Meine barrierefreie Gewinn-Reise nach Berlin

- Vom Courtyard Marriott Berlin Mitte bis zum Potsdamer Platz sind es zu Fuß nur wenige Minuten (Foto: Courtyard Marriott Berlin)
Zwei Nächte in Berlin haben ausgereicht, um eine neue Liebe zu entfachen. Ich habe mich in diese Stadt verknallt!
Wie durch ein Wunder habe ich, MyHandicap-Userin Kara, bei der ersten Creditsverlosung von MyHandicap im den Januar 2010 den Hauptpreis gewonnen: zwei Übernachtungen für zwei Personen im Hotel Courtyard Marriott Berlin Mitte. Meine Freude war riesengroß, da ich vorher noch nie etwas gewonnen hatte.
Es geht los!
Am Montag den 27. September 2010 sitze ich am späten Vormittag im Zug von Thun in der Schweiz nach Stuttgart. Dort verbringe ich ein paar tolle Tage mit einem lieben Freund und lerne meine Reisebegleiterin kennen.
Mit zweistündiger Verspätung kommen wir kurz nach acht Uhr abends in Berlin und eine Stunde später im Hotel an. Wir sind todmüde!
Das Courtyard Marriott Berlin Mitte ist im Ostteil der Stadt gelegen. Es ist nicht weit vom Checkpoint Charlie entfernt und mit dem Bus Nummer 48 zu erreichen.
Das Hotel ist super! Wir beziehen unser ruhiges Zimmer im sechsten Stock des Hotels. Das Bett ist rollstuhltauglich, wenn man einen Sessel
auf die Seite schiebt. Das große Zimmer lässt mir Raum zum Manövrieren.
Auch das Bad ist sehr großzügig, die Spiegel sind rollstuhltauglich und nach unten gekippt. Allerdings fehlt ein Duschrolli oder zumindest ein Duschsitz.
Nach einer erholsamen Nacht in unserem wunderschönen Zimmer genießen wir ein reichliches und leckeres Frühstück. Das Buffet ist groß und gut. Sogar der Kaffee ist genießbar – und das ist in Deutschland eine Seltenheit!

- Das Hotel Courtyard Marriott Berlin Mitte bietet geräumige Zimmer - ideal für Menschen mit Rollstuhl (Foto: Courtyard Marriott Berlin)
Auf Berlin-Erkundungstour
Am Vormittag machen wir uns auf Richtung Potsdamer Platz, den wir vom Hotel in ungefähr zehn Minuten erreichen. Weiter geht’s in zehn bis fünfzehn Minuten zum Brandenburger Tor. Dort ist aufgrund der Zwanzigjahrfeierlichkeiten des Mauerfalls alles abgesperrt. Ein tolles Gefühl, jetzt hier zu sein!
Wir besuchen das Holocaust-Mahnmal. Die Gässchen im Mahnmal sind gerade breit genug für meinen Rolli. Die Stimmung ist beklemmend und treibt mir Tränen in die Augen.
Im Anschluss an unsere Erkundungstour genießen wir eine echte Berliner Currywurst und lassen den Abend gemütlich ausklingen.
Am nächsten Tag treffen wir uns wieder mit meinem Bekannten und erkunden mit ihm den Alexanderplatz. Dort erleben wir tolle Dinge! Wir sehen eine Zauberballerina und drei ältere Herren, die politisches Kabarett darbieten. Das ist sehr amüsant, ich lache mich kaputt!

- "Meine Reise nach Berlin bleibt mir für immer in Erinnerung" (Monika Prestel/ pixelio.de)
Verliebt in Berlin
Vom Alexanderplatz gehen wir zum alten Reichstag und haben Mühe, unseren Zug nach Oranienburg rechtzeitig zu erreichen. Wir besichtigen die Gedenkstätte Sachsenhausen und machen uns anschließend auf zum Hauptbahnhof.
Nach zwei Stunden Wartezeit fährt unser Zug endlich ein und wir beziehen unser spezielles Schlafwagenabteil. Hier gibt es nur zwei übereinanderliegende Betten, der Rest ist für den Rolli gedacht. Ich bin müde und lege mich sofort hin.
In Karlsruhe müssen wir umsteigen und weitere zwei Stunden auf den nächsten barrierefreien Zug nach Thun warten. Fünfeinhalb Stunden später bin ich wieder zuhause.
Ich möchte mich bei MyHandicap ganz herzlich für diesen tollen Preis bedanken. Das Hotel war super und ich habe mich in Berlin verknallt!
Text: Kara Coilot
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