Familiale 2016: Inklusiver Filmwettbewerb der Lebenshilfe ist eröffnet

Montag, 15. Februar 2016
Foto von Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe (li.), sowie die Jury-Mitglieder Sebastian Urbanski und Anna Brüggemann

Ulla Schmidt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe (li.), sowie die Jury-Mitglieder Sebastian Urbanski und Anna Brüggemann auf dem Familiale-"Call for Entries"-Eröffnungstermin am 15.2.2016 in Berlin. Foto: Sera Cakal / BV Lebenshilfe.

Berlin, 15.2.2016 - Die Vorbereitungen laufen schon seit geraumer Zeit, doch zum Start der Einreichfrist ab Februar hat die Bundesvereinigung Lebenshilfe jetzt noch einmal offiziell zur Teilnahme an ihrem Kurzfilmwettbewerb Familiale 2016 aufgerufen.

Auf dem „Call for Entries“-Eröffnungstermin heute am 15. Februar, den die Veranstalter mit augenzwinkerndem Selbstbewusstsein mitten ins Herz der Berlinale am Potsdamer Platz in Berlin gelegt hatten, konnten sich Medienvertreter und Interessierte über das Projekt informieren.
Die Bundestagsvizepräsidentin und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe Ulla Schmidt sowie Anna Brüggemann und Sebastian Urbanski aus der prominent besetzten Jury erläuterten, worum es bei der Familiale geht: Amateurteams aller Art sind eingeladen, sich mit selbst gedrehten Filmen zu den Themen Familie und Inklusion am Wettbewerb zu beteiligen. Ziel ist, die vielfältigen Alltagserfahrungen der Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen und damit zu einer Gesellschaft beizutragen, an der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können.

Auch Menschen mit geistiger Behinderung bereiten sich auf den Wettbewerb vor und sind bereits dabei, „ihr eigenes Ding zu drehen“, so berichteten Frank Domhan und Alexander Pfeuffer von WELTFILME.org. Die beiden Filmemacher und Dozenten hatten im Auftrag der Lebenshilfe zur Unterstützung der Teilnehmer im Vorfeld des Wettbewerbs inklusive Workshops zur Theorie und Praxis des Filmemachens durchgeführt.

„Es wird uns und allen, die sich für die Familiale-Filme interessieren, einfach Spaß machen, all diese Filme zu sehen“, so drückte Ulla Schmidt ihre Vorfreude auf die vielen erwarteten Einreichungen aus. „All die Kreativität, die in ihnen steckt. All die Leidenschaft, mit der sie eine bestimmte, einmalige Sicht auf Familie vertreten werden. Es wird uns, einmal mehr, zeigen, wie unterschiedlich die Menschen sind und wie besonders jeder Einzelne – und wie gut das ist.“

Noch bis zum 31. Mai 2016 können die Kurzfilme mit der Höchstlänge 12 Minuten eingereicht werden. Für die besten Beiträge sind attraktive Geldpreise, eine Familiale-Skulptur sowie Einladungen zur Abschluss-Gala am 15. September 2016 im KOSMOS in Berlin ausgelobt.

Schirmherrin der Familiale ist die Schauspielerin, Moderatorin und Regisseurin Esther Schweins.
Die Wettbewerbs-Jury ist mit der Schauspielerin und Drehbuchautorin Anna Brüggemann, dem Kameramann und Regisseur Michael Hammon, dem Drehbuchautor und Regisseur Jan Schomburg, dem Schauspieler und Synchronsprecher Sebastian Urbanski sowie dem Moderator, Redakteur und Cutter Volker Westermann besetzt.

Die Familiale wird von der BARMER GEK und von Aktion Mensch finanziell gefördert.


Stimmen zur Familiale 2016:

Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK:
„Deutschland hat sich mit Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention zur Inklusion verpflichtet. Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen soll Normalität werden. Wie Menschen mit Behinderungen ihre Zugehörigkeit zur Gesellschaft empfinden, entscheidet sich im alltäglichen Leben. Die BARMER GEK unterstützt die „Familiale“, weil die Filme ganz persönliche Perspektiven auf das Thema Inklusion geben und uns zeigen, wie wir eine gerechtere Gesellschaft werden können.“

Friedhelm Peiffer, Leiter Förderung Aktion Mensch:
„Wie bringt man die Begriffe Familie und Inklusion zusammen und macht sie lebendig? Dass und wie das geht, zeigt uns in diesem Jahr die Lebenshilfe mit ihrem Kurzfilm-Wettbewerb Familiale 2016. Familiale - da steckt zunächst Familie drin: Nämlich Menschen und Angehörige, die alt sind oder jung, die eine Behinderung haben oder nicht. Menschen, mit denen wir unseren Alltag teilen. Das ist nicht immer einfach. Denn für ein gelingendes Zusammenleben braucht es Mut, Veränderungsbereitschaft und immer wieder neue Ziele. Genau wie bei der Inklusion: Inklusion ist ein Prozess, der uns zum Dazulernen und Umdenken bringt, ein Prozess, der neue Formen braucht. Diese Vielfalt mit bewegten Bildern zu zeigen, ist Ziel dieses Wettbewerbs. Die Aktion Mensch beteiligt sich gern an der Finanzierung des Lebenshilfe-Projekts und freut sich schon jetzt auf die Ergebnisse."