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Die Behindertentoilette

Beispielbild (Foto Geberit)
Beispielbild (Foto Geberit)

Für alle Menschen sind Privatsphäre und Unabhängigkeit von der Hilfe anderer bei der täglichen Hygiene von größter Wichtigkeit. Entsprechend gehört die Planung und Gestaltung von behindertengerechten Sanitäranlagen zu den anspruchsvollsten Bereichen des behindertengerechten Bauens.

Beim Bau von barrierefreien Sanitäranlagen sind verschiedenste Punkte zu berücksichtigen, so zuerst die räumlichen Anforderungen. Die Raumgröße eines barrierefreien WCs orientiert sich an den Abmessungen eines Rollstuhls und an den entsprechenden Bewegungserfordernissen.

Rollstuhlfahrer müssen an die WC-Schale heranfahren und die Türe schließen können. Die Türe (Breite mindestens 80 cm) öffnet sich nach außen und muss auch von außen entriegelbar sein. Der Zuziehgriff befindet sich idealerweise auf einer Höhe von 70 cm. Als Mindestanforderung müssen verschiedene Grundpositionen des Rollstuhls zum Überwechseln auf den WC-Sitz möglich sein. Die Achse des WCs befindet sich in Längsrichtung des Raumes, die Ausladung beträgt min. 65 cm, die Höhe 46 cm.

Waschbecken und andere Ausstattungselemente im WC müssen unterfahrbar sein, mit einer Unterkantenhöhe des Beckens von mind. 70 cm und einer Oberkantenhöhe von max. 85 cm bei einer Ausladung von 45 cm. Zum Halten müssen ein Haltegriff in Winkelform an der Wandseite sowie ein Stützklappgriff auf der freien Seite verfügbar sein. Die WC-Spülung sollte mit geringem Kraftaufwand zu betätigen sein, es empfiehlt sich eine berührungslose oder seitliche Spülerauslösung. Bei der Wahl des Bodenbelags auf eine rutscharme Unterlage achten!

Checkliste von Dipl.-Ing. Frank Opper (Architekt) - wir weisen darauf hin, dass eine Checkliste nur zur Anregung dient, und nicht immer alle Bereiche oder
spezielle Bedürfnisse abdecken kann.

  • Wird ein zusätzlicher Bewegungsraum (links/rechts) neben dem WC benötigt? (Rollstuhlfahrer 95 cm)
  • Sind ausreichende Bewegungsflächen vor dem WC vorhanden?
  • Ist ein WC mit größerer Einbautiefe (70 cm) erforderlich?
  • Ist die Montagehöhe des WC individuell angepasst?
  • Wird das WC mit einem Toilettenrollstuhl benutzt? (Einbautiefe/-höhe anpassen)
  • Kann die Spülung problemlos bedient werden? (auch aus der Sitzposition)
  • Ist der WC-Papierhalter problemlos erreichbar? (auch aus der Sitzposition)
  • Werden Halte-/Klappgriffe benötigt? (Montageabstand beachten)
  • Ist eine integrierte Spülbedienung oder Papierhalter im Klappgriff notwendig?
  • Wird eine Rückenstütze zur höheren Sicherheit benötigt?
  • Sind automatische WC-Systeme sinnvoll? (höhenverstellbar/Unterdusche)

Text: pg - 09/2007 - MyH
Foto: Geberit

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