hallo
ich bin so ziemlich verzweifelt, vor gut 4 wochen wurde meine 16 jährige tochter zwangseingewiesen, mußte inzwischen verlängern, aufgrund von selbstverletzendem verhalten, starken depressionen etc wir stehen momentan nur telefonisch oder schriftlich in kontakt, da ich gut 800 km weit weg wohne. sie ist bei meinen eltern geblieben, das wollte sie so aufgrund schule fertig machen und ihrer freunde. in den letzten briefen bat sie uns noch darum das sie danach zu uns ziehen kann und schrieb wie leid ihr ihre fehler tun usw , heute kam ein brief mit schweren anschuldigungen bis hin zu angeblicher gewalt meines partners ihr gegenüber und dem erpresserischen schlusssatz : entweder sie oder mein partner... bin sehr verzweifelt
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Meine Tochter.... Persönlichkeitsstörung etc
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Verfasst am: 03. 05. 12 [15:07]
Die Website für Menschen mit Behinderung und schwerer Krankheit / Community for disabled people
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Hallo sushi3105
Erstmal herzlich willkommen in unserem Forum!
Deine Frage habe ich gleich an unsere Fachexperten weitergeleitet. Sicher bekommst du bald eine Antwort.
Liebe Grüsse
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Maggie
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Verfasst am: 04. 05. 12 [11:40]
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5 User fanden diese Antwort hilfreich.
Liebe sushi3105,
wenn Deine Tochter, so wie Du beschreibst, im Moment in einer Verfassung ist, die sogar eine Zwangseinweisung nötig gemacht hat, dann können wir wohl davon ausgehen, dass ihre Welt aktuell total aus den Fugen geraten ist. Wir professionellen Helfer sprechen da von einer Krise. Und die scheint ja im Fall Deiner Tochter sogar bis hin zu Selbstverletzung und evtl. auch Suizidgedanken, die vor allem bei schwerer Depression immer mal wieder auftreten können, zu reichen. Ein Aspekt so einer Krise ist, dass viele Dinge in dieser Zeit ganz anders, oft auch zu schlimm/negativ gesehen werden. Einen ausgewogenen Blick auf Sachverhalte zu werfen, das ist den Betroffenen nicht immer möglich. Vielmehr schwanken sie sehr zwischen den Extremen. So wie Du auch Deine Tochter beschreibst (also die Briefe, in denen sie Sehnsucht nach Dir/euch bzw. Ablehnung ausdrückt). So schwer das für die Angehörigen auch auszuhalten sein mag, es ist sehr wichtig, dass man das Schwanken in dieser Krisenphase nicht auf die Goldwaage legt. Was ich damit sagen will: Deine Tochter wird vielleicht Dinge sagen, die sie so extrem gar nicht wirklich vertritt... sobald sie in einer ruhigeren Phase darüber nachdenken kann. Dann wäre es wichtig, dass Du, auch wenn Dich das verletzt, als eben die Partei, die nicht in der Krise steckt und gerade den klareren Blick und die weniger chaotischen Emotionen hat, auf eine ruhige und gefasste Art reagierst. Ich denke, dass auch in der Klinik, in der Deine Tochter ist, die betreuenden PsychologInnen und ÄrztInnen sicher Familiengespräche, wenn die Zeit dafür reif ist, anbieten werden. Da kann man dann anfangen, Dinge zu klären.
Ein wichtiger Hinweis noch: manchmal trauen sich Menschen aber auch erst in einer Krisen-Phase, Dinge zu sagen, die sie vorher aus den unterschiedlichsten Gründen nicht sagen konnten. Egal wie extrem formuliert... in den Aussagen Deiner Tochter wird sicher ein wahrer Kern stecken und den gilt es, gerade jetzt, ernst zu nehmen. Sie spricht Dinge an, die ihr zu schaffen machen. Diese Ansprechen kann aber genau der erste Schritt in eine gute Veränderung sein, den ihr braucht, um als Familie wieder zusammenfinden zu können. Auch wenn das Zeit und Nerven und Schmerz kosten kann.
Freundliche Grüsse
wenn Deine Tochter, so wie Du beschreibst, im Moment in einer Verfassung ist, die sogar eine Zwangseinweisung nötig gemacht hat, dann können wir wohl davon ausgehen, dass ihre Welt aktuell total aus den Fugen geraten ist. Wir professionellen Helfer sprechen da von einer Krise. Und die scheint ja im Fall Deiner Tochter sogar bis hin zu Selbstverletzung und evtl. auch Suizidgedanken, die vor allem bei schwerer Depression immer mal wieder auftreten können, zu reichen. Ein Aspekt so einer Krise ist, dass viele Dinge in dieser Zeit ganz anders, oft auch zu schlimm/negativ gesehen werden. Einen ausgewogenen Blick auf Sachverhalte zu werfen, das ist den Betroffenen nicht immer möglich. Vielmehr schwanken sie sehr zwischen den Extremen. So wie Du auch Deine Tochter beschreibst (also die Briefe, in denen sie Sehnsucht nach Dir/euch bzw. Ablehnung ausdrückt). So schwer das für die Angehörigen auch auszuhalten sein mag, es ist sehr wichtig, dass man das Schwanken in dieser Krisenphase nicht auf die Goldwaage legt. Was ich damit sagen will: Deine Tochter wird vielleicht Dinge sagen, die sie so extrem gar nicht wirklich vertritt... sobald sie in einer ruhigeren Phase darüber nachdenken kann. Dann wäre es wichtig, dass Du, auch wenn Dich das verletzt, als eben die Partei, die nicht in der Krise steckt und gerade den klareren Blick und die weniger chaotischen Emotionen hat, auf eine ruhige und gefasste Art reagierst. Ich denke, dass auch in der Klinik, in der Deine Tochter ist, die betreuenden PsychologInnen und ÄrztInnen sicher Familiengespräche, wenn die Zeit dafür reif ist, anbieten werden. Da kann man dann anfangen, Dinge zu klären.
Ein wichtiger Hinweis noch: manchmal trauen sich Menschen aber auch erst in einer Krisen-Phase, Dinge zu sagen, die sie vorher aus den unterschiedlichsten Gründen nicht sagen konnten. Egal wie extrem formuliert... in den Aussagen Deiner Tochter wird sicher ein wahrer Kern stecken und den gilt es, gerade jetzt, ernst zu nehmen. Sie spricht Dinge an, die ihr zu schaffen machen. Diese Ansprechen kann aber genau der erste Schritt in eine gute Veränderung sein, den ihr braucht, um als Familie wieder zusammenfinden zu können. Auch wenn das Zeit und Nerven und Schmerz kosten kann.
Freundliche Grüsse
Verfasst am: 07. 05. 12 [11:38]
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2 User fanden diese Antwort hilfreich.
erst einmal vielen dank für die antwort, man hat ja leider nicht viele personen mit denen man darüber reden kann. deshalb war die antwort sehr hilfreich, ich denke ja auch das in ihrer aussage eventuell etwas wahres stecken wird, obwohl auch ein gespräch mit meinem partner den aussagen entgegen spricht, trotz allem steh ich zu meiner tochter und liebe sie, das ist und bleibt so, habe ihr auch geschrieben das ich sie liebe, komme was wolle, am kommenden freitag fahr ich zu ihr , denn da folgt das erste gespräch mit ihr, der therapeutin und mir
Verfasst am: 07. 05. 12 [12:42]
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Liebe sushi3105
Schön, dass dir unsere Fachexpertin weiterhelfen konnte.
Falls Dein Anliegen geklärt ist, sei bitte so lieb und setze die Bewertung oberhalb des Threads auf 100%.
So hilfst Du uns, eine bessere Übersicht zu behalten, wo noch Unterstützung benötigt wird.
Ich hoffe, das Gespräch verlief gut letzten Freitag. Wir wünschen euch viel Erfolg!
Liebe Grüsse
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Liebe Grüsse
Maggie
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Verfasst am: 15. 05. 12 [11:16]
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