusive der Schädel-Hirnverletzten, belässt es nicht nur bei einer Beschreibung der Lebensrealitäten von behinderten - inklusive hirnverletzten - Menschen. Sie ist darüber hinaus dazu aufgefordert, diese Realitäten kritisch zu bewerten und einer Problemlösung zuzuführen. Hierfür eignet sich die Durchführung einer Zukunftswerkstatt hervorragend.

Vor der Durchführung der Zukunftswerkstatt erfolgt ein Input zu Behinderung bzw. konkret zum Schädel-Hirntrauma. Die Problemlösung erfolgt dann in drei aufeinander folgenden Schritten: In der Problem- und Kritikphase werden die Kritiken auf den Tisch gelegt. In der sich hieran anschließenden Phantasie- und Utopiephase werden dir problembehafteten Kritikpunkte mit kreativer Phantasie angereichert und sozialen Utopien zugeführt. Zum Schluss werden in der Projekt- und Realitätsphase diese Utopien wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

 

Interessiert daran, diese Veranstaltung bei Ihnen durchzuführen? Nehmen Sie bitte Kontakt zu Dr. Rensinghoff auf.