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Depression

Mann hält sich die Hände vor sein Gesicht (Gerd Altmann/pixelio.de)
Depression: ein Zustand psychischer Not. (Gerd Altmann/pixelio.de)

Begriffsbestimmung: Depression ist ein Zustand psychischer Niedergeschlagenheit

Unter einer Depression versteht man allgemein den Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. Es gibt einen Depressionen Test, den jeder bei Verdacht auf eine Depression durchführen kann. Der Weg zum Arzt ist aber in jedem Fall unabdingbar!

Verbreitete Ursachen für Depressionen sind einschneidende Erlebnisse beziehungsweise eine grundlegende Veränderung der Lebenssituation. Hierzu kann der Verlust eines Partners zählen (Trennung, Tod) oder ein Schicksalsschlag, etwa das Erleiden einer schweren Krankheit. Auch länger anhaltende Belastungen können Auslöser für eine Depression sein.

Beispiele hierfür wären etwa Konflikte in der Familie, dem Bekanntenkreis oder am Arbeitsplatz. Auch eine dauerhafte berufliche Über- oder Unterbelastung kann zur Depression führen. Trotz klarer Symptome ist der Grund für eine Depression nicht immer offensichtlich. Auch im Alter kann das Risiko, an einer Depression zu erkranken, steigen.

Ob man anfällig ist, depressiv zu werden, hängt auch von der genetischen Disposition ab. Zwar sind Depressionen nicht direkt vererbbar, jedoch erhöhen bestimmte genetische Merkmale das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Neben der genetischen Disposition können auch einseitig negative Denkmuster dazu beitragen, dass eine Person depressiv wird. Während der Depression ist das pessimistische Denken in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten, die Umwelt und die persönliche Zukunftsperspektive noch stärker ausgeprägt.

Behandlung und Therapie: Depressionen durch intensive Gespräche erkennen

Depressionen werden in einem Arzt-Patienten-Gespräch diagnostiziert. Dabei erzählt der Patient zunächst von seinem Befinden und möglicherweise vorhandenen Beschwerden. Der Mediziner versucht durch gezieltes Nachfragen herauszufinden, ob eine Depression vorliegt. Ergänzend können psychologische Tests eingesetzt werden.

Bildgebende Verfahren oder Blutuntersuchungen werden teilweise ergänzend genutzt, um eine organische Ursache auszuschließen. Gerade bei älteren Menschen, die an organischen Erkrankungen und Depressionen leiden können, ist es wichtig, diese beiden Bereiche getrennt zu betrachten. So kann verhindert werden, dass die körperliche Einschränkung in den Vordergrund gestellt wird und eine mögliche Altersdepression unerkannt bleibt.

Die Behandlung von Depressionen ist so komplex wie die Erkrankung selbst. Ziel aller Maßnahmen ist es, die Stimmung des Betroffenen zu verbessern und zu einer dauerhaften Steigerung der Lebensqualität beizutragen. Dies kann in den meisten Fällen durch eine ambulante Therapie erreicht werden. Liegt eine stärker ausgeprägte Depression oder eine suizidale Tendenz vor, kommt eine stationäre Behandlung in Frage. Mehr zur Therapie von Depressionen erfahren Sie in diesem Artikel.

Schwerbehinderung: Depressionen als dauerhafte Einschränkung

Als schwerbehindert gelten Menschen, die aufgrund einer Erkrankung dauerhaft und wesentlich in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt sind. Dies gilt nicht nur für körperliche Erkrankungen, sondern auch für psychische Erkrankungen. Deshalb können von Depression Betroffene unter bestimmten Umständen einen Schwerbehindertenausweis erhalten. Maßgeblich hierfür ist, dass die Depression länger als sechs Monate anhält. Der behandelnde Arzt kann durch ein Gutachten in diesem Fall helfen, dass Betroffene einen Schwerbehindertenausweis beantragen können.

Text: Philipp Jauch - 07/2012

Foto: Gerd Altmann, pixelio.de


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