SPIEGEL ONLINE: Die deutschen Helden der Winterspiele von Vancouver heißen Verena Bentele, Anna Schaffelhuber und Martin Braxenthaler. Sie sind Stars - die keiner kennt, denn sie starten bei den Paralympics. Für Gold bekommen sie nur ein Drittel des üblichen Preisgeldes. Was läuft falsch mit dem Behindertensport?
Friedhelm Julius Beucher ist unglücklich. Der Chef des deutschen Behindertensportverbands beklagt sich über die "Mediennische", in der seine Sportler feststecken. Verena Bentele, Anna Schaffelhuber und Martin Braxenthaler - wenn sie Neuner, Riesch oder Friesinger hießen, wären sie große Nummern. Doch das tun sie nicht, das sind sie nicht, und sie starten bei den Paralympics, die am Freitag in Kanada beginnen - fast niemand kennt sie.
Beucher, früher Vorsitzender des Sportausschusses im Bundestag, sieht überall Anzeichen dafür, dass die Behindertensportler nicht die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen. Als die deutschen Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele nach den Wettkämpfen in München begeistert empfangen wurden, stand auch die offizielle Verabschiedung des Paralympics-Teams für diesen Tag auf dem Programm. Aber alle Journalisten schauten in München nur auf die Olympioniken. "Wir waren zwar dabei, aber wir kamen nicht vor", sagt Beucher.











