Klassifizierung
Zweck der Klassifizierung ist es, diejenigen Menschen zur Teilnahme am Wettkampfsport zu motivieren, die aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen keine Chance auf eine erfolgreiche Teilnahme hätten.
Durch die Anwendung von Klassifizierungssystemen werden die Teilnehmer einer Sportart in ähnliche Gruppen zusammengefasst, um ihre Leistungen untereinander vergleichbar zu machen und die Wahrscheinlichkeit auf faire, gleichwertige und spannende Wettkämpfe zu erhöhen. Durch die Vielzahl an verschiedenen Behinderungen ist es zur Herausbildung und Anwendung eigener Klassifizierungssysteme gekommen.
Innerhalb jedes Klassifizierungssystems werden mehrere Klassen unterschieden. So werden u.a. bei Sehbehinderung / Blindheit 3 Klassen unterschieden, bei den Menschen mit geistiger Behinderung eine Klasse sowie mehrere Klassen bei den Körperbehinderungen und den Rollstuhlfahrern. Zudem findet sich auf nationalen Wettkämpfen häufig eine Klasse Allgemeinbehinderung.
In vielen Sportarten wird versucht die körperbehinderten Sportler/Innen nicht nach der Behinderungsart sondern funktionell zu klassifizieren. Dabei werden die Bewegungen, welche die Athleten unterschiedlicher Behinderungsarten gemeinsam haben, verglichen. So kommt es, dass bei den Rollstuhldisziplinen beinamputierte oder sogar spastisch gelähmte Sportler den querschnitt- oder poliogelähmten Athleten zugeordnet werden.
Einen Überblick über die verschiedenen Klassifizierungen finden Sie hier.
Text: Dipl. Sportwiss. Robert Freumuth MyHandicap
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Links zu diesem Artikel
- Übersichtsseite: Leistungssport
- PDF-Datei vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft:
Das Klassifizierungssystem der paralympischen Sportarten (PDF) - Anti-Doping








