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Demenz

Eine nachdenkliche, alte Frau und im Hintergrund ein Mann.
Demenz ist eine Krankheit des Alters. (Gerd Altmann/pixelio.de)

Begriffsbestimmung: Demenz ist eine schrittweise Schädigung des Gehirns

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, bei denen eine Hirnschädigung zu einem schrittweisen Verlust des Gedächtnisses, des Denkens, der Erinnerung, der Orientierung oder der Verknüpfung von Denkinhalten führt. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Pflegeplanung der Demenzkranken. 

Was ist Demenz?

Das Hirnversagen bei Demenz ist im fortgeschrittenen Stadium mit einem Verlust von Erlebnisfähigkeit, Interessen oder Gefühlen verbunden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann es zu einer körperlichen Behinderung und dem Verlust von Körperfunktionen kommen.

Es sind rund 50 verschiedene Demenzerkrankungen bekannt, wovon Alzheimer rund 60 Prozent aller Demenzfälle ausmacht. 20 Prozent der Betroffenen leiden an einer vaskulären Demenz.

Demenz Ursachen: Bei Demenz sterben Nervenzellen allmählich ab

Bei Alzheimer verlieren ganze Gruppen von Nervenzellen im Gehirn allmählich ihre Funktionstüchtigkeit und sterben schließlich ab. Zugleich kommt es zu einem Mangel an körpereigenen Substanzen, die den Austausch von Informationen zwischen den Gehirnzellen gewährleisten.

Die vaskuläre Demenz entsteht meistens durch arteriosklerotische Veränderungen oder einen Verschluss der Hirngefäße. Dies führt zu einer Minderdurchblutung im Gehirn und letztlich zum Absterben kleinster Hirngebiete bis hin zu ganzen Hirnarealen.

Ein Pfleger knöpft einem alten Mann das Hemd zu.
Demenzerkrankte sind verstärkt auf fremde Hilfe angewiesen. (Gerd Altmann/pixelio.de)

Häufigkeit: 70 Millionen Demenz-Patienten bis 2030

Aufgrund der steigenden Lebenserwartung nimmt die Zahl der Demenz-Fälle stark zu. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird sich die Zahl der weltweit Erkrankten bis 2030 auf über 70 Millionen verdoppeln. In Deutschland könnte sich die Zahl der Betroffenen bis 2050 von heute 1,1 auf 2,6 Millionen erhöhen, in der Schweiz auf über 300.000.

Der Anteil der Demenzkranken an der Bevölkerung steigt mit dem Alter steil an. Während unter 65-Jährige von Demenz nur selten betroffen sind, liegt der Anteil bei über 90-Jährigen bei rund einem Drittel. Die Erkrankungs-Wahrscheinlichkeit ist bei Frauen und Männern etwa gleich hoch. Dass dennoch etwa 70 Prozent der Demenzerkrankungen auf Frauen entfallen, hat vor allem mit ihrer höheren Lebenserwartung zu tun.

Schwerbehinderung: Demenz Hauptursache für Behinderung älterer Menschen

Demenz ist weltweit eine der Hauptursachen für eine Behinderung bei älteren Menschen. Die Krankheit hat enorme physische, psychische, soziale und ökonomische Auswirkungen auf die Betroffenen, deren Familien, Pflegende und die Gesellschaft. In Deutschland haben Demenz-Patienten mit einem Behinderungsgrad von mindestens 50 ein Anrecht auf den Schwerbehindertenausweis.

 

Text: Patrick Gunti - 07/2012

Fotos: pixelio.de

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