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Berufsausbildung in einem Berufsbildungswerk oder in einer normalen Berufsschule? Wie stehen da die Chancen?

Topic gelöst / abgeschlossen zu:

100%
Forum » MyHandicap deutschsprachige Foren » Ausbildung & Beruf
Landesflagge: DE
lolobea
Sprachen: Deutsch
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2011
Beiträge: 10
Hallo ihr!

Ich bin 20 Jahre alt und habe im April 2009 eine Ausbildung zur Pflegefachhelferin abgebrochen, weil es mir da körperlich und seelisch nicht mehr gut ging.
Ich hatte Probleme das gelernte in die Praxis umzusetzen und das Praktische in der Theorie zu reflektieren.

Dann bin ich zeitnah in eine psychiatrische Klinik gekommen.
Diagnosen: schwere depresive Episode icon_frown.gif
Aus dieser Diagnose wurde: Borderline, posttraumatische Belastungstörung usw...

Vor etwa 4 Wochen wurde mein Schwerbehindertenausweis auf unbefristet (GdB: 60) ausgestellt.

Da ich mit meinem Notendurchschnitt bei meiner Mittleren Reife von etwa 4,0 ja eh keine Chance habe irgendwo in einer normalen Berufschule genommen zu werden überlege ich mir jetzt mit für nächstes Jahr an einem Berufsbildungswerk anzumelden.

Haltet ihr das für sinnvoll?
Würde auch gerne eine Expertenmeinung dazu hören.

ganz liebe Grüße von lolobea

lolobea
Verfasst am: 07. 07. 11 [20:31]
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ickenicke
Sprachen: Deutsch, Englisch
Dabei seit: 30.06.2011
Beiträge: 158
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Ja ist sinnvoll, da kannst vor einer Ausbildung in den vorberuflichen Bereich gehen und die machen dich fit auf die Ausbildung. Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Therapeuten, Psychologen usw. sind meist auch vor Ort.
Verfasst am: 08. 07. 11 [09:48]
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Landesflagge: DE
lolobea
Sprachen: Deutsch
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2011
Beiträge: 10
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Dankeschön für diese Antwort.

Wie läuft den die Ausbildung in einem Berufsbildungswerk allgemein ab?

Also wie ist der Unterricht gegliedert usw.



lolobea
Verfasst am: 08. 07. 11 [13:54]
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Tiponi
Sprachen: Deutsch
Dabei seit: 27.11.2010
Beiträge: 13
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Hallo Lolobea,

ich habe letztes Jahr eine Ausbildung, bzw. Umschulung in einem Berufsförderungswerk beendet. Bei uns waren auch Teilnehmer dabei, für die es eine Erstausbildung war. Ich war lange vorher krank und habe dort erstmal an einer Berufsfindungsmaßnahme teilgenommen. Dies wurde begleitet von einem Psychologen, Sozialarbeitern und einer Lehrkraft. Wir hatten etwas Unterricht, einige Tests und konnten diverse Berufe "ausprobieren"; am PC, durch Hospitationen in den Umschulungsmaßnahmen und auch in Betrieben. Das dauerte 6 Wochen und danach besprach man dann mit dem Team, wofür man geeignet ist. Für mich wurde dann eine Umschulung geplant, die ich auch dort durchführen konnte. Vorweg hatte ich noch einen Vorbereitungskurs von 3 Monaten, um meine Belastungsfähigkeit zu steigern. Da hatten wir jeden Tag 8 Stunden Unterricht, mussten Referate ausarbeiten, Arbeiten schreiben, Prüfungssituationen und andere Arbeitsplatzsituationen trainieren. Das hat mir sehr gut getan. Alternativ oder auch zusätzlich konnte man dort auch eine Vorbereitungsmaßnahme machen, um eventuelle schulische Defizite aufzuarbeiten, damit man damit nicht während der Umschulung zu kämpfen hatte. Die Umschulung lief über 2 Jahre, incl. einem halben Jahr Praktikum. Es ist ein voller 8 Stunden Tag, aber man hat jederzeit einen Ansprechpartner, wenn es Probleme gibt. Sei es ein Psychologe, der Ausbildungsleiter oder ein Sozialarbeiter, wenn es mal mit den Behörden Schwierigkeiten gibt. Und natürlich gibt es dort auch einen ärztlichen Dienst. Ich habe mich dort gut aufgehoben gefühlt. Diese Berufsförderungswerke haben immer Informationstage, wo man alles erzählt bekommt und sich unverbindlich informieren kann. Vielleicht guckst Du einfach mal, ob es bei Dir eins in der Nähe gibt und gehst mal zu einem solchen Info- Tag.
Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Liebe Grüße,

Andrea
Verfasst am: 08. 07. 11 [15:05]
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Maggie_MyHandicap
Sprachen:
Dabei seit: 02.12.2009
Beiträge: 164
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Hallo lolobea

Erstmal herzlich willkommen!

Deine Frage habe ich direkt an unsere Fachexperten weitergeleitet. Bestimmt bekommst du bald Antwort von ihnen.

Liebe Grüsse und schönes Wochenende

Maggie
MyHandicap

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Verfasst am: 08. 07. 11 [15:30]
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MyHandicap Engagementsiegel
surfer
Sprachen: Deutsch, Englisch
Dabei seit: 14.03.2010
Beiträge: 1059
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2 User fanden diese Antwort hilfreich.
Hallo lolobea,

Wenn man keine andere Möglichkeit hat, ist das BBW immer noch die bessere Wahl als rumsitzen.
Kleinere Lerngruppen und bessere Betreuung haben die anderen schon gesagt. Die Chancen, daß man die Ausbildung besteht sind deutlich höher, auch weil eben auf behinderungsspezifische Dinge mehr Rücksicht genommen wird.
Es muß allerdings klar sein, daß BBW nicht immer wohnortnah sind, man also auch mit Internatsunterbringung rechnen muß.
Auch die Auswahl an Berufen ist oft spärlich.
Zudem erkennen einige Arbeitgeber aber die Abschlüsse nicht recht an, wegen der Berücksichtigung der Behinderung und weil in einigen BBWs oft viele Behinderungsarten, z.B. auch Lernbehinderte mit anderen Behinderten zusammewngeworfen sind, die dieses Problem nicht haben. Für diese Arbeitgeber sind dann alle lernbehindert.

Es ist auch möglich mit Hilfe sonderpädagogischer Förderung und Zeitverlängerung bei Prüfungen die Ausbildung am Heimatort zu machen. Ab 50% hat man Schwerbehindertenstatus und Anspruch auf die Hilfen.
Frag bei der Berufsberatung im Arbeitsamt.

LG

Surfer



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.2011 um 16:26.]

Ich schließe mich der Trauer um unser Mitglied Guido an.
Verfasst am: 08. 07. 11 [16:22]
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wessi
Sprachen: Deutsch
Dabei seit: 14.06.2011
Beiträge: 40
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Hallo lolobea,

Surfer hat recht mit der aussage.

Wenn du dich, für ein BBW entscheiden solltest.

Und du weist nicht richtig was du ( Beruflich ) machen solltest.

Da gibst eine Berufsfindung, die habe ich auch gemacht den ich habe keine Ausbildungsplatz im Freien Wirtschaft bekommen, egal welche ich mich beworben habe. Und danach habe ich eine Ausbildung ( gesamt 2 Jahre ) gemacht im dem BBW wo ich die Berufsfindung gemacht habe. Heutzutage heißt das natürlich anderst, ich bin nicht auf dem neusten stand was das betrifft.icon_redface.gif

Wenn ich das darf hier eine Quelle rein tun??

Für ganz Deutschland

Quelle:

http://www.bagbbw.de/die-bag-bbw/

vielleicht konnte ich die auch helfen

MLG wessi

Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen. ( Gerechtigkeit ) ;)
Verfasst am: 09. 07. 11 [15:24]
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lolobea
Sprachen: Deutsch
Themenersteller
Dabei seit: 07.07.2011
Beiträge: 10
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Vielen Dank für deine Antwort.

Ich möchte gerne eine Ausbildung machen.
Jedoch bin ich noch ziemlich unentschlossen ob es für mich in den Bereich der Pflege bzw. Gastronomie gehen soll.

Mich zieht es mehr zum Gastronomiebereich.
Gerade weil ich ein Praktikum im Moment mache als Fachkraft für Systemgastronmie.

Ich arbeite 3 Stunden am Tag und das ist für mich schon sehr schwer.
Aber das Berufsfeld ist interessant.

Das Problem ist: ich wohne in Bayern.
Hier gibt es kein Berufsbildungswerk, welches die 3-jährige Ausbildung zur Fachkraft für Systemgastronomie anbietet.

Es gibt in Bayern nur Berufsbildungswerke, welche die 2-jährige Grundausbildung im Gastgewerbe anbieten (Fachkraft für Gastgewerbe).
Nach dieser Ausbildung muss/kann man eine andere Schule besuchen um sich innerhalb eines Jahres auf einen dieser Berufe zu spezialisieren zu können:

Koch / Köchin
Restaurantfachfrau / Restaurantfachmann
Hotelfachfrau / Hotelfachmann
Hotelkaufmann / Hotelkauffrau
Fachfrau / Fachmann für Systemgastronomie

Damit verbunden wäre aber nach zwei Jahren wieder umziehen, sofern nicht eine Schule in der gleichen Stadt wäre.

Das näheste Berufsbildungswerk, welches ich anhand dieser Internetseite finde konnte, welches diese Ausbildung anbietet (die 3-jährige) wäre:
In Bugenhagen am Timmendorfer Strand (an der Ostsee) icon_eek.gif

Ein bisschen seeeehr weit weg icon_cry.gif

Was würdet ihr mir empfehlen???

Hier in Bayern bleiben, umziehen, 2 Jahre Grundausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe, ggf. umziehen und dann 1-jähriges Spezialisierungsjahr zur Fachkraft für Systemgastronomie

oder

Umziehen, 3-jährige Ausbidung zur Fachkraft für Systemgastronomie am Timmensdorfer Strand machen, umziehen

oder

hier in Bayern bleiben 2-jährige Ausbildung zur Fachkraft für Gastgewerbe machen

oder

erstmal eine berufsvorbereitende Maßnahme machen


Schon mal danke für eure Ideen, Gedanken und Vorschläge.... icon_redface.gif

lolobea
Verfasst am: 09. 07. 11 [15:55]
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wessi
Sprachen: Deutsch
Dabei seit: 14.06.2011
Beiträge: 40
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Hallo lolobea,

Des wegen brauchst du nicht so weit fahren, In Bugenhagen am Timmendorfer Strand (an der Ostsee).

Es gibt in Bayern 10 Berufsbildungswerke.

Du brauchst auch das nicht zu machen.

Zitat von die ( lolobea )
Es gibt in Bayern nur Berufsbildungswerke, welche die 2-jährige Grundausbildung im Gastgewerbe anbieten (Fachkraft für Gastgewerbe).Zitat Ende.

Das sind keine Grundausbildung, sondern Abgeschlossene Beruf

Das sind die Anerkannten Berufe mir Abschluss Prüfung von Praxis und der Theorie vor der ( Industrie- und Handelskammer )

Ich würde erst mal das machen,wenn du noch


Berufsfelder / Berufe: Ausbildungsdauer /Ausbildungsbeginn

Eignungsabklärung: / 8 Wochen / alle 4 Wochen

Dann kannst du weiter machen mit:

Berufsfelder / Berufe: Ausbildungsdauer /Ausbildungsbeginn

Arbeitserprobung: / 2 bis 4 Wochen / Einstieg nach Absprache laufend möglich

danach könntest du die Ausbildung machen.

So würde ich das machen.

MLG wessi


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.07.2011 um 19:54.]

Ich Kämpfe für die Menschen die wirklich Hilfe brauchen. ( Gerechtigkeit ) ;)
Verfasst am: 09. 07. 11 [19:48]
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lolobea
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Dabei seit: 07.07.2011
Beiträge: 10
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Hallo, dankeschon mal:

Was versteht man unter einer Eignungsabklärungund Arbeitserprobung?

Macht man zuerst die Eingungsabklärung und dann die Arbeitserprobung?

Kann man dazu auch schon in einem Internat im BBW wohnen?

Fragen über Fragen....

lolobea
Verfasst am: 09. 07. 11 [23:22]
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