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für Menschen mit Behinderung

Die Mini 12er Story

Wie es zur internationale 2.4 Meter Klasse – Paralympische Bootklasse in Sydney 2000 und Athen 2004 – kam, welche für Menschen mit Behinderungen sehr geeignet und dementsprechend auch intensiv in Gebrauch ist.

Die Mini 12er Klasse wurde kurz nach dem 1980er America’s Cup in Newport, USA an verschiedenen Plätzen der Welt eingeführt. Kleine Boote wurden gebaut in der Form der großen 12m Boote. In England wurden sowohl die ›Illusion‹, als auch die ›Shadow‹ entworfen. In den Vereinigten Staaten wurde eine ähnliche Version an der Ostküste konstruiert. Diese wurde ›der Millimeter‹ genannt. An der Westküste von Amerika wurde der ›Defender‹ erstmals 1983 gestartet.

Die skandinavische Halbinsel wurde zur Wiege der Entwicklung der echten Mini 12er Klasse. Drei bekannte Bootkonstrukteure, Odd Lindqvist, Peter Norlin und Hakan Södergren entwarfen jeweils eine kleine Yacht, indem sie die Abmessungsgrundsätze für die 12m- und 6m-Boote als Basis für die neue Konstruktion nahmen.

Die neue Schöpfung maß 2.4, gemäß des internationalen Meter- Maßstabs. Die Klasse wurde aus verschiedenen Gründen sehr populär. Bekannte Segler in Schweden, die aus ihren Dinghies und 6m-Booten herausgewachsen waren, und durch Familie, Beruf oder andere Verpflichtungen gebunden waren, fanden durch den Mini 12er eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Wettfahrt zurückzukehren.

Unsinkbar und leicht umzubauen

Der andere Aspekt der Popularität ist zurückzuführen auf die speziellen und wichtigen Eigenschaften des Bootes, geradezu perfekt für die Anpassung für schwerbehinderte Menschen zu sein. Eine große Anzahl behinderter Segler auf der ganzen Welt haben dies als den einzigen Weg erfahren, unter denselben Bedingungen wie jeder nichtbehinderte Mensch zum Einhandsegeln oder alleinigen Wettfahrten zurückzukehren. Das Boot ist unsinkbar, sehr einfach zu segeln und auch einfach für verschiedene Behinderungen umzubauen. Im

Weltweit anerkannt

Januar 1986 brachte der behinderte schwedische Arzt Claes Hultling (Rollstuhlfahrer) zwei schwedische Mini 12er nach Fremantle, vor der Weltmeisterschaft der großen 12er. Sie wurden ein Erfolg und eine lokale Fertigung war schnell in Gang gebracht. Zu Beginn des Herbstes 1986 hat der berühmte Yacht-Konstrukteur, der verstorbene Ben Lexcen, ebenfalls einen Mini 12er entworfen. Die Klasse war jetzt gut etabliert und es gab die eindeutige Notwendigkeit, die Regeln zu formalisieren.

Mit Hilfe der Skandinavischen Yachting Association wurde der letzte Entwurf der Abmessungsgrundsätze für die Mini 12er Klasse der International Yacht Racing Union (IYRU) an ihrem jährlichen Treffen 1988 in London vorgestellt. Eine Abschrift der Satzung der Intemationalen Mini 12er Klassen-Gesellschaft und die Regeln der Klasse, sowie Bewertungsurkunden sind erhältlich bei: Svenska Seglarförbundet, Idrottens Hus, S-123S7 FARSTA, Schweden.

Keine One-Design-Klasse

Manche Menschen mögen glauben, dass es ein Nachteil ist, dass das Boot nicht eine One-Design- Klasse ist, sondern eine sich entwickelnde Klasse. Es ist eher das Gegenteil der Fall. Dies ist einer der Hauptgründe dafür, dass diese Klasse so attraktiv für eine Vielzahl verschiedener Segler geworden ist.

Hierauf ist es zurückzuführen, dass es für Menschen, die an Lähmungen (Beine oder Halbseitenlähmungen) oder verschiedenen Arten von Amputationen leiden, möglich ist nötige Anpassungen und Änderungen in ihrem Cockpit durchzuführen und mit nicht behinderten Seglern unter gleichen Bedingungen konkurrieren zu können. Dies ist auch eine Garantie dafür, dass Bootsbauer, Designer und bekannte, qualifizierte und geübte Segler in der ganzen Welt weiterhin angezogen werden und in den kommenden Jahren in dieser Klasse bleiben werden.

Dies ist eine kurze Einführung in das, was der Mini 12er während der vergangenen zwei Jahrzehnte durchlebt hat. Mehr als zehn verschiedene Konstruktionen, die den Maßregeln folgen, werden nun in drei Kontinenten konstruiert, was bedeutet, dass andere Versuche eine One-Design-Klasse zu entwerfen, wie ›the Defender‹, ›the Illusion‹, etc., immer lokale Initiativen bleiben werden.

Text: Deutscher Rollstuhlsportverband e.V.

 

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