Rasante Entwicklung von Spracherkennungssystemen
Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sind Spracherkennungssysteme auf dem Markt. IBM und Dragon Systems gehörten damals zu den ersten Herstellern und sind bis heute auf diesem Gebiet führend.
Entwickelt wurden die Systeme nicht in erster Linie für Menschen mit einer Behinderung, ihnen kommt die technische Entwicklung aber ganz besonders entgegen. Verschiedene Versionen von Spracherkennungssystemen werden heute speziell auf eine behindertengerechte Nutzung hin optimiert und erfüllen so die Anforderungen für Barrierefreiheit.
Hohe Erkennungsgenauigkeit
Software für Spracherkennung ist mittlerweile derart leistungsfähig, dass diktierte Texte bis zu 99% richtig erkannt werden. Durch den Einsatz hochwertiger Mikrophone und entsprechender Wörterbuchdateien ist die Erkennungsgenauigkeit so hoch, dass selbst anspruchsvolle Texte fehlerfrei diktiert werden können, auch wenn die Aussprache undeutlich ist.
Wie funktionierts?
Spracherkennungssoftware für PCs wird sprecherabhängig gesteuert. Bei den meisten Programmen muss nach der Installation zuerst die Stimme und Aussprache des jeweiligen Nutzers eingestellt werden. Dies geschieht über das Vorlesen kurzer Textpassagen und hilft dem Programm, die in seiner Datenbank abgespeicherten Vokabeln mit der individuellen Aussprache des Nutzers zu verbinden. Bei weiter verbesserten, neusten Versionen von Spracherkennungssoftware ist dieser Schritt aber bereits nicht mehr nötig.
Was die Maus kann, kann auch die Stimme
Ist die Installation erfolgreich erfolgt, ist die Spracherkennungssoftware einfach und effektiv einzusetzen. Benutzerinnen und Benutzer sprechen in ein Mikrofon, und der Computer führt die Befehle aus, schreibt, korrigiert, formatiert, Mausbewegungen sind ebenso möglich wie Kontrollbefehle. Kurz gesagt, alles was sich mit einer Tastatur oder einer Maus tun lässt, lässt sich auch mit der Stimme tun. Das Diktieren, Bearbeiten und Steuern funktioniert in allen gängigen Anwendungen, wie Microsoft Word, Outlook Express, Internet Explorer usw.
Text: PG - 09/2007
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Eine 99 prozentige Erkennungsgenauigkeit wird normalerweise nur mit hochwertigen, dem entsprechen hochpreisigen (150€ und mehr) Mikrofonen möglich. Allerdings bin ich der Meinung, dass auch eine 80-90 prozentige (geschätzt) Erkennungsgenauigkeit akzeptabel ist, was mit Mikrofonen in der Preisklasse zwischen 20 und 50 € überhaupt kein Problem darstellt.
Auch das Tragen einer Nasenmaske für die Beatmung senkt die Genauigkeit, da die Deutlichkeit der Aussprache davon beeinträchtigt wird.
Die Aussage, moderne Spracherkennungssoftware benötige kein Training des Benutzers mehr, ist theoretisch richtig, in der Praxis aber unsinnig. Es ist zwar möglich, auch ohne Training zu arbeiten, die Erkennungsergebnisse werden allerdings erheblich schlechter ausfallen als nach durchgeführtem Training.
Im letzten Absatz des Artikels heißt es, dass die Bearbeitung von Texten mittels Sprache in allen gängigen Programmen möglich ist. Dies trifft tatsächlich, wie im Artikel angedeutet größtenteils nur auf Programme von Microsoft zu. Selbstverständlich können Korrekturen auch innerhalb anderer Programmen, in denen mit Text hantiert wird, vorgenommen werden, Besonders komfortabel klappt dies bislang (Stand November 2010) tatsächlich nur bei Microsoft Produkten.
Die Maussteuerung durch Diktierprogramme eignet sich im übrigen nicht für die Benutzung innerhalb von Computerspielen, die auf schnelle und genaue Mausbewegungen abzielt.
Aus diesen Gründen erachte ich den vorliegenden Artikel als unvollständig.