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Wann darf man ein Bein amputieren
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Ich habe im Jahr 1996 einen Unfall (Kniescheibenbruch) und seither schon 15 OP`s hinter mir und diese haben nicht gebracht sondern es wurde immer schlimmer,ich kann nicht mehr als 5 Minuten laufen ohne Schmerzen.Ich war schon in der Rehaklinik in Bellikon,Sie haben gesagt,dass ich verschiedene Sachen nicht mehr tun solle das heisst:nicht knieen,auf keine Leiter steigen,so wenig wie möglich Treppen laufen und nicht in die Hocke gehen,dazu kommt jetzt auch noch,dass ich kaum noch laufen kann,der Sport solle ich auch an den Nagel hängen
Verfasst am: 11. 04. 12 [10:40]
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3 User fanden diese Antwort hilfreich.
Lieber sancho,
herzlich willkommen bei uns im Forum!
Ich habe unseren Fachexperten gebeten, sich um Dein Anliegen zu kümmern. Soeben ist allerdings eine Abwesenheitsnotiz von ihm reingekommen - er ist bis nächste Woche unterwegs. Bitte habe daher etwas Geduld mit seiner Antwort. In der Zwischenzeit kommen eventuell noch Antworten von anderen Usern.
Lieben Gruß,
Tom
MyHandicap
herzlich willkommen bei uns im Forum!
Ich habe unseren Fachexperten gebeten, sich um Dein Anliegen zu kümmern. Soeben ist allerdings eine Abwesenheitsnotiz von ihm reingekommen - er ist bis nächste Woche unterwegs. Bitte habe daher etwas Geduld mit seiner Antwort. In der Zwischenzeit kommen eventuell noch Antworten von anderen Usern.
Lieben Gruß,
Tom
MyHandicap
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Verfasst am: 11. 04. 12 [10:52]
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10 User fanden diese Antwort hilfreich.
Hallo Sancho,

Willkommen GB Pics
Hast Du mal mit den Ärzten gesprochen, was die dazu sagen bzw. Dir empfehlen? Wenn Bein ab, das kann man nicht wieder rückgängig machen. Operieren kann man zwar, aber ob das hilft? Wenn Du mit Deinen Ärzten nicht einverstanden bist, hol Dir eine zweite Meinung von einem anderen Arzt ein. Ich lebe in Deutschland, ich weiß nicht, wie es in der Schweiz ist. Hier in Deutschland bezahlst du zwar dann 2x 10€, weil Du ja zum zweiten Arzt gehst, ist immer noch besser, als wenn die Ärzte an Dir falsch rumdoktern. Wie alt bist du? Je jünger du bist, desto länger mußt Du mit nur einem Bein leben, wenn Du das amputieren lassen willst. Und je älter man wird, desto unbeweglicher/ungelenkiger wird man dann. Überleg es Dir also gut mit der Amputation. Sprech mit Leuten, denen ein Bein fehlt, was die für Erfahrungen haben, Phantomschmerzen etc...
Ich denke mal, der eine oder andere hier im Forum wird sich noch melden. Ich drück Dir die Daumen, das Du die richtige Entscheidung treffen wirst, nach Abwägung aller Vor- und Nachteile.

Willkommen GB Pics
Hast Du mal mit den Ärzten gesprochen, was die dazu sagen bzw. Dir empfehlen? Wenn Bein ab, das kann man nicht wieder rückgängig machen. Operieren kann man zwar, aber ob das hilft? Wenn Du mit Deinen Ärzten nicht einverstanden bist, hol Dir eine zweite Meinung von einem anderen Arzt ein. Ich lebe in Deutschland, ich weiß nicht, wie es in der Schweiz ist. Hier in Deutschland bezahlst du zwar dann 2x 10€, weil Du ja zum zweiten Arzt gehst, ist immer noch besser, als wenn die Ärzte an Dir falsch rumdoktern. Wie alt bist du? Je jünger du bist, desto länger mußt Du mit nur einem Bein leben, wenn Du das amputieren lassen willst. Und je älter man wird, desto unbeweglicher/ungelenkiger wird man dann. Überleg es Dir also gut mit der Amputation. Sprech mit Leuten, denen ein Bein fehlt, was die für Erfahrungen haben, Phantomschmerzen etc...
Ich denke mal, der eine oder andere hier im Forum wird sich noch melden. Ich drück Dir die Daumen, das Du die richtige Entscheidung treffen wirst, nach Abwägung aller Vor- und Nachteile.
Liebe Grüße delphisanne63
Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben!
RIP Guido
Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben!
RIP Guido
Verfasst am: 11. 04. 12 [11:07]
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9 User fanden diese Antwort hilfreich.
Hallo Sancho,
eine Amputation würde Folgen mit sich bringen, die Du gar nicht abschätzen kannst. Deshalb glaube ich nicht das eine Amputation Dir die Zufriedenheit und Schmerzfreiheit gibt, die Du suchst.
Ich habe zwar eine andere Erkankung als Du, aber ich kann mir gut vorstellen wie es Dir gerade geht. Auch bei mir fing alles mit einem Kniescheibeproblem an und ich versuchte immer wieder mit Operationen Erleichterung zu bekommen. Geholfen hat es nicht. Die Schmerzen beim Laufen blieben und wurden mit den Jahren Zeit immer schlimmer. Irgend wann war auch mein zweites Knie dran. Ich ließ auch dieses Knie ein paar mal operieren, weil ich es so gewohnt war.Meine Belastbarkeit und meine Schmerzen wurden nichtwirklich besser. Mein beruflicher und mein privater Alltag waren sehr stark eingeschränkt. Sport konnte ich auch nicht mehr machen. Ich fühlte mich einfach nur noch schlecht.
Dann lernte ich jemanden kennen, der mir Mut machte es doch einmal mit einem Aktivrollstuhl zu probieren. Er sagte mir mit dem richtigen Rollstuhl könne ich wieder alles machen worauf ich Lust hätte. Er sagte an meine Schmerzen würde ich dann bald nicht mehr denken. Ich wäre nur noch unterwegs und würde dasLeben genießen. Er hatte Recht. Ich wollte keine Operationen mehr und ich wollte mein Leben schmerzfrei genießen können. Deshalb nahm ich diesen Rat an und ließ mir einen Aktivrollstuhl verschreiben. Weil ich ihn seht sportlich einstellte und einen guten Lehrer hatte, lernte ich sehr schnell mit meinem Rollstuhl so um zu gehen, als wäre er ein Teil von mir. In wenigen Wochen war wieder genauso aktiv und mobil wie früher. Ich machte sogar wieder Leistungsport. Gut, mein Leben ist seit dem anders und meine Erkankung schreitet unaufhörlich fort, aber ohne meinen Rollstuhl hätte ich nicht gleiche aktive und sportliche Leben wie ich vor meiner Erkankung hatte. Man muß dieses Leben leben wollen. Aber wenn man es einmal akzeptiert hat, merkt man sehr schnell, welche große Erleichterung und welch wunderbare Alltagshilfe so ein Rollstuhl sein kann. Für ist er jeden Falls die beste Entscheidung die ich je getroffen habe.
Schönen Gruß
Karin
eine Amputation würde Folgen mit sich bringen, die Du gar nicht abschätzen kannst. Deshalb glaube ich nicht das eine Amputation Dir die Zufriedenheit und Schmerzfreiheit gibt, die Du suchst.
Ich habe zwar eine andere Erkankung als Du, aber ich kann mir gut vorstellen wie es Dir gerade geht. Auch bei mir fing alles mit einem Kniescheibeproblem an und ich versuchte immer wieder mit Operationen Erleichterung zu bekommen. Geholfen hat es nicht. Die Schmerzen beim Laufen blieben und wurden mit den Jahren Zeit immer schlimmer. Irgend wann war auch mein zweites Knie dran. Ich ließ auch dieses Knie ein paar mal operieren, weil ich es so gewohnt war.Meine Belastbarkeit und meine Schmerzen wurden nichtwirklich besser. Mein beruflicher und mein privater Alltag waren sehr stark eingeschränkt. Sport konnte ich auch nicht mehr machen. Ich fühlte mich einfach nur noch schlecht.
Dann lernte ich jemanden kennen, der mir Mut machte es doch einmal mit einem Aktivrollstuhl zu probieren. Er sagte mir mit dem richtigen Rollstuhl könne ich wieder alles machen worauf ich Lust hätte. Er sagte an meine Schmerzen würde ich dann bald nicht mehr denken. Ich wäre nur noch unterwegs und würde dasLeben genießen. Er hatte Recht. Ich wollte keine Operationen mehr und ich wollte mein Leben schmerzfrei genießen können. Deshalb nahm ich diesen Rat an und ließ mir einen Aktivrollstuhl verschreiben. Weil ich ihn seht sportlich einstellte und einen guten Lehrer hatte, lernte ich sehr schnell mit meinem Rollstuhl so um zu gehen, als wäre er ein Teil von mir. In wenigen Wochen war wieder genauso aktiv und mobil wie früher. Ich machte sogar wieder Leistungsport. Gut, mein Leben ist seit dem anders und meine Erkankung schreitet unaufhörlich fort, aber ohne meinen Rollstuhl hätte ich nicht gleiche aktive und sportliche Leben wie ich vor meiner Erkankung hatte. Man muß dieses Leben leben wollen. Aber wenn man es einmal akzeptiert hat, merkt man sehr schnell, welche große Erleichterung und welch wunderbare Alltagshilfe so ein Rollstuhl sein kann. Für ist er jeden Falls die beste Entscheidung die ich je getroffen habe.
Schönen Gruß
Karin
Poweruserin, Expertin für Medizin & Gesundheit
Das Leben ist schön, so wie es ist. (-:
Das Leben ist schön, so wie es ist. (-:
Verfasst am: 11. 04. 12 [11:27]
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11 User fanden diese Antwort hilfreich.
Hallo sancho,
es ist schon so, dass sich sicher kein Aussenstehender in deine jetzige Situation bzw. Lage so reinversetzen kann, aber ich muß den anderen Recht geben.
Der Gedanke sich vielleicht ein Bein abnehmen zu lassen hat, wie schon gesagt, viele Folgen die du jetzt garnicht abschätzen kannst.
Hätte ich früher eine Wahl gehabt, hätte ich für mein Bein gekämpft mit allen Konsequenzen.
Ich kann ja hier nur von mir sprechen, aber seit der Amputation hab ich ständig Schmerzen, hab oft ein wundes Bein und ich weiß nicht wie ich einen Meter laufen soll, dann heißt es, immer an der Wand lang. Mit den Jahren kamen dann vielen Bandscheibensachen und Lendenwirbelschäden dazu. Ich bin zwar hart im nehmen, aber manchmal wird man echt motivationslos.
Ich will damit nur sagen, lieber erstmal viele Ärzte um Rat fragen und schauen welche anderen Optionen du hast, denn ich glaube sonst würdest du diesen Schritt eines Tages bitter bereuen.
LG Marry
es ist schon so, dass sich sicher kein Aussenstehender in deine jetzige Situation bzw. Lage so reinversetzen kann, aber ich muß den anderen Recht geben.
Der Gedanke sich vielleicht ein Bein abnehmen zu lassen hat, wie schon gesagt, viele Folgen die du jetzt garnicht abschätzen kannst.
Hätte ich früher eine Wahl gehabt, hätte ich für mein Bein gekämpft mit allen Konsequenzen.
Ich kann ja hier nur von mir sprechen, aber seit der Amputation hab ich ständig Schmerzen, hab oft ein wundes Bein und ich weiß nicht wie ich einen Meter laufen soll, dann heißt es, immer an der Wand lang. Mit den Jahren kamen dann vielen Bandscheibensachen und Lendenwirbelschäden dazu. Ich bin zwar hart im nehmen, aber manchmal wird man echt motivationslos.
Ich will damit nur sagen, lieber erstmal viele Ärzte um Rat fragen und schauen welche anderen Optionen du hast, denn ich glaube sonst würdest du diesen Schritt eines Tages bitter bereuen.
LG Marry
Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.
R.I.P. Guido, im Andenken an einen guten Freund
R.I.P. Guido, im Andenken an einen guten Freund
Verfasst am: 11. 04. 12 [19:50]
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6 User fanden diese Antwort hilfreich.
Hallo Sancho,
Du befindest Dich in eine sehr schwierige Situation. Eine Amputation von Gliedmaßen kommt meines Wissens nur in Frage wenn eine lebensbedrohliche Situation wie z. B Krebs oder eine Sepsis (Blutvergiftung) eintritt. Vielleicht ist die Versteifung des Kniegelenks eine Möglichkeit zur Schmerzlinderung, oder ein komplett neues Kniegelenk. Da ich kein Arzt bin, würde ich unbedint eine zweite, vielleicht auch eine dritte ärtzliche Meinung einholen.Die Amputation ist wirklich die allerletzte Lösung.
LG Nobby
Du befindest Dich in eine sehr schwierige Situation. Eine Amputation von Gliedmaßen kommt meines Wissens nur in Frage wenn eine lebensbedrohliche Situation wie z. B Krebs oder eine Sepsis (Blutvergiftung) eintritt. Vielleicht ist die Versteifung des Kniegelenks eine Möglichkeit zur Schmerzlinderung, oder ein komplett neues Kniegelenk. Da ich kein Arzt bin, würde ich unbedint eine zweite, vielleicht auch eine dritte ärtzliche Meinung einholen.Die Amputation ist wirklich die allerletzte Lösung.
LG Nobby
Verfasst am: 12. 04. 12 [08:43]
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3 User fanden diese Antwort hilfreich.
Ich habe schon viele Ärzte gefragt und die meinen alle es ist noch zufrüh für eine Knieprotese und das kann doch nicht sein,es kommt mir auch so vor ob die noch alle GELD verdienen wollen bei mir,,,was ich noch gehört habe,dass man Geld kriegt für eine Amputation,stimmt das oder nicht
Verfasst am: 12. 04. 12 [09:16]
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Hallo Sancho,
ich kenn mich nicht mit den Schweizer Gesetzen aus. Aber bei Amputation Geld zu bekommen, hört sich für mich etwas blöde an. Warum sollte man dafür Geld bekommen, aus welchem Grund? Wenn Dein Bein erst mal ab ist, lässt es sich nicht wieder anbringen. Eine Amputation hat was endgültiges. Wenn Bein ab, dann ab, das kommt nicht wieder, und wächst auch nicht. Wie jung bist du denn? Denk daran, das es im Alter nicht mehr so gut läuft. Hier gibts bestimmt genug Leute, die mit einer Prothese rumlaufen, bzw. wegen einem amputierten Fuß oder Bein im Rolli sitzen.
Überlege es Dir gut mit der Amputation, Du hast nur 2 Beine...
ich kenn mich nicht mit den Schweizer Gesetzen aus. Aber bei Amputation Geld zu bekommen, hört sich für mich etwas blöde an. Warum sollte man dafür Geld bekommen, aus welchem Grund? Wenn Dein Bein erst mal ab ist, lässt es sich nicht wieder anbringen. Eine Amputation hat was endgültiges. Wenn Bein ab, dann ab, das kommt nicht wieder, und wächst auch nicht. Wie jung bist du denn? Denk daran, das es im Alter nicht mehr so gut läuft. Hier gibts bestimmt genug Leute, die mit einer Prothese rumlaufen, bzw. wegen einem amputierten Fuß oder Bein im Rolli sitzen.
Überlege es Dir gut mit der Amputation, Du hast nur 2 Beine...
Liebe Grüße delphisanne63
Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben!
RIP Guido
Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben!
RIP Guido
Verfasst am: 12. 04. 12 [10:02]
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Da habt Ihr schon recht,dass man nur 2 Beine hat,aber was ist den wenn die Ärzte auf keinen grünen Zweig kommen,es ist einfach nur mühsam so herum zu laufen,es muss doch eine Lösung geben..bin jetzt 39 jährig
Verfasst am: 12. 04. 12 [10:11]
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4 User fanden diese Antwort hilfreich.
sancho hat geschrieben:
Da habt Ihr schon recht,dass man nur 2 Beine hat,aber was ist den wenn die Ärzte auf keinen grünen Zweig kommen,es ist einfach nur mühsam so herum zu laufen,es muss doch eine Lösung geben..bin jetzt 39 jährig
Da habt Ihr schon recht,dass man nur 2 Beine hat,aber was ist den wenn die Ärzte auf keinen grünen Zweig kommen,es ist einfach nur mühsam so herum zu laufen,es muss doch eine Lösung geben..bin jetzt 39 jährig
Hallo Sancho,
ich war 38 Jahre alt und in genau der gleichen Situation wie Du. Damals benutze ich innerhalb großer Gebäude und auf Gehwegen einen Kinderroller, um wenigstens halbwegs mobil zu ein. Gut ging es mir damit aber nicht. Dann lernte ich eine neue Arbeitskollegin kennen. Sie war zwar nicht kniekrank, sondern beinanmputiert und konnte mit einer Oberschenkelprothese einiger Maßen gut laufen, benutzte aber trotz Prothese einen Rollstuhl. Nicht so einen mühsamen Leichtgewichtrollstuhl mit Armlehnen und geteilter Fußstütze der einem das Leben noch schwerer macht, sondern einen sportlichen Aktivrollstuhl ohne Armlehnen, mit kurzer Rückenlehne und durchgehender Fußstütze. Ich fragte sie warum sie denn einen Rollstuhl benutzt obwohl sie recht gut laufen kann. Sie sagte, weil sie Schmerzen hat wenn sie läuft.
Es brauchte noch viele Gespräche bis ich mich selber fragte, warum muß ich mich eigentlich abquälen und alles dafür tun weiterhin gehend durchs Leben zu gehen, nur weil es in der Natur des Menschen liegt zu laufen und alle das von mir auch so erwarten??? Ich faßte allen Mut zusammen und schlug einen Weg ein, den mir bisher jeder ausgeredete hatte. Ich ließ die anderen reden und ließ mir auch so einen Aktivrollstuhl verschreiben. Es war die beste Entscheidung meines Lebens. In den ersten zwei Jahren mit diesem Aktivrollstuhl war ich mehr unterwegs als in den letzten zehn Jahren davor.
Gut, ich brauchte ein paar Monate bis sich meine Muskulatur an die ungewohnte Arbeit gewöhnte, aber ich konnte wieder genauso weite Wege zurück legen wie ich wollte, ohne darüber nach zu denken ob ich auch den Weg zurück schaffe. Mehr noch, ich kaufte mir ein Handbike und fing wieder mit dem Leistungssport (Marathon) an und überquerte 2010 sogar mit dem Handbike die Alpen (Brennerpaß). Heute lege ich mit meinem Aktivrollstuhl genauso viele Wege zurück, wie früher zu Fuß und kann trotzdem schmerzfrei schlafen. Das ist nicht alles. Nach zwei Jahren im Rollstuhl waren diese starken kaum aus zu haltenden Kniescheibenschmerzen komplett verschwunden und so lange ich mir das Laufen gut einteile, bleiben sie auch verschwunden. Ich habe zwar noch Schmerzen, vor allem dann wenn ich einmal zu lange auf den Beinen war (mit Krücken), aber die sind längst nicht mit diesen unerträglichen Schmerzen vergleichbar, wie ich zwanzig Jahre lang hatte.
Schönen Gruß
Karin
Poweruserin, Expertin für Medizin & Gesundheit
Das Leben ist schön, so wie es ist. (-:
Das Leben ist schön, so wie es ist. (-:
Verfasst am: 12. 04. 12 [14:25]
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