Bahn fahren mit Behinderung - (k)ein Problem?!

- (K)ein Problem mit der Bahn? (Erich Westendarp/pixelio.de)
Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind Reisen mit der Bahn oft ein kleines Abenteuer. Trotzdem, mit guter Vorbereitung kann man viele unangenehme Überraschungen ausschließen. Und meistens klappt - mit ein wenig Geduld und Improvitationsvermögen - dann doch alles.
Zuerst einmal etwas Erfreuliches: Menschen mit Behinderung haben die Möglichkeit, Vergünstigungen zu bekommen und auf gewissen Strecken kostenfrei zu fahren.
Bahncard vergünstigt
Für Menschen, die viel mit dem Zug fahren, ist die Anschaffung einer Bahncard oft lohnenswert. Eine Bahncard 50 für die 2. Klasse kostet 230 Euro. Als Behinderter mit einem Schwerbehindertenausweis ab GdB 70 kann man die Bahncard 50 zum halben Preis für 118 Euro erhalten.
Um in den Genuss dieser Ermäßigung zu kommen, muss man ein Formular, welches man in den Deutsche Bahn Reisezentren erhält, ausfüllen. Das ausgefüllte Formular muss dann mit einer Kopie des Schwerbehindertenausweises (Vorder- und Rückseite) versehen bei einem Reisebüro, welches Deutsche Bahn Tickets ausstellt, einem Deutsche Bahn Reisezentrum oder einer Servicestation am Bahnhof vorgelegt werden.
Bitte vergessen Sie nicht Ihren Schwerbehindertenausweis im Original mitzunehmen. Damit müssen Sie sich ausweisen. Erst dann kann Ihr Antrag bestätigt werden und Sie können eine vergünstigte Bahncard 50 kaufen. Glücklicherweise muss man diese Prozedur nur beim Erstkauf einer Bahncard 50 aufsichnehmen.
Freie Fahrt im Nahverkehr
Seit 1. September 2011 können Reisende mit einer Behinderung zu deutlich besseren Bedingungen mit der Deutschen Bahn fahren.
Sämtliche Regionalzüge und S-Bahnen können mit einem Schwerbehindertenausweis und ergänzender Wertmarke bundesweit kostenlos benutzt werden. Einen Fahrschein müssen die Betroffenen für die jeweilige Zugstrecke nicht mehr lösen. Diese Regelung gilt in ganz Deutschland.
Eine genaue Aufstellung der Verkehrsmittel, die im Rahmen der Freifahrtberechtigung benutzt werden können, enthält das Merkblatt, das Freifahrtberechtigte zusammen mit ihrem Bescheid erhalten.
Bei entsprechendem Vermerk im Schwerbehindertenausweis reist eine Begleitperson kostenfrei mit. Im Ausweis muss stehen, dass die Hilfe einer Begleitperson nachgewiesen ist.
Achtung: ICE und IC-Züge sind von der Ermäßigung ausgeschlossen.
Mehr zur Freifahrt für Menschen mit Handicap finden Sie hier.
Hilfe bei der Reiseplanung
Die Mobilitätsservicezentrale der Deutschen Bahn hilft mobilitätseingeschränkten Menschen bei der Planung ihrer Reise.
Über die bundeseinheitliche Servicenummer 01805 – 512 512 (14 Cent pro Minute inkl. USt. aus dem deutschen Festnetz) können Ein- oder Ausstiegshilfen an den Bahnhöfen angefordert werden.
Die großen Stadt-Bahnhöfe, wie z.B. in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder Düsseldorf haben vor Ort eine gute bis sehr gute barrierefreie Infrastruktur und einen Hebebühnenservice, der beim Ausstieg mit dem Rollstuhl hilft.
Dieses System ist leider nicht flächendeckend. Insbesondere nicht an den kleineren regionalen Bahnhöfen. Hier ist es wichtig, vorab nachzufragen, ob am Ankunftsbahnhof ein Aufzug vorhanden ist.
Bedauerlicherweise kann es vorkommen, dass man an einem anderen Bahnhof, in der Nähe des Zielortes, aussteigen und dann mit einem anderen Transportmittel weiterfahren muss, weil am Zielbahnhof die Infrastruktur für Rollstuhlfahrer nicht angepasst ist.
Autozug oder Nachtexpress?
In den Deutsche Bahn Autozügen, dem Cityline sowie im Euro-Night “Jan Kiepura “ Amsterdam/Brüssel/München/Warschau und Euro-Night Berlin/Wien stehen rollstuhlgerechte Liegewagen-Abteile mit benachbartem Sanitärbereich zur Verfügung.
Auf den Cargo-Verbindungen im DB Autozug und City-Night-Line können in der Reisekategorie Sitzwagen spezielle Rollstuhlplätze reserviert werden. Bei der Anmeldung kann sowohl der Zug für die Hin- und Rückfahrt angemeldet werden.
Ändert sich aus terminlichen Gründen jedoch die Rückfahrt, sollte man den Mobilitätsservice anrufen und die Änderung mitteilen. Ist hierzu keine Zeit vorhanden, so kann man auch an den großen deutschen Bahnhöfen am Servicepoint um Hilfe bitten.
Mobilitätsservicezentrale:
Tel.: 01805 – 512 512
Mo-Fr: 8-20 Uhr
Sa: 8-16 Uhr
Anmeldung auch per Fax: 01805 – 159 357
Es wird empfohlen, mindestens 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges sich dort zu melden. Ist die Zugfahrt nicht angemeldet, darf Geduld im Gepäck nicht fehlen.
Text: Konstantin Voswinkel
Auf der Seite der Deutschen Bahn finden Sie ausführliche aktuelle Informationen und Hilfestellungen zum Thema Bahnreisen mit Mobilitätseinschränkung. Die Broschüre "Mobil mit Handicap" steht hier zum Lesen und Hören bereit.
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Kann ich auch nur loben, wenn man alles anmeldet. Meine Süsse die im rolli sitzt und ich fahren gerne mit dem Zug längere strecken, da kann man wenn man glück hat auch mal ice fahren hihi in der ersten klasse
Dein Kich bin selbst schon mit diesem mobilitätsservice mit der bahn gefahren,und muß sagen,alle achtung,wenn man sich da so anmeldet,wie die bagn das möchte,klappt es hervorragend,ein lob an die bahn,einmal hatte ein zug etwas verspätung,ich mußte umsteigen,der dahnangestellte gab gas und rannte mit mir durch den bahnhof,um den anschluß nicht zu verpassen, ahja:ich sitze im rollstuhl,ich bin linksseitig gelähmz nach einem schlaganfall,also fazit:die bahn ist zu empfehlen als reisemittelommentar