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für Menschen mit Behinderung

Wanted! Ein barrierefreies Zuhause

Vermittelt barrierefreie Wohnungen und Häuser: Die neue Wohnbörse WfB24 (magichartl/pixelio)

Wenn Sie nach einem neues Zuhause suchen, haben Sie sicher schon eine Vorstellung davon: Eine bestimmte Wohnfläche in einer Ihrem Geldbeutel entsprechenden Lage, eventuell mit Balkon. Und das alles bitteschön rollstuhlgerecht!

Durch die Kriterien werden bei der Wohnungssuche die unerwünschten Ergebnisse herausgefiltert. Aber wird durch das Kriterium der Barrierefreiheit die Suche nicht ein sinnloses, weil ergebnisloses Unterfangen? Der Markt ist ja nicht gerade übersät von barrierefreien Wohnungen.

Zumal Menschen mit Behinderung teilweise leider immer noch über ein unterdurchschnittliches Einkommen verfügen und der Kauf eines Eigenheims für viele von ihnen eine Utopie ist. Lohnt sich daher die Suche in allgemeinen Wohn- oder Immobilienbörsen? Ja, meint Frank Opper. Der Architekt sitzt selbst im Rollstuhl und empfiehlt, auch diese Möglichkeit zu nutzen. 

Eine Anlaufstelle: Immobilienbörsen im Internet

Auf manchen Immobilienbörsen wie Immobilienscout24 oder Immonet kann in den erweiterten Suchoptionen „Barrierefreiheit“ bereits als Auswahlkriterium angeklickt werden. Jedoch wird das Kriterium von den Seitenbetreibern nicht überprüft, da dies sonst „ein zu großer Aufwand wäre“, so Immobilienscout24.

Daher könne es durchaus vorkommen, dass sich darunter auch Wohnobjekte befinden, die gar nicht oder nur in Teilen barrierefrei sind. „Wir gehen aber davon aus, dass die Immobilienanbieter mit dabei schreiben, falls etwas anders ist“, heißt es von Immobilienscout24.

Im Extremfall müssen Menschen mit Behinderung also praktisch bei jedem für sie interessanten Wohnobjekt nachfragen, inwieweit barrierefrei dieses ist. Diese Möglichkeiten sollten jedoch genutzt werden, findet Opper. Schließlich gibt es keine solche Börse speziell für barrierefreie Wohnungen oder Häuser. Bis vor kurzem.

Auch die Suche in allgemeinen Immobilienbörsen kann sich lohnen (Foto: immobilienscout24.de)

Neue Wohnbörse für behinderte Menschen

Vor wenigen Monaten wurde eine Wohnbörse speziell für Menschen mit Behinderung eröffnet: WfB24. Dass diese Börse noch neu ist, erkennt man an den noch wenigen Einträgen. Beispielsweise sind derzeit nur etwa zwei Dutzend Mietwohnungen in ganz Deutschland eingetragen. Interessierte, die ein barrierefreies Haus oder eine Wohnung kaufen möchten, finden dort zwar etwas mehr Ergebnisse.

Aber auf dieser Börse ist laut der Geschäftsführung jedes angebotene Wohnobjekt barrierefrei. Denn anders als die zuvor erwähnten Immobilienbörsen werden hier die Wohnungen und Häuser vorab auf Zugänglichkeit sowie auf die Möglichkeit eines behindertengerechten Umbaus geprüft – die Mitarbeiter rufen zur Auskunft die Eigentümer oder die Vermieter direkt an.

Langwieriges Suchen soll der Vergangenheit angehören

So können bei Ihrer Wohnungssuche „wertvolle Zeit und Nerven“ gespart werden, heißt es auf der Webseite. Die Motivation dieser Börse sind eigene Erfahrungen der Betreiber in der „Problematik auf dem Immobilienmarkt“.

Falls Sie also ein barrierefreies Wohnobjekt verkaufen oder vermieten möchten, ist WfB24 eine gute Möglichkeit für ein Inserat. Ein Standardeintrag mit bis zu acht Bildern ist kostenlos. Auch Ferienwohnungen können eingetragen werden.

Weitere Möglichkeiten?

Im MyHandicap-Forum wurde jüngst die Empfehlung gemacht, sich hierbei an die örtliche Wohnbaugesellschaft zu wenden. Dadurch konnte bereits die eine oder andere barrierefreie Wohnung gefunden werden.

Dem pflichtet Opper bei und ergänzt den Tipp um den Hinweis auf die kommunale Wohnberatung, welche behinderte und ältere Menschen bei der Suche nach geeigneten Wohnungen oder bei behindertengerechten Anpassungen berät und unterstützt. Ihre zuständige Wohnberatung finden Sie meistens auf der städtischen Webseite (googeln Sie z. B. nach „wohnberatung hamburg“).

Menschen mit Behinderung haben also durchaus Möglichkeiten, ein ihren Bedürfnissen entsprechendes Zuhause zu finden. Auch wenn es heutzutage noch nicht genug Wohnungen für behinderte Menschen gibt, so zeichnet sich ein Wandel ab. Weil es in unserer Gesellschaft immer mehr alte Menschen gibt und das Bewusstsein für Menschen mit Behinderung wächst, wird es in Zukunft hoffentlich immer einfacher werden, eine barrierefreie Wohnung zu finden. Der Bedarf daran werde jedenfalls steigen, so Opper.

Text: TMI

Fotos: WfB24

 

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