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Steuertipps für behinderte Menschen

Einkommenssteuererklärung (Bild: Hartmut910/pixelio.de)
Nicht alle Menschen mit Behinderung kennen alle ihre steuerlichen Einsparmöglichkeiten. (Bild: Hartmut910/pixelio.de)

Schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen können finanzielle Nachteilsausgleiche erhalten. Oft sind ihnen jedoch nicht alle ihre Möglichkeiten bekannt.

Welche steuerlichen Vorteile hat man als behinderter Mensch? Selbst Experten verirren sich im deutschen Steuerdschungel. Deshalb sehen Sie hier eine Übersicht der wichtigsten Vergünstigungen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Für außergewöhnliche finanzielle Belastungen, die der Behinderung zugrunde liegen, können Betroffene ohne jegliche Aufwendungsnachweise einen so genannten Pauschbetrag von der Einkommenssteuer freistellen lassen. Je nach Grad der Behinderung (GdB) beträgt der jährliche Pauschbetrag zwischen 310 und 1.420 Euro, bei blinden und hilflosen Menschen sind es 3.700 Euro.

Erstattung am Jahresende oder auf zwölf Monate verteilt

Der Pauschbetrag kann entweder bei der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden oder man lässt ihn beim Finanzamt gleich auf der Lohnsteuerkarte eintragen. Im letzteren Fall wird die steuerliche Vergünstigung dementsprechend auf die zwölf Monate aufgeteilt. Sollten die tatsächlichen Aufwendungen den Pauschbetrag jedoch deutlich übersteigen, bietet sich die Möglichkeit an, diese durch Zahlungsbelege (nach Abzug eines Eigenanteils) nachzuweisen und von der Steuer zu befreien.

Zu diesen außergewöhnlichen Aufwendungen gehören beispielsweise manche Kosten für die Gestaltung barrierefreien Wohnens, alle Kfz-Kosten (bei Merkzeichen H), Führerscheinkosten für den behinderten Menschen, die Praxisgebühr und – sofern die Notwendigkeit ärztlich nachgewiesen wird – Ausgaben für Kuren, Arznei- sowie Hilfsmittel.

Erhöhter Pauschbetrag aufgrund von Pflegebedürftigkeit

Pflegt man jemanden mit einer Pflegestufe, kommt ein weiterer Pflegepauschbetrag von 924 Euro pro Jahr in Frage, der unter den Pflegenden aufgeteilt werden kann. Bei darüber hinaus gehenden Aufwendungen kann – wie beim eigentlichen Pauschbetrag – auf ihn verzichtet und bei Nachweisen die Befreiung ebenjener Kosten beantragt werden.

Eltern behinderter Kinder können die Pauschbeträge ihrer Kinder übernehmen. Kinderbetreuungskosten können ebenfalls steuerlich abgesetzt werden und zwar zu zwei Dritteln der Gesamtkosten (jedoch bis maximal 4.000 Euro / Jahr). Bei Kindern mit Handicap existiert keine Altersbeschränkung für diesen Anspruch. Außerdem wird ab einem GdB von 80 ein Freibetrag von 1.500 Euro bei der Wohngeldberechnung berücksichtigt.

Quellen: Thorsten Staubach, Broschüren
Bild: pixelio.de

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